Abschlussbericht von Anja Eichberg

13.04.09 - 02.06.09

Die letzten acht Wochen waren die Ungewöhnlisten meines Lebens.
Ich konnte atemberaubend andere Landschaften kennen lernen, die ich ohne Hilfe von Bildern zuhause niemandem beschreiben könnte. Mich beeindruckt noch immer wie über allem die schneebedeckten Gipfel des Himalayagebirges thronen und wie der meistens strahlend blaue Himmel im Kontrast zu der trockenen und staubigen Hochgebirgswüste Ladakhs wirkt.

Das Arbeiten mit den Kindern reizte mich sehr, da ich bisher nur Erfahrungen mit Erwachsenen im neurologischen Bereich hatte. Ich musste mein bisheriges Arbeitsvorgehen komplett ablegen und mich völlig neu auf die jetzt benötigten Anforderungen einstellen. Was nach 10 Jahren Berufstätigkeit in Deutschland eine interessante und bereichernde Herausforderung für mich darstellte. Das Schwierigste am Anfang war für mich meinen persönlichen Erfolgsdruck runterzuschrauben und mich auf den ladakhischen Rhythmus einzustellen. Jede Therapieeinheit mit den Kindern ist eine gute Zeit für sie, das habe ich dann schnell gespürt.
Was ich als sehr zufrieden stellend empfand, war zu sehen, wie die einheimischen Angestellten sehr gut die von uns erlernten Behandlungstechniken bei ihren Patienten anwendeten.
Ich denke das ist eines der großen Ziele unseres Einsatzes hier in Leh.
Ebenso eine interessante Erfahrung war es, in einem Team mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zu arbeiten und auf zwischenmenschliche wie organisatorische Probleme angepasst zu reagieren.

Welche Bedeutung dieser freiwillige Einsatz in meinem weitern Leben haben wird werde ich wohl erst zu Hause realisieren, ich hoffe die Erfahrungen und Eindrücke positiv einsetzen zu können.

Ich danke allen die mich während meines Aufenthaltes unterstützt haben, ganz besonders meiner Familie und meinem Freund für ihre Liebe und ihr Vertrauen.

Anja Eichberg
PT




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