Fieldtrip Temisgang am 8. Januar 2011

Bericht von Jule und Paula

 

Team Norbu, Chockla, Bilquees, Paula, Jule

Unser Team in Temisgam

Da es momentan winterlich kalt in Ladakh ist, beschlossen wir den Fieldtrip nach Temisgang an nur einem Tag zu schaffen. So klingelte der Wecker am Samstag früh um 5.30 Uhr, aufstehen, anziehen, Tee machen und los gings. Frühstück mit vielen mitgenommenen Leckereien gab's unterwegs am Straßenrand.


Um 10.30 Uhr konnten wir mit unserem ersten Hausbesuch beginnen. Nach einem leckeren Glas frischer warmer Milch ging's los. Stanzin Yangdol freute sich sichtlich über unseren Besuch, die Behandlung und die mitgebrachte Winterkleidung.

Stanzin Yangdol


Vom obersten Teil Temisgangs wo Stanzin mit ihrer Familie wohnt arbeiteten wir uns langsam zur Dorfmitte vor. Unterwegs teilten wir uns auf um mit Ergotherapeutischem Schwerpunkt die recht fitte Stanzin zu besuchen und ihr neue Trainingsaufgaben zu geben und einen kleinen Trainingsball zu schenken.

Handtherapie

Norbu und Jule gingen derweil zu Jigmet einem sehr schwer behinderten Mädchen und versuchten die Familie erneut davon zu überzeugen über den Winter zu ihrer Verwandtschaft nach Leh zu kommen um bei uns im RAC eine intensive Therapie zu bekommen. Dies wurde der Familie schon des Öfteren angeboten, jedoch leider ohne Erfolg.

Auf dem Weg zu Patienten

Danach schauten wir bei Sangey Jigmet vorbei, wo die ganze Familie auf dem Hausdach in der Sonne saß. Nachdem der kleine Jigmet aus Angst erstmal vor uns weggerannt war konnte die Mutter ihn doch einfangen und er war dann auch sehr kooperativ. Wir brachten ihm neue stabile Turnschuhe mit, für welche er noch eine Schuherhöhung bekommt, da Sangeys rechtes Bein 7cm kürzer ist als sein linkes, er ist jedoch ein quirliger kleiner Kerl und kommt sehr gut mit seinem Handicap zurecht.

Schüchterner Sangey


Alle zusammen machten wir uns dann noch auf einen kleinen Fußmarsch zu Urgyans Haus. Der Weg war nicht so einfach zu finden, da durch die Flut doch einige Wege und Brücken nicht mehr da waren. Wir wurden mit Buttertee, Milch, Kaffe und Kuchen empfangen, unsere Mägen knurrten auch schon denn es war doch längst Lunch Time! Für Urgyan fertigten wir einen neuen Softsplint an, überprüften sein "Hausaufgabenprogramm" und spielten im Hof Luftballonfußball, wobei es ordentlich knallte als diese platzten.

Urgyan erhält einen neuen Softsplint


Hungrig erreichten wir schließlich die Dorfmitte wo schon ein leckeres Lunch von Norbus Schwester zubereitet auf uns wartete. Nach guten und erfolgreichen Behandlungen blieb doch noch etwas Zeit um die Klöster zu besichtigen und köstliche rotbackige Temisgang Äpfel zu kaufen (was ein Genuss mitten im Winter war, wo es hier eigentlich kein Obst mehr gibt}
Zufrieden und mit schmackhaftem süßem Gebäck machten wir uns auf den Heimweg und erreichten lange nach Sonnenuntergang mit einem Ohrwurm von Hindisongs, Backstreetboys und Ladakhi Musik die Changspa road.


Ohne Worte



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