Yangdol
ist ca. 17 Jahre (leider ist das genaue Geburtsjahr bzw. -tag nicht
immer bekannt) und ist seit dem Sommer 2006 im Chuchot Hostel untergebracht.
Sie leidet an einer armbetonten Halbseitenlähmung rechts, vermutlich
von Geburt an. Sie lebt im einzigen integrativen Internat in Ladakh,
dem Chuchot Hostel, derzeit noch unter primitivsten Umständen,
und von dort geht sie zu Fuß in die dazu gehörige Schule.
Das Chuchot Hostel soll in Kürze behindertengerecht ausgebaut
werden.
Yangdol
ist eine sehr ruhige und schüchterne junge Frau, die sich auf
die Therapie freut, die einmal pro Woche im Hostel stattfindet.
Yangdol ist beim Gehen selbständig, allerdings bereiten ihr
eine schnellere Gangart, sowie unebenes Terrain Schwierigkeiten.
Mit ihrer Balance hat sie noch Probleme, was natürlich auch
zu Stürzen und dergleichen führen kann. Aufgrund ihrer
rechtseitigen Halbseitenlähmung ist ihre rechte Wade strukturell
stark verändert, sodass sie beim Gehen die Ferse nicht aufsetzen
kann. Das bereitet ihr zusätzlich Probleme mit dem Gleichgewicht
und der Koordination.

Yangdol kann ihre rechte Hand im Alltag unter Aufsicht bedingt funktionell
einsetzen. Nach Aufforderung kann sie mit Daumen und Zeigefinger
Puzzle-Teile umdrehen, sowie die zusammen passenden Memory-Teile
erkennen. Bimanuelles Arbeiten/ Hantieren fällt ihr schwer
und kann das nur unter Aufsicht und nach Aufforderung. Vermutlich
schreibt sie in der Schule mit ihrer linken Hand.

Bei
komplexen Bewegungsaufgaben (schnelles Gehen, erhöhte Konzentration
etc.) nimmt der Tonus im rechten Arm zu. Zur Tonusregulation und
zur Vermeidung von Kontrakturen werden einmal wöchentlich Mobilisation
der Gelenke, funktionelles Arbeiten mit der rechten Hand, sowie
Stand- und Gehübungen mit ihr durchgeführt.
Sie hat ein sehr freundliches Wesen und trotz ihrer ausgeprägten
Schüchternheit und Zurückhaltung macht sie bei allen Aufgaben,
Übungen und Spielen mit großer Freude mit und freut sich
auf die Therapie. Yangdol spricht ein bisschen Englisch, wobei man
sie stark ermutigen muss, auch mal eine Antwort zu geben. Am besten
funktioniert mit ihr nonverbale Kommunikation.
Es
wäre schön ein oder mehrere nette Menschen zu finden,
die ihr zeigen können, dass es auch viel Gutes und Schönes
auf der Welt gibt vor dem man sich nicht fürchten braucht....