Besuch in Chumatang, Februar 2008

Chumatangtrip vom 22.-23.2.08
Johanna, Jule, Julia, Chuskit, Kunzang, Tundup und Kunzang von PAGIR

Am 22.2.08 machten wir uns auf den Weg nach Chumatang, Nyoma-Block. Dank Kunzangs Engagement im voraus hatten wir sogar einen Rollstuhl im Gepäck und machten unterwegs Stopp bei Tsering Tundup, um der Familie den Rollstuhl zu bringen. Mit dem Rollstuhl erhoffen wir uns eine bessere Integration des kleinen Jungen in den Familienalltag und mehr Teilhabe am täglichen Leben, da Tundup sonst sehr viel Zeit alleine in einem dunklen Zimmer verbringt. Nach Einweisung der Mutter und Healthworker in das Handling des Rollis ließen wir einen zufriedenen Patienten zurück.

Tsering Tundup mit seinem neuen Rollstuhl

Bis hierher war unsere Mission Chumatang also ganz erfolgreich, doch das änderte sich schon bei den nächsten beiden Patienten, die beide nicht zu Hause waren, sondern in Leh, wo wir gerade herkamen. Da sieht man mal wieder wie einfach wir es doch in der westlichen Welt haben mit unseren ganzen modernen Kommunikationsmitteln wie einem Telefon.


Nach einem späten Lunch in Chumatang wollten wir aber doch noch einen Patienten behandeln. Auf dem Weg dort hin hielt man uns am Medical Center an, um uns mitzuteilen, dass das Kind (Youdol Palmo) im Dezember leider verstorben sei. Traurig und unbefriedigt fuhren wir ins Guesthouse.

Youdol Palmo mit extremen Ventilationsproblemen


Wenigstens die Hot Springs in Chumatang waren da, wo sie hingehören und so konnten wir nach diesem langen kalten Winter endlich ein ausgiebiges, heißes Bad nehmen. Welche Wohltat!!!

Erst ein heisses Bad in den Quellen, dann...

ein gemütlicher Abend im Guesthouse und ein leckeres Dinner, von Chuskit und Kunzang gekocht, rundeten den Tag dann doch noch gut ab.


Am nächsten Morgen fuhren wir noch ein Stück weiter um in der Restricted Area noch eine Patientin für eine Schuhversorgung zu treffen. Wir treffen die 19 jährige Rinchen bei der Arbeit zusammen mit vielen anderen Straßenarbeitern an. Bei einem Gespräch mit dem Chef der Arbeiterkollonne bekamen wir das Versprechen, dass er sich weiterhin darum bemühen wird, Rinchen in die Arbeit zu integrieren und es ihr somit ermöglicht wird, etwas Geld zu verdienen.

Ein Besuch bei Rinchen, die im Strassenbau Arbeit gefunden hat - Rinchens Arbeitsplatz


Auf den Rückweg nach Leh beschlossen wir kurzerhand noch bei unserem Chuchot Kind Padma in Shara vorbei zuschauen. Padma war zu Hause und freute sichtlich darüber, in den langen Schulferien Besuch und Behandlung von den Physios zu bekommen.
Physiotherapeutisch war dieser Chumatangtrip zwar nicht ganz so erfolgreich, wie wir es uns erhofft hatten. Dennoch trug die Reise dazu bei, den Menschen in den weiter ab von Leh gelegenen Gebieten zu zeigen, dass wir immer wieder kommen und uns um sie kümmern.
Und die heißen Quellen haben uns auch sehr gut getan……

Bericht von Jule Blach



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