Was bis jetzt passiert ist:


Berge in Ladakh

  1. Ein Zeitungsartikel von Johanna Komp in der KG-Zeitung vom ZVK im August  2002 mit Hilferuf nach Physiotherapeuten, die einem schwer behinderten Mädchen in den Bergen helfen sollten – Karola und Jürgen Kostial melden sich für diesen Einsatz.

 

  1. Fam. Kostial nimmt Kontakt auf zu Dieter Glogowski, einem bekannten Foto- und Fernsehjournalist auf. Er verbrachte schon viel Zeit in Ladakh und kennt die Menschen dort sehr gut. Mit seiner Hilfe werden die Vorbereitungen konkreter. Sein Buch "Buddhistische Ansichten" und das von Jutta Mattausch "Ladakh und Zanskar" werden zur vorrangigen Lektüre.
  1. Im Februar 2003 trifft man sich mit Geshe La, der in München gastiert, um Sponsoren für seine Projekte in Ladakh zu finden.  Geshe La amtiert als Abt im Kloster in Lingshed, Ladakh. Er verspricht die Logistik vor Ort in Leh in die Hand zu nehmen und die Horsemen für den Treck zu organisieren.
  1. Im Juni 2003 kommt Johanna Komp nach Günzburg. Sie hält im Pfarrzentrum in Kötz einen Diavortrag über ihre Reise nach Ladakh. Anschließend wird mit dem Freundeskreis der Verein Ladakh-Hilfe e.V. gegründet.
  1. Drei Rundbriefe werden während der Vorbereitungszeit geschrieben und an den Freundeskreis verteilt.
  1. Hilfsgüter (Kinderschuhe, Spielsachen, Kleidung) werden gesammelt.
  1. Der August findet Fam. Kostial jedes Wochenende in den Bergen bei intensivem Training: Höhe und Ausdauer. Sie testen eine Kamera, die sie für die Reisezwecke von einem Photoshop ausgeliehen haben.
  1. Einem Jahr intensiver Vorbereitung folgt ein fünfwöchiger Arbeitseinsatz mit der Behandlung des zerebral geschädigten Kindes Rigzin Angmo. Viele Kontakte werden geknüpft, Hilfsgüter verteilt und die zukünftige Versorgung der kranken Kinder in die Wege geleitet. In Leh werden Kontakte zum „Namgyal Institut for the Handicapped  geknüpft, die einzige Organisation in Ladakh, die sich um die Behinderten kümmert. 
  1. Wieder zu Hause wird der vierte Rundbrief geschrieben und im Freundeskreis verteilt.
  1. Am 18.11.2003 findet ein großer Diavortrag im Festsaal des BKH mit 80 Besuchern statt.
  1. Feste Schuhe für Erwachsene und Kinder werden gesammelt. Die zwei Pakete mit insgesamt 8 kg werden mit Kurieren nach Ladakh geschickt. Außerdem erhält Rigzin’s Mutter 100 Euro aus dem Erlös des Diavortrages zur Unterstützung der Familie
  1. Ende Dezember erscheint ein großer Artikel mit schönen Bildern über den Arbeitseinsatz in Ladakh in der Günzburger Zeitung. Die Resonanz ist gut, die Geschichte wird in der Öffentlichkeit bekannt.
  1. Fast wöchentlich kommen Anrufe aus Lingshed (Satellitentelefon) oder aus Leh von den neuen Freunden. Auch Briefe und E-Mails trudeln bei Fam. Kostial ein.
  1. Mit kompetenten deutschen Ärzten werden Informationen über bestimmte Kinderkrankheiten gesucht und nach Leh weitergeleitet zur Therapie behinderter Kinder. 
  1. Am 14.01.2004 hält Karola einen Vortrag mit Power-Point-Präsentation über „Physiotherapie in Ladakh“ mit ausgesprochen guter Resonanz von Seiten der Ärzte der neurologischen Klinik am BKH Günzburg. Die Kostial’s bekommen eine gute gebrauchte Kamera für ihre Reisen geschenkt.
  1. Den ganzen Winter über werden kleinere Diavorträge im Verwandten- und Freundeskreis sowie in Firmen gehalten.
  1. Am 31. Januar findet bei Monika Kübel in Leipheim die erste Vorstandssitzung für den Verein statt.
  1. Die Wintermonate werden zum Schreiben von informativen und unterhaltsamen Artikeln über den Einsatz für die deutsche Physiotherapie-Zeitung und die Zeitschrift für Orthopädietechnik genutzt. Diese Artikel erscheinen im April und Mai 2004. 
  1. Am 11.02.2004 kommt die entscheidende Mail aus Leh von Cynthia Hunt: Es wurde wieder ein schwer behindertes Mädchen in den Bergen gefunden. Ob wir nicht kommen würden um das Kind zu behandeln und Seminare für Medical Assistants abzuhalten.
  1.  Fam. Kostial entschließt sich spontan zu einem weiteren vierwöchigen Einsatz, der im Juni/Juli 2004 stattfinden soll.
  1. In der Jahreshauptversammlung des Vereins wird das Anliegen weiter gegeben. Der Freundeskreis ist von der Idee begeistert und stimmt zu, dass diese Reise aus den Vereinsmitteln bestritten werden soll, vorausgesetzt, es kommt etwas herein!
  1. Fam. Kostial schreibt Rundbriefe, hält Diavorträge vor allen möglichen Organisationen, wie z.B. dem Kiwanis-Club und dem Lions-Club. Mithilfe von Power-Point-Präsentationen werden in der Günzburger Knabenrealschule und der Volksschule Leipheim neue Interessen bei den Kindern geweckt.
  1. Anfangs April hört man die ganze Geschichte im Bayerischen Rundfunk. Herr Dr. Bayerle interviewt Fam. Kostial über ihre Erlebnisse.
  1. Am 22. April 2004 findet ein öffentlicher Diavortrag im Saal der Sparkasse Günzburg über die Reise nach Ladakh statt. Alle Erlöse fließen in die Vereinskasse.
  1. Die Resonanz auf den Artikel in der KG-Zeitung ist riesig: Viele PhysiotherapeutInnen möchten nach Ladakh reisen und den Behinderten helfen. Sie werden entsprechend eingeteilt und es stellt sich heraus, dass bis Ende 2005 ein nahtlos übergehender Einsatz von PhysiotherapeutInnen in Ladakh möglich ist. Karola führt viele Gespräche mit den jungen Menschen und versucht sie auf ihren Einsatz vorzubereiten.

