Von
Julia Bathe
Teilnehmer:
Julia, Philip,. Dolma (Nirlac), Tundup, Chuskit
Um
unseren Field Trip nach Nubra starten zu können lag zuerst
ein großes Hindernis vor uns: der Kardungla, der mit seinen
5600m uns erst einmal den Atem raubte.

Unser
Team (in der Mitte Dolma von Nirlac)
Nach
einem Mittagessen bei Rinchen, Chuskits Mann, haben wir unsere ersten
Patienten behandelt. In Kardung nahmen wir den Report von Tashi
Dolker auf. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass ihre Behinderung
nicht in unser Gebiet fällt. Da Dolma von Nirlac unseren Trip
begleitete, versprach sie uns, sich um einen Schulplatz im Chuchot
Hostel zu kümmern, da das für Tashi Dolker eine gute Alternative
wäre.
Unsere erste Nacht verbrachten wir in Diskit, in einem netten Dorf
mit Geschäften und Restaurants.

Tashi
Dolker
Ein
langer zweiter Tag lag vor uns. In den Dörfern Hundar und Diskit
bekamen wir sechs Patienten zu Gesicht, die alle sehr zeitintensiv
waren. Am meisten berührte uns die Geschichte von der vierjährigen
Dechen Lamo. Das Mädchen erlebte eine normale Entwicklung bis
ein epileptischer Anfall ihr Leben veränderte. Seit diesem
Zeitpunkt liegt sie mit starker Spastik in Armen und Beinen im Bett
und kann nicht auf visuelle und akustische Reize reagieren. Die
ganze Familie regierte auf unseren ersten Besuch sehr emotional
und es flossen Tränen. Allerdings schätzten sie unsere
Tipps sehr und brachten ihren Dank durch Katahaks für uns zum
Ausdruck.
Auf
dem Weg von Diskit nach Panamik besuchten wir Patienten und konnten
uns über die Fortschritte von Tsering Dorjay freuen, der seit
seinem Unfall im Rollstuhl sitzt, aber vor allem durch seine Motivation
viel erreicht hat.

Tsering
Dorjay im Rollstuhl

Gehversuche
mit einem Patienten
Den Nachmittag beendeten wir in der Schule von Chamshen. Dort machten
wir mit der ganzen Klasse Übung für die Hände, da
unser eigentlicher Patient zu schüchtern für eine Einzelbehandlung
war. Wir hatten genauso wie die Kinder viel Spaß dabei.

Alle
Kinder der Schulklasse machen mit
In
Panamik wurden wir herzlich von Tundups Schwester aufgenommen. Da
in dieser Gegend nicht mehr so viele Patienten von uns waren, hatten
wir Zeit für die heißen Quellen und genossen es nach
dem langen Winter wieder eine lange Dusche zu nehmen.
Und
wieder war es der Khardungla, der unseren Rückweg in die Länge
zog. Nach zehn Stunden erreichten wir dank Tundups Fahrkünsten
sicher Leh und konnten zufrieden auf einen erfolgreichen und schönen
Field Trip zurück blicken.