Tangste- Pangong- Fieldtrip

21.09.08 bis 23.09.08

Teilnehmer: Eike, Chuskit, Dolma, Tundup, Michael

Nachdem wir am Samstag, den 20.09.08, aufgrund der widrigen Wetterbedingungen den 5200 Meter hohen Pass noch nicht mit unserem Jeep passieren konnten, brachen wir dann doch am Sonntagvormittag endlich Richtung Tangste auf. Nach einer mehrstündigen Fahrt konnten wir dann unseren ersten Patienten besuchen.
Der Mönch der vor einigen Jahren durch einen Motorradunfall eine Querschnittsverletzung erlitt, freute sich sehr uns zu sehen. Wir ließen uns seine täglichen Übungen von ihm demonstrieren und konnten glücklicherweise erhebliche Fortschritte feststellen. So ist es ihm mittlerweile möglich ohne fremde Hilfe am Rollator zu gehen. Wir verfeinerten einige seiner Trainingsaufgaben und zeigten ihm einige neue. Seine Eltern brachten wir auf die Idee, den Weg zur Toilette mit einem Geländer auszustatten. Die Familie war über die neuen Anregungen sehr froh und fest entschlossen, diese so bald wie möglich umzusetzen.

Gangschule Mönch

In Tangste kehrten wir nach getaner Arbeit in ein Guesthouse ein und planten die folgenden zwei Tage.
Am Montag starteten wir dann Richtung Pangonglake. Das Wetter war an diesem Tag zum Glück sehr gut. So hatten wir also wunderschöne Aussichten und konnten die Fahrt entlang des Sees so richtig genießen.

Team

Da der See an der Grenze zu China liegt brauchten, wir wie für alle Restricted Areas natürlich eine spezielle Genehmigung und konnten nicht alle Gebiete, in denen sich unsere Patienten befanden, besuchen. Aber unsere Locals übernahmen diese Aufgabe für uns.
Zwei Patientinnen behandelten wir in einer Schule, zeigten den Müttern Möglichkeiten, wie sie ihre Kinder fördern können und hinterließen ihnen dafür geeignete Spielsachen.

Therapie in der Schule

Am Abend konnten wir noch eine Frau mit stark ausgeprägter Skoliose besuchen. Für ihre starken Muskelschmerzen brachten wir ihr einige Entspannungsübungen bei und berieten sie, wie sie sich im Alltag schmerzfreier bewegen kann.
Am nächsten Tag konnten wir einem Jungen einen von uns entworfenen Stuhl anpassen und drei weitere Patienten behandeln.

Sitzanpassung bei Stanzin

Einige Patienten statteten wir mit warmen Kleidungsstücken für den nahenden Winter aus und konnten viele mit passenden Hilfsmitteln versorgen.


Am Abend ging es dann wieder zurück nach Leh, wo wir dann müde ins Bett fielen.

Bericht von Michael Karl



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