Abschlußbericht Larissa, 2. Juni 2011

Larissas Praktikum in Leh

Ein altes Sprichwort aus dem Sanskrit sagt: "Hundert göttliche Zeitalter würden nicht reichen, um alle Wunder des Himalaya zu beschreiben", und mir scheint es fast unmöglich eine Sprache zu finden, in der ich alle meinen Erlebnisse und erlebten Wunder in Ladakh, dem Land der Pässe, erzählen könnte außer diese eine:

von Herz zu Herz....

 



Durch Jule Blach, die schon das zweite Mal den Winter in Ladakh verbrachte, kam ich dazu, mein Sozialpraktikum - welches auf der Freien Waldorfschule Wahlwies in der 11. Klasse satt findet- in Leh, der Hauptstadt Ladakhs, bei REWA absolvieren zu können. Jule Blach hatte ich in der Erlebnispädagogik letztes Jahr kennengelernt und so machte ich mich auf die Reise in das ferne Ladakh, um unter ihrer Supervision mit Ihr die Erlebnispädagogik auszuüben. Mit einem großen Koffer voller Zirkussachen, den wir vom Jugendwerk in Gailingen am Hochrhein gesponsert bekommen haben, landete ich dann endlich auf 3600m in Leh und konnte es kaum fassen, sofort war alle Müdigkeit wie weg geblasen. Karge, aber gigantische Berge umgaben einen und überall sah man fröhliche Menschen, die einen freudig grüßten und das bekannte "Julley"(=Hallo!) entgegen riefen.


Doch von wegen gleich alles erkunden - in den ersten Tagen war nur Ruhe angesagt, da man sich ja erst akklimatisieren muß. Aber nachdem die Eingewöhnungszeit endlich vorbei war und ich das erstemal ins RAC durfte, das Therapiezentrum in Leh, war ich nicht mehr zu bremsen.


Die erste Woche schaute ich bei den Therapien größtenteils zu und half mit wo ich konnte, doch bald begann ich auch das ein oder andere Kind mit zu behandeln, was mir auch sehr viel Freude bereitete und ich immer wieder dazu lernen konnte. Im Chuchot Hostel machte ich mit den Kindern jeden Mittwoch viel Zirkus, während die Physiotherapeuten behandelten, und ich hatte eine Menge Spaß zusammen mit den Kindern. Viele der Kinder waren sehr lernfähig und konnten z.B. Tellerdrehen sehr schnell erlernen. Bei der Akrobatik bangten Jule und ich des öfteren um das Wohl der Kinder, da sie sehr wild herumtollten und waghalsige Kunststücke vollführten, jedoch ging immer alles gut und sie hatten riesigen Spaß dabei.


Jeden Donnerstag kümmerte ich mich um ein autistisches Mädchen, die einem gerne an den Haaren zog. Mit ihr war es sehr spannend und ich lernte viel, da ich immer wieder versuchte sie in ihrer eigenen Welt einzufangen, um mit ihr arbeiten zu können. doch es klappte nicht immer und ich kam auch an meine Grenzen.
Durch die Arbeit konnte ich das Leben der Ladakhis viel näher kennenlernen und richtig eintauchen in die fremde Kultur. Ich bin sehr dankbar diese 6 Wochen in Ladakh erlebt haben zu dürfen und danke allen Menschen, die mir diese Zeit so sehr bereichert haben. Ich hoffe ich werde alle bald wieder sehen.

Julley to Ladakh!



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