Teilnehmer:
Tundup, Chuskit, Michael, Kathi, Palmo
Am
29. Oktober starteten wir voll bepackt mit Hilfsmitteln und Verpflegung
in Richtung Chumatang-Gebiet auf. Wir hatten einige bekannte Patienten
in den Gebieten des Tso Moriri und des Tso Kar (zwei wunderschön
gelegene Seen). Zusätzlich bekamen wir Informationen über
Nomadenkinder, die ebenfalls unsere Hilfe benötigen würden.
Nachdem wir auf dem Weg unserer Anreise drei Patienten besucht hatten,
konnten wir uns abends in einem warmen Raum einquartieren. Wir hatten
großes Glück, eine Regierungsunterkunft direkt neben
heißen Quellen zu ergattern. Da einige Wasserleitungen im
Boden des Zimmers verlegt waren, wurde der Raum so auf natürliche
Weise geheizt.

Arbeit
mit den Nomaden
Am nächsten Tag konnten Palmo, Chuskit und Tundup fünf
Patienten in einer restricted area besuchen. Da dieses Gebiet an
China grenzt, war es Kathi und mir leider nicht möglich mitzukommen.
Tundup und Chuskit konnten erfolgreiche Behandlungen durchführen,
Hilfsmaterialien anpassen und das eine oder andere Kleidungsstück
zurück lassen.

Chuskit
und Tundup behandeln einen Patienten
Am Nachmittag machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum Tsi
Moriri See. In einer nomadischen Zeltstadt, die wir durchfuhren,
fragten wir nach behinderten Menschen. Einem vierjährigen Mädchen
mit leichter Hemiparese konnten wir mit der Anfertigung einer Fußorthese
helfen. Es war sehr schön zu sehen, dass dieses einfache Mittel
soviel bewirkt und dem Kind das Gehen ermöglicht. Am Abend
besuchten wir dann noch einen Jungen, der starke mentale Einschränkungen
hat. Wir hinterließen ihm passendes Spielzeug und konnten
den Eltern einige gute Tipps geben.

Tundup
fertig einen Splint an
Der nächste Tag führte uns in eine Schule, in der wir
ein Mädchen mit Beinlängendifferenz besuchten. Da sich
herausstellte, dass ihr rechtes Hüftgelenk subluxiert ist,
baten wir sie und ihren Vater, in Leh den Orthopäden aufzusuchen,
um ihr Problem genauer zu diagnostizieren. Auf diesem Weg ist es
uns oft auch möglich, die Patienten dann in Leh wieder zu sehen
und dort zu behandeln. Die letzten Patienten wohnten weit draußen
in einem entlegenen Tal. Ihre Nomadenzeltstadt konnten wir nur durch
das Verfolgen vereinzelter Jeepspuren finden. Auch hier konnten
wir fördernde Spielsachen und Therapiematerialien hinterlassen
und den Eltern wichtige Tipps und Anregungen für den Umgang
mit ihren behinderten Kindern auf den Weg geben.

Auf
der Suche nach der Nomadenstadt
Nach den erfolgreichen, intensiven und ausgefüllten drei Tagen
konnten wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Leh machen. Müde
und hungrig kamen wir dann am Spätabend an und konnten eine
befriedigende Bilanz des Chumatangfieldtrips Okt. 08 ziehen.

Chuskit
kocht für das Team - Wir bringen immer unsere eigenen Essvorräte
und Kochutensilien mit
Bericht von Michael Karl, Ergotherapeut