Patenschaft Dolkar 2010

Bericht über Dolkar

Wenn Rigzen Dolkar an der Hand ihrer Großmutter zur Tür hereinkommt, begegnet man einem hübschen und freundlichen neunjährigen Mädchen.


Niemand würde vermuten, dass sie, durch Missbrauch gezeugt, weder von Mutter noch deren Peiniger und Arbeitgeberfamilie akzeptiert ist.
Um das soziale Ansehen dieser Familie zu schützen (Dolkars Mutter wohnte zu diesem Zeitpunkt in dessen Haus), gab es keine Publikation der Schwangerschaft, die Mutter blieb weiterhin für 9 Jahre angestellt und wohnhaft in deren Haus.
Die ersten 3 Lebensjahre vermutlich ohne soziale Kontakte aufwachsend, später zu den verschiedenen Arbeitsorten der Mutter mitgenommen, konnte die kleine Dolkar nicht von Spiel und normalen Kleinkinderfahrungen profitieren. Sie zeigte Entwicklungsverzögerungen. Mit 5 Jahren kam es durch einen Sturz auf den Kopf zur völligen Wesensveränderung. Dolkar begann zu schreien, sich die Ohren zuzuhalten und die Augen immer zuzukneifen.


Bis zum heutigen Zeitpunkt ist sie nicht in der Lage, den Alltag eines neunjährigen Mädchens zu gestalten. So sind Schulbesuch, Straßenverkehr, Haushaltstätigkeiten, für sie nicht umzusetzen.
Dolkar wird seit 2 Monaten therapeutisch von Ladakhhilfe unterstützt und profitiert sehr von der Zuwendung und Förderung durch die Therapeuten. Hier lernt sie ihren Körper zu spüren, ihre Sinne einzusetzen und Regeln einzuhalten.

Empfehlenswert währe jedoch für sie ein Aufenthalt in einer Klinik, wo sie von Experten, klaren Strukturen und Bezugspersonen profitieren könnte. Vielleicht ist es hierdurch möglich, eines Tages ein selbständiges Leben jenseits von einem unhygienischen, ärmlichen Umfeld zu führen und zu spüren, was es bedeutet, geliebt zu werden.

Update 24.11.2010 von Irina Battaglia

Sie liebt Music und wenn wir singen. Wenn wir mit dem Schwungtuch spielen, legt sie sich drunter und lacht vor sich hin. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass die ohne Vorwarnung oder ersichtlichen Grund ausrastet. Sie schreit und schlägt dann um sich. Es ist schwierig dann einen Zugang zu ihr zu kriegen. Uns scheint aber, dass diese Ausraster weniger geworden sind.
Sie ist sehr schreckhaft. Denke, sie wird teils von Eindruecken überflutet und weiss nicht wie darauf reagieren. Zerfliesst wie im Raum. Sie reagiert gut auf den Snoozelraum.Sprechen tut sie nur selten einzelne Wörter.
Ziele sind sicher, dass Sie sich wohlfühlt im RAC und Vertrauen zu Menschen fasst. V.a. sich selber und ihre Umbebung besser wahrnehmen kann. Viel Sensi-Input.
Unserer Meinung nach braucht sie spezielle pädagogische oder psychische Behandlung und Unterstützung.

Pate: Seit November 2010 Christiane Berisha aus Leipheim

 




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