Neues
Projekt: REWA Kargil 2011
*****************************************************
Update
17.02.2011
Wir
suchen immer noch nach spontanen Ergo- und Physiotherapeuten, die
es sich vorstellen können, in diesem Sommer am Projekt Kargil
mitzuarbeiten.In
Leh unterrichten wir derzeit drei Frauen aus Kargil, die zusammen
mit einem unserer lokalen Mitarbeiter im April nach Kargil gehen und
dort mit der Arbeit beginnen. Ausserdem konnten wir drei deutschsparchige
Physiotherapeutinnen finden, die sich über den Sommer in Kargil
abwechseln weden. Aber wir brauchen mehr Leute!!!
************************************************
Freiwillige
speziell für diese Arbeit gesucht
In
meinem 2. Rundbrief über meinen Einsatz in Ladakh in diesem Sommer
berichte ich über meinen Ausflug nach Kargil und unsere Pläne,
eine neue Basis für die Arbeit von Ladakh-Hilfe/REWA in Kargil
aufzubauen. Unser ursprüngliches Ziel als Verein ist, alle Kinder
Ladakhs zu betreuen. In den letzten Jahren bastelten und bauten wir
in Leh mit großem Erfolg. Aber der Leh Distrikt ist ja nur ein
Teil Ladakhs, der Kargil Distrikt mit der Hauptstadt Kargil und Zanskar
gehört auch dazu. In Leh steht alles auf soliden Beinen, wir
freuen uns über eingearbeitete einheimische Mitarbeiter, ein
super ausgestattetes Therapiezentrum, Spielplatz, Fahrzeuge und gute
Zusammenarbeit mit vielen anderen Organisationen. Vielen Kindern wurde
und wird über Jahre hinweg geholfen und profitieren von unserem
Angebot.

Wir
finden erstaunlich viele Kinder mit ICP
Die
Zeit ist reif für neue Pionierarbeit
Kargil
unterscheidet sich von Leh in wesentlichen Aspekten. Im Gegensatz
zum Leh Distrikt besteht die Bevölkerung zum größten
Teil aus Muslimen, in Leh sind es Buddhisten. Wenig Touristen finden
den Weg nach Kargil, wenn, dann hauptsächlich als Stützpunkt
zur Durchreise nach Zanskar oder Srinagar. Deswegen gibt es in Kargil
auch nicht die vielen Shops wie in Leh, wo von Kashmiris und Einheimischen
Touristenware angeboten wird. Man kann in Kargil alles einkaufen,
was man braucht, es gibt auch Restaurants und Hotels (nicht die Fülle
und Standard wie in Leh), aber keine Veranstaltungen und Vergnügungen
für Touristen, wie man das in Leh gewohnt ist.


Kargil
an den Ufern des Sururivers
Der
größte Teil der muslimischen Frauen sind Analphabeten.
Sie leben in malerischen Bergdörfern und sind vom schweren Leben
gezeichnet. Der Winter ist sehr hart, viel Schnee, der liegen bleibt,
die Dächer der Häuser sind eher spitz und nicht nicht flach
wie in Leh. Deswegen planen wir den Freiwilligeneinsatz nur über
die Sommermonate Mitte Juni bis September. In den Dörfern sind
extrem viele unterschiedliche Behinderungen zu finden und niemand
da, der sich darum kümmert und den Leuten hilft. Sicherlich werden
einige der Patienten von Ärzten gesehen und behandelt, reichere
Familien können es sich leisten, nach Delhi oder Srinagar zu
reisen zur Diagnosestellung und Behandlung. Aber der Großteil
der Bevölkerung ist ignorant und arm. Sie wissen gar nicht, wo
sie Hilfe erhalten könnten. Einer der Gründe für die
vielen sehr unterschiedlichen Behinderungen ist sicherlich Einheirat
von Verwandten, aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle.


Dorffrauen
mit Behinderungen
Was
wir in Kargil bieten können:
Zwei
einheimische Frauen, die ab November 2010 in Leh für die Arbeit
ausgebildet werden.
Gulzar
und seinen Bruder als Ansprechpartner und Gönner. Er stellt kostenlos
Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung, die FW werden überwiegend
privat in Familien aufgenommen.
Nagelneue
Räume in einem großzügig angelegten Schulgebäude
mit riesigen Gartenflächen, die komplett ausgestattet werden
müssen (Malerarbeiten, Therapiegeräte, Möbel usw.)

