Fieldtrip nach Chumatang

vom 29.10.-01.11.2008

Teilnehmer: Tundup, Chuskit, Michael, Kathi, Palmo

Am 29. Oktober starteten wir voll bepackt mit Hilfsmitteln und Verpflegung in Richtung Chumatang-Gebiet auf. Wir hatten einige bekannte Patienten in den Gebieten des Tso Moriri und des Tso Kar (zwei wunderschön gelegene Seen). Zusätzlich bekamen wir Informationen über Nomadenkinder, die ebenfalls unsere Hilfe benötigen würden. Nachdem wir auf dem Weg unserer Anreise drei Patienten besucht hatten, konnten wir uns abends in einem warmen Raum einquartieren. Wir hatten großes Glück, eine Regierungsunterkunft direkt neben heißen Quellen zu ergattern. Da einige Wasserleitungen im Boden des Zimmers verlegt waren, wurde der Raum so auf natürliche Weise geheizt.

Arbeit mit den Nomaden


Am nächsten Tag konnten Palmo, Chuskit und Tundup fünf Patienten in einer restricted area besuchen. Da dieses Gebiet an China grenzt, war es Kathi und mir leider nicht möglich mitzukommen. Tundup und Chuskit konnten erfolgreiche Behandlungen durchführen, Hilfsmaterialien anpassen und das eine oder andere Kleidungsstück zurück lassen.

Chuskit und Tundup behandeln einen Patienten


Am Nachmittag machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum Tsi Moriri See. In einer nomadischen Zeltstadt, die wir durchfuhren, fragten wir nach behinderten Menschen. Einem vierjährigen Mädchen mit leichter Hemiparese konnten wir mit der Anfertigung einer Fußorthese helfen. Es war sehr schön zu sehen, dass dieses einfache Mittel soviel bewirkt und dem Kind das Gehen ermöglicht. Am Abend besuchten wir dann noch einen Jungen, der starke mentale Einschränkungen hat. Wir hinterließen ihm passendes Spielzeug und konnten den Eltern einige gute Tipps geben.

Tundup fertig einen Splint an


Der nächste Tag führte uns in eine Schule, in der wir ein Mädchen mit Beinlängendifferenz besuchten. Da sich herausstellte, dass ihr rechtes Hüftgelenk subluxiert ist, baten wir sie und ihren Vater, in Leh den Orthopäden aufzusuchen, um ihr Problem genauer zu diagnostizieren. Auf diesem Weg ist es uns oft auch möglich, die Patienten dann in Leh wieder zu sehen und dort zu behandeln. Die letzten Patienten wohnten weit draußen in einem entlegenen Tal. Ihre Nomadenzeltstadt konnten wir nur durch das Verfolgen vereinzelter Jeepspuren finden. Auch hier konnten wir fördernde Spielsachen und Therapiematerialien hinterlassen und den Eltern wichtige Tipps und Anregungen für den Umgang mit ihren behinderten Kindern auf den Weg geben.

Auf der Suche nach der Nomadenstadt


Nach den erfolgreichen, intensiven und ausgefüllten drei Tagen konnten wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Leh machen. Müde und hungrig kamen wir dann am Spätabend an und konnten eine befriedigende Bilanz des Chumatangfieldtrips Okt. 08 ziehen.

Chuskit kocht für das Team - Wir bringen immer unsere eigenen Essvorräte und Kochutensilien mit


Bericht von Michael Karl, Ergotherapeut



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