Abschlussbericht
von Alexandra Ungar
Einsatz
vom 03.02.09 - 31.05.09
Meine
Zeit in Ladakh
Schon
seit vielen Jahren stand für mich fest, dass ich nach Beendigung
meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin einen Freiwilligeneinsatz
im Ausland leisten möchte.
Das
Erlernte und meine bereits gesammelten Erfahrungen wollte ich dort
einbringen, wo es am nötigsten ist und wo noch keine breite Basis
für Menschen mit Behinderung besteht.
Als
ich dann im November 2008 Mitglieder von Ladakh-Hilfe e.V. beim Weitsichtfestival
in Frankfurt kennenlernte, hatte ich mein Projekt gefunden.
Endlich
schien eine Stillung meines Fernwehs und meiner Neugier auf fremde
Kulturen in Sicht.
Mein
Einsatz in Ladakh dauerte von Anfang Februar bis Ende Mai.

Alexandra
mit Stanzin und Thugjay
Der
Wechsel vom Winter in den Sommer, von Schnee und Eis zum Blühen
der Aprikosenbäume, war ein einmaliges Naturerlebnis.
Ich
habe es als unheimliche Bereicherung erlebt, so eng mit Physio- und
Ergotherapeuten zusammen zu arbeiten. Durch diesen Einblick wurde
meine Weitsicht für Menschen mit Behinderung umfassender und
ich durfte sehr viel dazu lernen.
Durch
die Homevisits und ganz besonders bei den Fieldtrips, bekommt man
einen tiefen Einblick in das Leben der Familien und kann unheimlich
viel von der Kultur und an unvergesslichen Bildern mitnehmen.
Was
mir vor dem Antritt meiner Reise nicht klar war, war die kulturell
bedingte Tatsache, dass Meinungsverschiedenheiten nicht offen angesprochen
oder diskutiert werden. Damit hatte ich persönlich meine Schwierigkeiten,
weil ich die Arbeit in einem Team bisher völlig anders kennengelernt
habe und die offene Kommunikation bevorzuge und für meine Arbeit
unverzichtbar finde.
Das
Fassen von Entschlüssen und die Umsetzung von Zielen braucht
in Ladakh ungewohnt viel Zeit. Das musste auch ich lernen.
Nichts
desto trotz bin ich sehr froh diesen Schritt gemacht zu haben und
dieses Land mit seinen so gastfreundlichen Menschen und seinen hohen
Pässen kennengelernt zu haben.
Alexandra
Ungar, Heilerziehungspflegerin