Behindertes Kind bei der
Ankunft in Kuramabik

  1. Eine Woche vor dem Abflug der Kostials führt die gesamte Günzburger Knabenrealschule (über 400 Schüler) einen Sponsorenlauf für das Ladakh Projekt durch.

 

  1. Der zweite sehr arbeitsintensive Einsatz der Kostials dauert vier Wochen. Die Eltern bringen ihre behinderten Kinder von Nah und Fern, da sie gehört haben, dass ihnen jemand hilft. Fam. Kostial wird auf ihrer Reise von einem Übersetzer und Cynthia Hunt, einer Koordinatorin vor Ort, begleitet.
  1. In Leh werden Kontakte mit der  christlichen „Moravian Mission“, einem Projekt der deutschen Herrenhuter Mission, geknüpft. Rev. Elisha Gergan, der Leiter der Mission, baut ein Behindertenheim, das im Herbst fertig wird. Er bittet die Kostials um Mit- und Zusammenarbeit.  

  1. Eine Physiotherapie-Schule für Einheimische wird gegründet: Medical Assistants und Lehrer sollen als so genannte „Barefoot Physios von uns ausgebildet werden, um die Arbeit vor Ort weiterzu- führen. Die Schule wird sich in den Räumen des Behindertenheimes etablieren.

  1. Cynthia Hunt wird ein Buch für die Eltern der Kinder heraus bringen. Die digitalen Bilder, die mit den Kostials zusammen gemacht wurden und die gemeinschaftlich ausgearbeiteten Inhalte werden von ihr noch (sehr begabt!) illustriert und in zwei Sprachen in Form eines informativen Buches zur Elternanleitung herausgegeben. 

