Abschlussbericht
von Anja Raab, 15.5.2009
Meine
Zeit in Ladakh
Lange
dauert die Vorbereitungszeit zu Hause, die richtige Organisation finden,
das passende Projekt, unbezahlte Ferien beantragen, Versicherungen
und Finanzierung klären, usw.
Wenn man dann endlich am Flughafen in Leh steht und darauf wartet
abgeholt zu werden, realisiert man erst langsam, in welch fremder
Welt man sich jetzt eigentlich befindet. Aber abgesehen von der Müdigkeit
und der Kurzatmigkeit auf 3500m in Leh war ich sehr, sehr gespannt
auf das Abenteuer Ladakh.
Bereits
am Flughafen wurde ich von den anderen Freiwilligen Christiane und
Alexandra und von Dolkar herzlich willkommen. Das Zusammenleben in
der Guesthouse-WG mit Christiane, Alexandra und dann 2 Wochen später
auch noch mit Anni war einfach nur toll. Man konnte immer aufeinander
zählen und war füreinander da, auch wenn es mal nicht so
gut lief. Wir haben zusammen Lebensmittel gekauft, zusammen gekocht,
haben unsere Lachmuskeln beansprucht und hatten einfach ganz viel
Spaß. Es war für mich ganz wichtig, so wunderbare Menschen
um mich zu haben.

Um
von Anfang an einen engen Bezug zu Ladakh-Hilfe zu haben, wäre
es sehr gut, in den ersten Tagen hier in Leh ein persönliches
Telefongespräch mit Karola führen zu können.
In diesem Gespräch könnte sie die Freiwilligen noch mal
kurz über das von ihnen Erwartete informieren und somit spätere
Unklarheiten vermeiden. Es stehen viele Infos auf der Homepage, aber
in Europa hat man noch gar keinen Bezug zu den Namen, Homevisits,
Fieldtripps,
erst vor Ort kann man sich dazu ein Bild machen.
Auch
die Arbeit mit REWA war ein spannendes Abenteuer. Es braucht etwas
Eingewöhnungszeit, um den Ablauf kennen zu lernen, aber dann
geht es sehr gut.
Anfangs war mir auch nicht ganz klar, wie weit meine Kompetenzen gehen
und wie groß mein Aufgabenbereich ist, aber das lässt sich
alles raus finden.
Am Besten hat mir gefallen, dass man sowohl im RAC mit den Familienangehörigen,
als auch bei den Homevisits einen sehr engen Kontakt zu den Einheimischen
hat. Somit kann man das Leben und die Kultur der Ladakhi wirklich
hautnah miterleben.
Ich hoffe auch mit meinen 2 Workshops über Atemtherapie und über
Muskelfunktionstests den Locals gute fachliche Infos weitergegeben
zu haben. Sie waren sehr interessiert und haben sich viele Notizen
gemacht. Auch ich konnte von ihnen sehr viel lernen, da sie schon
sehr lange mit den Kindern arbeiten. Somit war es ein ständiger
und interessanter Austausch.

Anja
und Rezwana
Die
Landschaft in Ladakh, der Kontrast zwischen Hochgebirgswüste
und schneebedeckten Bergen, die Gastfreundschaft der Ladakhi und die
Allgegenwärtigkeit der verschiedenen Glaubensrichtungen haben
mich sehr fasziniert. Es ist ein atemberaubendes Land und ich durfte
eine sehr spannende und intensive Zeit hier erleben.
Danke
vielmal an alle, die mich in dieser Zeit so liebevoll unterstützt
haben
..Anja Raab, Physiotherapeutin