Teilnehmer:
Eike, Chuskit, Dolma, Tundup, Michael
Nachdem
wir am Samstag, den 20.09.08, aufgrund der widrigen Wetterbedingungen
den 5200 Meter hohen Pass noch nicht mit unserem Jeep passieren
konnten, brachen wir dann doch am Sonntagvormittag endlich Richtung
Tangste auf. Nach einer mehrstündigen Fahrt konnten wir dann
unseren ersten Patienten besuchen.
Der Mönch der vor einigen Jahren durch einen Motorradunfall
eine Querschnittsverletzung erlitt, freute sich sehr uns zu sehen.
Wir ließen uns seine täglichen Übungen von ihm demonstrieren
und konnten glücklicherweise erhebliche Fortschritte feststellen.
So ist es ihm mittlerweile möglich ohne fremde Hilfe am Rollator
zu gehen. Wir verfeinerten einige seiner Trainingsaufgaben und zeigten
ihm einige neue. Seine Eltern brachten wir auf die Idee, den Weg
zur Toilette mit einem Geländer auszustatten. Die Familie war
über die neuen Anregungen sehr froh und fest entschlossen,
diese so bald wie möglich umzusetzen.

Gangschule Mönch
In
Tangste kehrten wir nach getaner Arbeit in ein Guesthouse ein und
planten die folgenden zwei Tage.
Am Montag starteten wir dann Richtung Pangonglake. Das Wetter war
an diesem Tag zum Glück sehr gut. So hatten wir also wunderschöne
Aussichten und konnten die Fahrt entlang des Sees so richtig genießen.

Team
Da
der See an der Grenze zu China liegt brauchten, wir wie für
alle Restricted Areas natürlich eine spezielle Genehmigung
und konnten nicht alle Gebiete, in denen sich unsere Patienten befanden,
besuchen. Aber unsere Locals übernahmen diese Aufgabe für
uns.
Zwei Patientinnen behandelten wir in einer Schule, zeigten den Müttern
Möglichkeiten, wie sie ihre Kinder fördern können
und hinterließen ihnen dafür geeignete Spielsachen.

Therapie in der Schule
Am
Abend konnten wir noch eine Frau mit stark ausgeprägter Skoliose
besuchen. Für ihre starken Muskelschmerzen brachten wir ihr
einige Entspannungsübungen bei und berieten sie, wie sie sich
im Alltag schmerzfreier bewegen kann.
Am nächsten Tag konnten wir einem Jungen einen von uns entworfenen
Stuhl anpassen und drei weitere Patienten behandeln.

Sitzanpassung bei Stanzin
Einige Patienten statteten wir mit warmen Kleidungsstücken
für den nahenden Winter aus und konnten viele mit passenden
Hilfsmitteln versorgen.
Am Abend ging es dann wieder zurück nach Leh, wo wir dann müde
ins Bett fielen.
Bericht
von Michael Karl