Fieldtrip zum Pangong Lake in der Region Changtang vom 17.06. bis 19.06.2010

Fieldtrip to Tangtse from 17.06. - 10.06.2010 (english report below)

Es wird versucht, alle zwei Monate unsere Patienten in dieser entlegenen Region an der tibetischen Grenze zu besuchen. Die holprige Fahrt führt über den zweithöchsten befahrbaren Pass der Welt und selbst im Sommer muss manchmal der Schnee hier weggeräumt werden. So traf es uns diesmal auch. Wir, Chuskit, Rinchen, Othzer, Katrin und Alex, starteten morgens in Leh bei bewölktem Himmel und fanden uns bei Schneegestöber auf dem Pass (5380m) wieder.

Changla

Die Autofahrt wurde immer abenteuerlicher und führte uns nach der kargen Bergwelt in einen tiefen Canyon mit glasklarem wildem Wasser und haushohen Felsbrocken. Schließlich erreichten wir das kleine Dorf Shayok, wo wir herzlich von der Familie unseres ersten Patienten Tinley empfangen wurden. Für die Familien ist es jedes Mal eine Überraschung, wenn das Auto der Ladakh Hilfe vorfährt, da in diesen abgelegenen Gebieten weder Handy, noch Internet noch ein eigenes Telefon funktioniert.
Der junge Mönch Tinley konnte vor zwei Jahren plötzlich nicht mehr laufen und musste daraufhin sein Mönchstudium aufgeben und kehrte zurück zu seinen Eltern. Die Ladakh Hilfe ermöglichte Tinley in Begleitung seines Vaters die diagnostische Abklärung in einer Klinik in Delhi. Es besteht der Verdacht auf Knochentuberkulose.
Kürzlich war der 20jährige Tinley zum Training bei uns im Therapiezentrum in Leh, dort wurde er unter anderem mit einer Gehhilfe und einem Rollstuhl von uns versorgt.

Wir staunten, wie gut Tinley mit dieser Gehhilfe zu Hause zurechtkommt (trotz seiner großen Probleme), wie engagiert er seine Übungen macht und wie offen er für neue Anregungen ist.

Tinley

Nach einem Fußweg von fünf Minuten erreichten wir unseren zweiten Patienten. Auch Konchok musste nach einem Unfall sein Mönchstudium abbrechen und lebt seither bei seiner Schwester. Er leidet an einer zentralen Ataxie, die seinen Bewegungsraum stark einschränkt. Konchok freute sich sehr über unseren Besuch und zeigte uns begeistert seine Fortschritte. Es war schier unglaublich, wie er mit seinem Gehbock über die Türschwelle in den Garten gelangte, was für ihn mit seiner Gleichgewichtsstörung sicher nicht einfach ist.

Konchock

Nach einer kalten Nacht aber überaus warmen Atmosphäre in der Familie von Tinley, brachen wir am Morgen in Richtung Pangong Lake auf. Der abwechslungsreiche Weg dorthin führte uns von steinigen Bergwüsten über Flussauen und weiten Sanddünen bis hin zu dem auf 4200m hoch gelegenen 130 km langen lapislazuliblauen Bergsee. Die Fahrt führte direkt am See entlang, bis wir das Dorf Merak erreichten.

Teamjeep

In Merak besuchten Rinchen und Katrin die 16jährige Stanzin Dolma. Stanzin sitzt im Rollstuhl und leidet an Zerebralparese. Mit ihrer Mutter zusammen behandelten wir Stanzin. Auch fanden wir verschiedene Lagerungsmöglichkeiten für Stanzin. Beim nächsten Besuch möchten wir ihr gerne einige Bilderbücher mitbringen.

Stanzin Dolma

Währenddessen gingen Chuskit und Alex in die nahe gelegene Dorfschule, um dort die ebenfalls 16jährige Stanzin Lamo mit Polyarthritis zu therapieren. Die Behandlung fand auf dem Schulhof statt. Besonders betroffen sind die Hände, aber auch die Schultern machen ihr Probleme. Wir gaben Stanzin Lamo ein Übungsprogramm, das auch eifrig von den anderen Schülern ausprobiert wurde.

Stanzin Lamo

Schulkinder, school children

Von einem Ehepaar hatten wir etliche Sonnenbrillen geschenkt bekommen mit dem Auftrag, diese zu verteilen. Auch an dieser Schule konnten wir einige Kinderbrillen übergeben, was große Begeisterung bei den Kindern auslöste.

Sonnenbrillen, sun glasses, given to the children by donors in Germany

Auf dem Weg zurück zum verschneiten Pass besuchten wir, ebenfalls in einem abgelegenen Seitental, die Patienten Stanzin Shakya und Londup. Wieder tat sich vor uns ein winziges Dörfchen auf und wir konnten die beiden Kinder in der Küche von Stanzins Familie behandeln. Auch hier zeigten die Mütter reges Interesse und halfen tatkräftig mit.

Stanzin Shakya

Anschließend gab es nach der Behandlung warmes Wasser zum Händewaschen aus dem Solarkocher vor dem Haus.

Solarkocher, washing hands with hot water

Berührt und erfüllt von all den Erlebnissen und Begegnungen mit den Kindern und ihren Familien, machten wir uns auf den langen Rückweg.

our team

Bericht von Kathrin Tessmer und Alexandra Niedersteiner

 

FIELD TRIP OF TANGTSE JUNE 2010


On 17th of June 2010 as usual at 8:30 a.m I along with Alex, Rinchen and Odzer went to Tangtse Same day weather was so bad and it was snowing at the pass ,we reached the pass at 11 a.m and because of snowing we felt very cold at the Changla pass.
After crossing the pass we directly visited our patients of Shayok village. First we visited monk, he was very happy to see us, he was doing all his previous exercises and he did the exercises infront of us he felt much better this time we taught him some new exercises and he was really very happy to know the new exercise.


After him we went to other patient he told us that he went to Delhi in May 2010 to do his M.R.I. with his father he is also doing the exercises regularly, now he starts walking with the support of walker, we had our lunch at his home and we also stayed one night and in the morning they served us breakfast also .
Next day we left for Maan Mairak village, where on the way the beautiful and the famous Pangong Lake also falls, the Lake was really so wonderful and we felt very happy when we were crossing the beautiful Lake. After reaching this village first , we visited the girl having C.P. since birth, her mother is helping her to do the exercises which we taught her in our previous visit. We also taught her some new exercise and also taught her mother how to do the all exercises.


Then we visited our second patient at school she is having Arthritis, she was improved a lot than before. We meet her mother at school; she told us that she is doing her exercises every day. After treating her we came back to Tangtse


Next day we visited our other patient. He lives in Satho village having C.P. since birth he was very happy to see us, we asked him to do the exercises, and also a special chair was given to him in our previous trip.
Our last patient has cross eyes and balance problem. And to get better we also taught him some therapy. His mother told us that he will be coming to Leh for 15 days for summer holiday.


So, he was our last patient and we turn back to Tangtse and on the same day we came back to Leh. And it was really a wonderful trip with the volunteers and the local.


Report written by Chuskit





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