Field Trip Nubra 05.04.-09.04.2008


Von Julia Bathe

Teilnehmer: Julia, Philip,. Dolma (Nirlac), Tundup, Chuskit

Um unseren Field Trip nach Nubra starten zu können lag zuerst ein großes Hindernis vor uns: der Kardungla, der mit seinen 5600m uns erst einmal den Atem raubte.

Unser Team (in der Mitte Dolma von Nirlac)

Nach einem Mittagessen bei Rinchen, Chuskits Mann, haben wir unsere ersten Patienten behandelt. In Kardung nahmen wir den Report von Tashi Dolker auf. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass ihre Behinderung nicht in unser Gebiet fällt. Da Dolma von Nirlac unseren Trip begleitete, versprach sie uns, sich um einen Schulplatz im Chuchot Hostel zu kümmern, da das für Tashi Dolker eine gute Alternative wäre.
Unsere erste Nacht verbrachten wir in Diskit, in einem netten Dorf mit Geschäften und Restaurants.

Tashi Dolker

Ein langer zweiter Tag lag vor uns. In den Dörfern Hundar und Diskit bekamen wir sechs Patienten zu Gesicht, die alle sehr zeitintensiv waren. Am meisten berührte uns die Geschichte von der vierjährigen Dechen Lamo. Das Mädchen erlebte eine normale Entwicklung bis ein epileptischer Anfall ihr Leben veränderte. Seit diesem Zeitpunkt liegt sie mit starker Spastik in Armen und Beinen im Bett und kann nicht auf visuelle und akustische Reize reagieren. Die ganze Familie regierte auf unseren ersten Besuch sehr emotional und es flossen Tränen. Allerdings schätzten sie unsere Tipps sehr und brachten ihren Dank durch Katahaks für uns zum Ausdruck.

Auf dem Weg von Diskit nach Panamik besuchten wir Patienten und konnten uns über die Fortschritte von Tsering Dorjay freuen, der seit seinem Unfall im Rollstuhl sitzt, aber vor allem durch seine Motivation viel erreicht hat.

Tsering Dorjay im Rollstuhl

Gehversuche mit einem Patienten


Den Nachmittag beendeten wir in der Schule von Chamshen. Dort machten wir mit der ganzen Klasse Übung für die Hände, da unser eigentlicher Patient zu schüchtern für eine Einzelbehandlung war. Wir hatten genauso wie die Kinder viel Spaß dabei.

Alle Kinder der Schulklasse machen mit

In Panamik wurden wir herzlich von Tundups Schwester aufgenommen. Da in dieser Gegend nicht mehr so viele Patienten von uns waren, hatten wir Zeit für die heißen Quellen und genossen es nach dem langen Winter wieder eine lange Dusche zu nehmen.

Und wieder war es der Khardungla, der unseren Rückweg in die Länge zog. Nach zehn Stunden erreichten wir dank Tundups Fahrkünsten sicher Leh und konnten zufrieden auf einen erfolgreichen und schönen Field Trip zurück blicken.



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