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Das Behindertenheim in Leh
Rev. Elisha Gergan führt Moravian-Mission Schule
so gut, dass ihm die Regierung vor 3 Jahren ein riesengroßes Gelände
am Stadtrand von Leh für seine sozialen
Zwecke geschenkt hat. Elisha
war mutig und plante großzügig:
Zum Bau der Gebäude beschäftigte er keine Bauunternehmer,
sondern nur seine eigenen ausgesuchten Leute. Seiner Meinung
nach dauert es zwar länger, ist aber viel billiger und besser.
Als wir am Samstagnachmittag das Gelände besuchten, waren alle
Arbeiter noch da. Auch Frauen arbeiten am Bau mit. Um das ganze
Gelände zieht sich eine durchgehende Mauer, die vor Tieren und
neugierigen Blicken schützen soll.
Als wir Elisha fragten,
warum er ein Behindertenheim gebaut hatte ohne qualifiziertes
Betreuungspersonal in Aussicht zu haben, lächelte er nur. Die Planung des Heims zeigt Weitsicht und Sachkenntnis:
4 große, helle Behandlungsräume scharen sich im Erdgeschoss und
ersten Stock um einen großen, offenen Begegnungsraum.
Zwei Toiletten und ein Sekretariat befinden sich in jedem Stockwerk.
Das Erdgeschoss und der erste Stock sind beide mit Rampe begehbar.
Nirgendwo findet man hinderliche Schwellen. Im Untergeschoss befinden
sich riesige Räume, die als Lager und Maschinen-, bzw. Handwerkerraum
fungieren sollen. Dort sollen die jungen Menschen, die eine Lehre
absolvieren werden, praktisch arbeiten und auch die benötigten Hilfsmittel und Möbel für das Behindertenheim herstellen
Elisha
betont immer wieder, dass der Campus nicht ein ständiger Wohnort
für Behinderte sein wird, sondern ein Ort der besonderen Zuwendung.
Er sagt: We are caring, not curing.
Den Familien soll geholfen werden, indem sie aufgeklärt und
ermutigt, in die Therapie eingewiesen und mit adaptierten Hilfsmitteln
versorgt werden. Sie dürfen von Jahr zu Jahr zurückkommen und
sich helfen lassen. Im Obergeschoss ist die Ausbildungsstätte: Die Räume
werden für die Physiotherapieschule und die Ausbildung der Absolventen
der Moravian Mission Schule in verschiedenen Berufen
genützt. Dabei soll immer im Auge behalten werden, dass alle zusammen
arbeiten. Das
Gelände Auf dem Gelände hat man ein Reservoir mit 330.000
Liter für das Wasser der Schneeschmelze gebaut. Mit diesem Wasser
können die Gärten und Grünanlagen 3 Monate lang bewässert werden.
Bei Bohrungen stieß man in einer Tiefe von 100 Fuß auf eine natürliche
Quelle mit außerordentlich gutem Trinkwasser. Auf den flachen Dächern der einzelnen Gebäude befinden
sich riesige Wassertanks, die mit passiver Solarwärme wunderbar
warmes Brauchwasser produzieren. Die Fenster in den Gebäuden sind strategisch so geplant,
dass im Winter die größte Sonneneinstrahlung in die Räume möglich ist und sie aufwärmt. Die Versorgungsstraße für die verschiedenen Gebäude
führt um das ganze Gelände herum und nicht hindurch. Die Kinder
sollen nicht beim Spielen auf den Wiesen und Fußballplätzen
gestört werden. Eine aufregende und wunderschöne Planung ist die Pflanzung
von 5000-6000 Schatten spendenden Bäumen auf dem Gelände im
nächsten Jahr.
Die vielen Steine, die auf dem ganzen Gelände herum
liegen, werden nicht weggekarrt, sondern wieder verwendet als Einsäumung
für die Straße, um den Garten zu befestigen und um kleine Kunstwerke
aufzutürmen. |
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