Ich
war nur 2 Monate in Ladakh, doch diese waren sehr erlebnisreich
und es wurde einiges geschaffen. Ich wurde sehr herzlich von Allen
empfangen und auch die neue Unterkunft in Dolkers Haus war gemütlich
und man hatte alles, was man benötigte. Bis auf einiges an
Obst und Gemüse musste ich keine großen Entbehrungen
machen. Ich hatte einen milden Winter erwischt und die Sonne schien
fast jeden Tag, sodass man fast täglich die atemberaubende
Landschaft genießen konnte.
Die
therapeutische Arbeit umfasste im Monat Januar nur Hausbesuche,
da das Therapiezentrum aufgrund der Heizung noch nicht fertig war.
So hatte ich die Möglichkeit das Familienleben hautnah zu erleben.
Wir wurden immer mit Tee und zum Teil Gebäck (welches sehr
köstlich war) bewirtet. Die Therapie fand dann im Haus oder
draußen statt. Die Kinder waren sehr offen, wenn man bedenkt,
dass fast alle 2 Monate neue Therapeuten kommen. Auch haben wir
einen Fieldtrip nach Da-Hanu und Timosgang gemacht, wo wir den Kindern
warme Kleidung und orthopädische Schuhe gebracht haben. Die
Familien wurden angeleitet und waren dankbar über die Sachen.
Im
Februar, als dann auch Simone und Alexandra kamen, fand die Therapie
dann 3-mal die Woche im Therapiezentrum statt. Ich habe nur die
Anfänge mitbekommen und es gab viel Arbeit organisatorisch
sowohl auch therapeutisch alles zum Laufen zu bringen. An die kleinen
Hindernisse wie Heizungsausfall gewöhnt man sich. Auch haben
wir zusammen versucht, die therapeutische Arbeit zu strukturieren
und die Zeit effektiv zu nutzen. Dies geschah immer in Absprache
mit den Locals. Die Umsetzung dauerte etwas, aber man darf auch
nicht Indien mit Deutschland vergleichen. Man gewinnt auf jeden
Fall ein Stück mehr Gelassenheit im Alltagsleben. Aber für
die Arbeit ist auch die konsequente Durchführung der gesteckten
Ziele notwendig. Die Zusammenarbeit mit Simone und Alexandra war
sehr schön. Der Austausch untereinander war wichtig und jeder
hat andere Ideen mit eingebracht.
Am Wochenende hatten wir dann Zeit die Gegend um Leh zu erkunden.
Es war wunderschön, eine solche Vielfalt an Bergen und auch
liebenswerte Menschen kennen lernen zu dürfen. Über das,
was ich in den 2 Monaten mit bekommen habe, kann ich sagen, dass
Ladakh eine sehr interessante und schöne Kultur hat. Auch wird
viel in Leh durch andere Hilfsorganisationen unternommen, die Menschen
dort zu unterstützen. Alles in allem war es eine sehr erfahrungsreiche
und lehrreiche Zeit in allen Lebensbereichen.
Anne
Adamscheck, Ergotherapeutin