Trip ins Nubra-Valley von Ulli, Helene, Eike, Dolker und Tundup vom 12.-22.04.07

Hausbesuche im Nubra-Valley
Berichtet von Ulrike Fünfleitner

Endlich angekommen! Habe nach einer komplikationslosen Anreise am 10. April Leh erreicht und wurde am Flughafen sogleich von meinen neuen Freunden herzlich willkommen geheissen. Um mich gut zu akklimatisieren verpasste mir Eike 2 Tage Hausarrest. Denn 2 Tage nach meiner Ankunft starteten wir fuer einen laengeren Trip nach Nubra Valley. Es war ein Health Worker Camp geplant (siehe Bericht von Eike und Helene) und es standen auch einige Hausbesuche auf dem Programm. Da wir den Jeep inklusive Fahrer von der Gesundheitsbehoerde zur Verfuegung gestellt bekamen, konnten wir die Patienten leichter erreichen. Um nach Nubra zu gelangen mussten wir den hoechsten befahrbaren Pass der Welt (Khardung La 5606 m) ueberwinden.

Wir waren in Diskit untergebracht, wo auch das Camp stattfand. Die freie Zeit neben dem Camp (war zwar nicht viel) nutzten wir um Hausbesuche in Diskit zu machen und die Kultur sowie dieses schoene Gebiet naeher kennenzulernen. Fuer uns war es wichtig, von den Patienten gute Befunde aufzunehmen, damit die uns nachfolgendenTherapeuten/innnen mit gezielten Therapien und optimaler Hilfsmittelversorgung weiterarbeiten koennen.Gemeinsam mit Helene und Tundup besuchte ich meinen ersten Patienten in Ladakh. Es war ein kleiner Junge mit CP. Als wir das richtige Haus erreichten wurden wir bestaunt. Die Familie des Jungen wusste nicht was ihnen geschah, aber der Bann war bald gebrochen. Wir wurden ins "Wohnzimmer" hineingefuehrt und sogleich mit Tee und Keksen bewirtet. Der Junge war anfangs nochetwas schuechtern, machte dann aber alles mit was wir von ihm verlangten. Fuer uns und fuer ihn war es eine sehr erfolgreiche Therapie.


Helene mit Grossmutter und dem kleinen Stanzin

Zur Erholung vom Campunterricht sahen wir uns das imposante Kloster von Diskit an und genossen den Ausflug zu den Sandduenen.

Das Kloster


Gruppenfoto bei den Sandduenen

Sehr aufregend war der Wochenendausflug nach Panamic. Wir wurden bei Tundups Schwester untergebracht, die uns mit einheimischen Speisen verwoehnte. Am naechsten Tag wurden wir von Tundup in die Feldarbeit mit Dzo und Pflug
eingeweiht.

Beim Pfluegen

Ein weiterer Hoehepunkt waren die heissen Quellen von Panamic, hier konnten wir ein Bad nehmen bzw. uns unter fliessendem Wasser duschen. Am Abend fuhren wir wieder zurueck nach Diskit, um den Unterricht im Camp fortzusetzen.

Nach Beendigung des Camps, das sehr erfolgreich war, absolvierten wir unsere Hausbesuche in einem anderen Gebiet von Nubra, wir fuhren wieder Richtung Panamic.

Um unseren naechsten Patienten zu erreichen, mussten Tundup, Helene und ich eine laengere Strecke zu Fuss gehen. Dabei hatten wir einige wackelige Bruecken zu ueberwinden und Tundup stellte fest, dass wir noch Gleichgewichtstraining brauchen, und beim Rueckweg gings dann doch um einiges besser. Wir wurden bei der Familie gleich willkommen geheissen.
Nachdem wir uns mit Tee und Brot gestaerkt haben, starteten wir mit der Therapie. Die Therapie bestand hauptsaechlich aus Steh- und Gehtraining. Eike und Dolker haben waehrenddessen eine Volksschulklasse unterrichtet, da der kleine Dorjey nicht alleine zur Therapie wollte.

Ueber die Bruecke

Morgenapell in der Schule

Am naechsten Tag kamen wir zu einer sehr armen Familie. Die Tochter ist schwer behindert, sie liegt die meiste Zeit im Bett, da die Mutter mit den Arbeiten des Alltags sehr beschaeftigt ist. Es war schwierig ihr zu vermitteln was wir mit unserer Arbeit bezwecken wollen. Um ihr Vertrauen zu gewinnen versprachen wir ihr, ihr einige dringend benoetigte Dinge wie Matratze, Bettwaesche, ... vorbeizubringen. Weiters haben die fuer dieses Gebiet zustaendige Healthworkerin (sie hatte auch bei unserem Camp teilgenommen) gebeten, die Familie einmal pro Woche bei der Arbeit mit der schwer behinderten Tochter zu unterstuetzen.

Somit hatten wir eine sehr erfolgreiche und schoene Zeit im Nubra Valley und hoffen dass unsere Arbeit Fruechte tragen wird.

Ulli



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