  1. Wieder zurück in Deutschland, dauert es nicht lange, bis die ersten PhysiotherapeutInnen nach Ladakh fliegen, um die begonnene Arbeit fort zusetzen.  Jetzt melden sich auch Orthopädie-techniker, die in Ladakh an einem Arbeitseinsatz interessiert wären.

  1. Ganz überrascht sind die Mitglieder des Vereins, als sie von den Einnahmen des Sponsorenlaufes hören: 4500 Euro wurden von den jungen Menschen gesammelt. Davon werden fast 3000 Euro sofort nach Ladakh überwiesen für die Ausbildung der Einheimischen in Physiotherapie - für die Unterkunft und Verpflegung der deutschen Freiwilligen. Auch die Familie von Rigzin wird kräftig unterstützt.


Sponsorenlauf in Günzburg

  1. Der Verein sponsert der älteren Schwester von Rigzin ein Jahr Schulbildung in der Moravian Mission.

  1. Die Einrichtung einer Homepage in Englisch und Deutsch wird in Auftrag gegeben.

  1. Die deutschen Physios in Ladakh geben per E-Mail ständig Bericht über ihre Arbeit. Es werden immer mehr schwer behinderte Kinder gefunden und die Eltern holen sie aus ihren Verstecken, weil sie sehen, dass es jetzt wirklich Hilfe gibt. Sie reisen auch in die weiter entfernten Dörfer, um die Kinder dort zu behandeln und die Eltern einzuweisen. 

  1. Alle beteiligten Instanzen arbeiten an einem Lehrplan für die Physiotherapieschule. Rev. Elisha Gergan stellt eine seiner dreisprachigen Lehrerinnen in Teilzeit dazu frei, als Sekretärin für die Schule zu arbeiten.

  2. Im September kommt Johanna Komp wieder nach Günzburg. Sie schaut sich die Bilder des letzten Einsatzes an und will in Berlin für Unterstützung sorgen.

  3. Ende September meldet sich eine Ergotherapeutin, die die Kostials beim Flug nach Delhi kennen- gelernt haben. Sie begleitete im Juni einen selbst organisierten, großen Hilfsgüter-Transport in ein Kinderheim nach Südindien. Sie möchte jetzt in unserer Organisation mitwirken und helfen.

  4. Im November frägt die Günzburger Physiotherapieschule, ob Karola und Jürgen einen PowerPointVortrag über den letzten Einsatz in Ladakh halten können. Bei zwei Vorträgen am Samstag Nachmittag entschließen sich mehrere angehende PhysiotherapeutenInnen nach der Ausbildung in Ladakh mitzuhelfen.

  5. Ende November fahren die Beiden nach Graz, Österreich, um sich dort mit den Freunden Lingsheds zu treffen. Anwesend sind auch die zwei Mönche Lama Sonam und Lama Padma aus Lingshed, die zwei Monate in Deutschland verbringen. Es werden diesjährige Erfahrungen bei den verschiedenen Einsätzen in den entlegenen Gegenden Ladakhs ausgetauscht.

  6. Ein Termin bei der örtlichen Zeitung soll über einen neuen Artikel über die Vereinsarbeit ergeben. Der Artikel erscheint am Samstag, den 27. November 2004 und berichtet anschaulich über die frotschreitende Arbeit im Ladakh

  7. Bei einem inoffiziellen Treffen der Vereinsmitglieder und -Freunde am 21.11. werden die schönen Bilder der letzten Reise gezeigt und Geschichten erzählt.

  8. Am 2. Dezember erhalten wir eine E-Mail aus Leh, in der uns berichtet wird, daß 20 Anmeldungen von Einheimischen zur Ausbildung als Physiotherapeut vorliegen

  9. Am 15.Dezember 2004 fängt die Schule mit 25 Teilnehmern an. Das Physiocamp wird zum vollen Erfolg und findet offizielle Anerkennung.

  10. Die Jahreshauptversammlung des Ladakh-HIlfe e.V. findet am 03.03.2005 statt.

  11. Am 22.03.2005 findet ein Diavortrag vor dem "Herrenhuter"-Arbeitskreis in Ulm statt

  12. Update bis 2008 folgt in Kürze!!!!!!!!
 


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