Das
Schulgebäude im Bau. Es soll bis nächstes Jahr fertig sein.

Gulzar,
der Bauherr und Norbu, mein Begleiter
Transportmöglichkeiten
müssen noch geklärt werden
Skarma,
Regierungsbeamter, der bei allen Aktivitäten mit Rat und Tat
und engagiert zur Seite steht.
Leh
Team, das jederzeit abrufbar ist und zur Hilfe eilt, wenn es größere
Einsätze und Arbeiten gibt.
Voraussetzung
für einen Freiwilligeneinsatz in Kargil, der Geduld und Einfühlungsvermögen
erfordert:
Mindestens
3 1/2 Monate Einsatzzeit im Sommer 2011. Die ersten zwei
Wochen sollten in Leh verbracht werden, um die Arbeit und das Team
dort kennenzulernen, dann bringen wir die Kargil-FW zu ihrem Einsatzort.
Wir wollen die Bevölkerung im ersten Sommer nicht mit vielen
Leuten verwirren, sondern ein stabiles Team einsetzen, welches "das
Feld pflügt" und die ersten Samen sät.
Bereitschaft,
Neues auf die Beine zu stellen, Pionier zu sein, innovativ, einfühlsam
und engagiert Neues durchzusetzen.
Bereitschaft,
mit Muslimen zu arbeiten und kulturelle Vorgaben zu respektieren.
Das wird auch das Tragen eines Kopftuches bei Besuchen in den ländlichen
Gegenden mit beinhalten.
Befunderhebung
der Patienten, ausführliche Dokumentation, Behandlungspläne
erstellen.
Anleitung
von einheimischen Physio-Aids, Elternanleitung, eventuell Rekrutierung
von geeignetem Personal zur Weiterbildung als Physio.
Geduld
im Umgang mit fehlenden Strukturen, mit den Leuten zusammen die Probleme
zu lösen
Im
Kargil REWA Zentrum die Ausstattung mit den Einheimischen zusammen
anzuleiern, dazu lokale Handwerker einsetzen und für die Arbeit
gewinnen.
DIE
KINDER BRAUCHEN
EUCH, REWA BRAUCHT
EUCH
Wir
suchen ein Team von idealerweise 2-3 PhysiotherapeutenInnen mit Erfahrung
in Neurologie, Pädiatrie und Orthopädie und einer Ergotherapeutin
mit Erfahrung in Hilfsmittelherstellung. Ich werde mich mit diesem
Team speziell im Frühjahr 2011 zur Vorbereitung treffen. Da wir
bei unserem Besuch in Kargil im August sehr viele jüngere Kinder
mit ICP gefunden haben, wird eine entsprechende Hilfsmittelausstattung
(Sitzmöglichkeiten usw.) dringend von Nöten sein.
Wenn
Ihr Interesse und
die Voraussetzungen für diese anspruchsvollen Aufgabe
habt, meldet Euch per E-Mail. Alle weiteren Infos und Bedingungen
findet Ihr in unserer Homepage in der Rubrik "Über Uns".
Bildergalerie
Kargil:


Mädchen
mit unterschiedlichen Behinderungen

Ein
taubstummer Junge. Es gibt weder im Ladakh- noch im Kargil-Distrikt
wirklich effektive Hilfe für diese Kinder. Ich wünsche mit
eine NGO, die speziell mit den Taubstummen arbeitet und vor allen
Dingen Prävention betreibt, denn viele Gehörschädigungen
können vermieden werden

Dieser
19Jährige luxierte seine Kniescheibe und ging damit zum Amchi,
der eine Nadel durchstach?!? Jetzt ist sein Bein total steif

Sprechprobleme
und geistige Behinderung (MR - Mental Retardation)

Zwei
Kinder von fünf in einer Familie mit CP


Dieses
18jährige Mädchen ist Waise und lebt bei einem alten Großvater.
Sie kann sich nur auf allen Vieren fortbewegen, niemand kümmert
sich um sie, sie war noch nie in einer Schule.


Junge
mit MR und Hörschäden - Mädchen mit beidseitiger Spalthand


Zwergenwuchs
und Skoliose


Zwei
kleine Buben mit CP

Wie
oben rechts (ein richtig süsser Kerl)

Epilepsie

Sprechprobleme,
MR