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Bericht über die zweite Reise nach Zanskar
Zum zweiten Mal fahren wir nun nach Zanskar! Wir freuen uns, die beeindruckend netten Familien und die phantastische Landschaft Zanskars wieder zu sehen und sind gespannt darauf, wie sich unsere Therapien beim ersten Besuch ausgewirkt haben.
Chuskit, Nicole und Steffi
Raubritter der Strassen in Zanskar
Ernte in Zanskar
Anchuck mit seinem Rollator Eine andere Geschichte, die uns beeindruckt, ist jene von Deachen Chuskit und ihrer Mutter. Deachen Chuskit war kaum jährig, als die Mutter mitten im Winter wegen gravierender Herzprobleme tagelang zu Fuß über den gefrorenen Zanskar nach Leh marschierte, da die Strasse zu dieser Jahreszeit unpassierbar ist. Wir vermuten, dass die Kleine, im Tragtuch mitgetragen, damals ein HWS-Trauma, eventuell mit Fraktur, erlitt, zeigt sie heute doch eine massive Kyphose im HWS-Bereich, keine Kopfkontrolle und allgemein eine verminderte Muskelaktivität. Wir zeigen der Familie das richtige Handling und Stabilisationsübungen im Sitzen. In
Padum treffen wir wieder auf den geistig behinderten Jungen, der von
seiner Mutter jeweils an den Händen gefesselt wurde, wodurch
er hässliche Wunden an den Handgelenken hatte. Es freut uns sehr
zu hören, dass sie ihn seit unserem letzten Besuch nicht mehr
festgebunden hat, die Wunden sind fast verheilt. Auch hat die Mutter
realisiert, dass ihr Junge viel weniger aggressiv ist, wenn er nicht
festgebunden wird! Nicht groß verändert hat sich allerdings
die schlechte soziale Situation von Mutter und Sohn. Das letzte Mal
wurde uns erzählt, der Vater habe die Familie verlassen, dieses
Mal erfahren wir aber die bittere Wahrheit: die Es
gäbe noch viele Geschichten zu erzählen, die uns ans Herz
gegangen sind und die wir mit uns nehmen dürfen. Zufrieden und
mit einer großen Ruhe im Innern verlassen wir diese beeindruckende
Gegend und kehren nach acht Tagen Reis und Gemüse nach Leh zurück,
wo's erst mal Cordon bleu gibt!
Kitchen on the road |
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