Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Ergo Steffi aus Österreich war 3 Monate in Ladakh, 02.11.2018

Mein dreimonatiger Freiwilligeneinsatz für REWA/Ladakh-Hilfe ist nun seit wenigen Tagen vorbei und ich bin wieder zurück in Österreich. Es fällt mir teilweise schwer, die vielen Eindrücke in Worte zu fassen. Kaum hätte ich gedacht, dass ich mich so sehr an Kargil, diesen muslimisch dominierten Ort an der Grenze zu Pakistan in den sich kaum Tourist/-innen wagen, gewöhnen und mich dort so wohl fühlen würde.

 

Gründe dafür waren einerseits das Team und andererseits natürlich die Kinder mit deren Angehörigen. Das REWA-Team hat mich rasch integriert und auch wenn es manchmal herausfordernd war, fachliche Inhalte verständlich rüberzubringen, waren sie sehr interessiert daran und dankbar für neue Inputs. Meine Aufgabe bestand vor allem auch darin, gemeinsam mit den Therapeut/-innen zu reflektieren, warum welche Therapiemaßnahmen gesetzt werden und wie man Adaptionen durchführen kann. Hierbei bemerkte ich definitiv Fortschritte, vor allem bei Mehmood, der ja erst seit ein paar Monaten im Kinderbereich arbeitet. Eine weitere Aufgabe war es für mich, beim Schreiben und Formulieren der englischen Dokumentationen und Berichte zu unterstützen. Es war teilweise schwierig für die einheimischen Therapeut/-innen gute Formulierungen zu finden aber ich habe auch hier Fortschritte erkennen können.

 

Für mich gab es einige Highlights während meines Aufenthaltes, beispielsweise das zweitägige Kargil Tourist Festival, über das ich ja schon einmal berichtet habe. Es war für mich so schön zu sehen, wie positiv die Einheimischen auf die Anwesenheit unserer Therapiekinder reagiert haben und wie hilfsbereit sie auch waren. Dies war ein tolles Signal für mich, dass es keinen Grund gibt, die Kinder zu „verstecken“ und dass seitens der Bevölkerung eine erstaunlich große Offenheit den Kindern gegenüber besteht.

Einer der emotionalsten Momente für mich war jedoch der letzte Hausbesuch bei der Familie in Chanegund. Nachdem ich Woche für Woche Hawa, Zaibun und Hassan besucht, behandelt und Vertrauen zu den dreien aufgebaut habe, hat uns die Mutter gesagt, dass sich Hassan, der Jüngste der drei Geschwister, schon jeden Freitag auf die Therapie freut. Und an meinem letzten Tag dort, hat er zum allerersten Mal in unserer Anwesenheit sogar mit seinen Schwestern gesprochen und war richtig motiviert, fröhlich und zu Späßen aufgelegt. Laut seiner Mutter ist er sonst zu schüchtern, vor anderen zu sprechen. Es war für mich an diesem Tag so offensichtlich, wie wichtig es ist, eine therapeutische Beziehung zu den Kindern aufzubauen und dies benötigt eben Zeit. Deswegen war ich froh, dass ich eine so lange Zeit durchgehend in Kargil sein konnte. Die von der Mutter beim Abschied immer wieder ausgedrückte Dankbarkeit, war für mich außerdem ein Zeichen, wie wichtig die Arbeit von REWA ist.

 

Der Abschied fiel schwer aber ich habe mich letztendlich doch mit einem guten Gefühl auf die Heimreise gemacht. Ich hoffe, dass die positive Entwicklung in Kargil so weitergeht und würde mich auch freuen, eines Tages wieder zurückzukommen. Vielen lieben Dank jedenfalls an das REWA-Team und an alle Unterstützer/-innen, die diese Entwicklungen möglich machen.

 

Ergo Steffi

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