Abschlussbericht
Ergotherapeutin Sarah Denlöffel
Juni
2010
Nach
meiner Ergotherapie-Ausbildung stand für mich fest, dass ich
einige Monate in einem Projekt im Ausland absolvieren möchte.
Im Internet stieß ich auf "Ladakh-Hilfe" und war sofort
begeistert davon. Als ich den Bescheid bekam, dass ich nach Ladakh
gehen kann, freute ich mich riesig, denn ich stellte mir das Ganze
als einmalige, unvergessliche Erfahrung vor und fing sogleich an,
mich über Land und Leute einzulesen
Ende
Februar kam ich in Leh an und war überwältigt von dem gewaltigen
Eindruck, den der Flug über den schneebedeckten Himalaya bei
mir hinterlassen hatte. Die ganze Umgebung war viel beeindruckender
und atemberaubender, als in Büchern beschrieben und auch die
Menschen empfingen mich mit einer Herzlichkeit, die mich sehr berührt
hat.
Nach
einem Erholungs- und Anklimatisierungswochenende ging es am Montag
dann los, zum ersten Mal ins RAC ans Therapieren. Ich war überrascht,
wie gut das Therapiezentrum ausgestattet ist und freute mich auf die
Kinder. Meine anfängliche Nervosität beim Behandeln eines
für mich neuen Kindes konnte ich nach und nach ablegen, wodurch
mir das Arbeiten umso mehr Freude machte. Auch war ich in Co-Therapien
zusammen mit den Locals erstaunt, wie viel Wissen sie bereits haben
und wie sie dies umsetzen. Neben dem Arbeiten im RAC, machte es mir
auch großen Spaß, auf Homevisits, Schoolvisits und den
Fieldtrip zu gehen, und so die Kultur sowie das Leben der Ladakhis
aus nächster Nähe erfahren zu können. Dies war extrem
spannend und einige der Kinder sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Trotzdem gab es für mich als Berufsanfängerin immer wieder
Herausforderungen, die ich zu meistern hatte. Vor allem in den ersten
Wochen fand ich das Volontär-Image der "Experten" nicht
immer einfach und hatte das Gefühl, oft etwas ins kalte Wasser
geschmissen zu werden (aber im positiven Sinn, denn eine Anfänger-Therapie
ist immerhin besser als gar keine Therapie :)
Auch
wir Volontäre untereinander hatten es sehr gut zusammen
Vor allem an den Wochenenden unternahmen wir Wanderungen, Klosterbesichtigungen,
Homestays, gingen an Klosterfestivals etc. und hatten das Glück,
aufgrund der Nebensaison meistens die einzigen Touristen zu sein.
Ich genoss es, so die Einheimischen näher kennenzulernen und
stundenlang in diversen Shops zu sitzen um Tee zu trinken, sich von
der Kälte aufzuwärmen und über Gott und die Welt zu
unterhalten
Alles
in allem waren diese Monate wirklich eine einmalige, unvergessliche
Erfahrung, die mir sowohl als Therapeutin wie auch persönlich
seeeeeeeeeehr viel gebracht hat :. Der Abschied fiel nicht leicht
Ich möchte mich bei allen bedanken, die diese Zeit in Ladakh
so besonders gemacht haben
Angefangen mit den Volunteers Anke,
Suse, Sarah & Armin und natürlich auch die Locals Dolkar,
Kunzang, Chuskit, Norbu, Othzer und Mr. David, die ja neben Karola
irgendwie das Herzblut von "Ladakh-Hilfe" sind. Ihr seid
spitze, macht weiter so!









Sarah Denlöffel, Ergotherapeutin