Bericht
von Jule und Paula
Team
Norbu, Chockla, Bilquees, Paula, Jule

Unser
Team in Temisgam
Da
es momentan winterlich kalt in Ladakh ist, beschlossen wir den Fieldtrip
nach Temisgang an nur einem Tag zu schaffen. So klingelte der Wecker
am Samstag früh um 5.30 Uhr, aufstehen, anziehen, Tee machen
und los gings. Frühstück mit vielen mitgenommenen Leckereien
gab's unterwegs am Straßenrand.

Um 10.30 Uhr konnten wir mit unserem ersten Hausbesuch beginnen.
Nach einem leckeren Glas frischer warmer Milch ging's los. Stanzin
Yangdol freute sich sichtlich über unseren Besuch, die Behandlung
und die mitgebrachte Winterkleidung.

Stanzin
Yangdol
Vom obersten Teil Temisgangs wo Stanzin mit ihrer Familie wohnt
arbeiteten wir uns langsam zur Dorfmitte vor. Unterwegs teilten
wir uns auf um mit Ergotherapeutischem Schwerpunkt die recht fitte
Stanzin zu besuchen und ihr neue Trainingsaufgaben zu geben und
einen kleinen Trainingsball zu schenken.

Handtherapie
Norbu und Jule gingen derweil zu Jigmet einem sehr schwer behinderten
Mädchen und versuchten die Familie erneut davon zu überzeugen
über den Winter zu ihrer Verwandtschaft nach Leh zu kommen
um bei uns im RAC eine intensive Therapie zu bekommen. Dies wurde
der Familie schon des Öfteren angeboten, jedoch leider ohne
Erfolg.

Auf
dem Weg zu Patienten
Danach
schauten wir bei Sangey Jigmet vorbei, wo die ganze Familie auf
dem Hausdach in der Sonne saß. Nachdem der kleine Jigmet aus
Angst erstmal vor uns weggerannt war konnte die Mutter ihn doch
einfangen und er war dann auch sehr kooperativ. Wir brachten ihm
neue stabile Turnschuhe mit, für welche er noch eine Schuherhöhung
bekommt, da Sangeys rechtes Bein 7cm kürzer ist als sein linkes,
er ist jedoch ein quirliger kleiner Kerl und kommt sehr gut mit
seinem Handicap zurecht.

Schüchterner
Sangey
Alle zusammen machten wir uns dann noch auf einen kleinen Fußmarsch
zu Urgyans Haus. Der Weg war nicht so einfach zu finden, da durch
die Flut doch einige Wege und Brücken nicht mehr da waren.
Wir wurden mit Buttertee, Milch, Kaffe und Kuchen empfangen, unsere
Mägen knurrten auch schon denn es war doch längst Lunch
Time! Für Urgyan fertigten wir einen neuen Softsplint an, überprüften
sein "Hausaufgabenprogramm" und spielten im Hof Luftballonfußball,
wobei es ordentlich knallte als diese platzten.


Urgyan
erhält einen neuen Softsplint
Hungrig erreichten wir schließlich die Dorfmitte wo schon
ein leckeres Lunch von Norbus Schwester zubereitet auf uns wartete.
Nach guten und erfolgreichen Behandlungen blieb doch noch etwas
Zeit um die Klöster zu besichtigen und köstliche rotbackige
Temisgang Äpfel zu kaufen (was ein Genuss mitten im Winter
war, wo es hier eigentlich kein Obst mehr gibt}
Zufrieden und mit schmackhaftem süßem Gebäck machten
wir uns auf den Heimweg und erreichten lange nach Sonnenuntergang
mit einem Ohrwurm von Hindisongs, Backstreetboys und Ladakhi Musik
die Changspa road.
Ohne
Worte