Abschlussbericht von Anne Adamscheck

Einsatz vom 01.01.09-22.02.09

Ich war nur 2 Monate in Ladakh, doch diese waren sehr erlebnisreich und es wurde einiges geschaffen. Ich wurde sehr herzlich von Allen empfangen und auch die neue Unterkunft in Dolkers Haus war gemütlich und man hatte alles, was man benötigte. Bis auf einiges an Obst und Gemüse musste ich keine großen Entbehrungen machen. Ich hatte einen milden Winter erwischt und die Sonne schien fast jeden Tag, sodass man fast täglich die atemberaubende Landschaft genießen konnte.

Die therapeutische Arbeit umfasste im Monat Januar nur Hausbesuche, da das Therapiezentrum aufgrund der Heizung noch nicht fertig war. So hatte ich die Möglichkeit das Familienleben hautnah zu erleben. Wir wurden immer mit Tee und zum Teil Gebäck (welches sehr köstlich war) bewirtet. Die Therapie fand dann im Haus oder draußen statt. Die Kinder waren sehr offen, wenn man bedenkt, dass fast alle 2 Monate neue Therapeuten kommen. Auch haben wir einen Fieldtrip nach Da-Hanu und Timosgang gemacht, wo wir den Kindern warme Kleidung und orthopädische Schuhe gebracht haben. Die Familien wurden angeleitet und waren dankbar über die Sachen.

Im Februar, als dann auch Simone und Alexandra kamen, fand die Therapie dann 3-mal die Woche im Therapiezentrum statt. Ich habe nur die Anfänge mitbekommen und es gab viel Arbeit organisatorisch sowohl auch therapeutisch alles zum Laufen zu bringen. An die kleinen Hindernisse wie Heizungsausfall gewöhnt man sich. Auch haben wir zusammen versucht, die therapeutische Arbeit zu strukturieren und die Zeit effektiv zu nutzen. Dies geschah immer in Absprache mit den Locals. Die Umsetzung dauerte etwas, aber man darf auch nicht Indien mit Deutschland vergleichen. Man gewinnt auf jeden Fall ein Stück mehr Gelassenheit im Alltagsleben. Aber für die Arbeit ist auch die konsequente Durchführung der gesteckten Ziele notwendig. Die Zusammenarbeit mit Simone und Alexandra war sehr schön. Der Austausch untereinander war wichtig und jeder hat andere Ideen mit eingebracht.


Am Wochenende hatten wir dann Zeit die Gegend um Leh zu erkunden. Es war wunderschön, eine solche Vielfalt an Bergen und auch liebenswerte Menschen kennen lernen zu dürfen. Über das, was ich in den 2 Monaten mit bekommen habe, kann ich sagen, dass Ladakh eine sehr interessante und schöne Kultur hat. Auch wird viel in Leh durch andere Hilfsorganisationen unternommen, die Menschen dort zu unterstützen. Alles in allem war es eine sehr erfahrungsreiche und lehrreiche Zeit in allen Lebensbereichen.

Anne Adamscheck, Ergotherapeutin



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