von
Gabi Moder
Teilnehmer:
Tundup, Chuskit, Judith, Gabi
Neben
den Aufgaben im MAC und den Homevisits in und um Leh stehen auch
regelmaessige Besuche der Patienten in den entlegeneren Doerfern
Ladakhs auf dem Programm. Nun ist es wieder an der Zeit die Kinder
in Tingmogang (die Einheimischen sagen "Temisgang") zu
besuchen, ihnen diverse Hilfsmittel zu bringen und sie zu behandeln.
Temisgang liegt 89 km westlich von Leh, das heisst also gute drei
Stunden Fahrt mit unserem komfortablen Jeep. Wir duesen durch die
herbstliche Berglandschaft - unser staendiger Begleiter der tiefblaue
wolkenlose Himmel.

Temisgam
im Herbst
Am ersten Tag besuchen wir Urgyal, der so gerne zur Schule geht
und deshalb erst am Nachmittag besucht werden moechte. Und so gewissenhaft
und gern er zur Schule geht, so macht er das auch mit seinen Uebungen.
Es macht Spass ihm Bewegungs- und Atemuebungen zu zeigen. Er wird
dann auch belohnt mit einem flotten Fussballmatch.



Urgyan
am Kippbrett, bei Übungen und mit Gabi und Chuskit
Am naechsten Morgen starten wir frueh, weil auch Stanzin, unsere
naechste Patientin, eine gewissenhafte Schuelerin ist, noch vor
der Schule behandelt werden soll. Sie ist etwas schuechtern und
macht die Koordinations- und Uebungen fuer die Feinmotorik zuerst
etwas zoegerlich mit. Doch beim Volleyballspielen mit dem Nachbarn
und Tundup taut sie langsam auf.
Gleich
ein paar Haeuser weiter besuchen wir Jigmet, die neue Schienen zum
Stehen bekommen soll. Leider ist das Anfertigen dieser fuer sie
eine Tortour und wir alle sind froh, als wir sie fertig haben. Auch
sie ist ein Sonnenschein und schenkt uns zum Schluss schon wieder
ein Laecheln.



Jigmet
mit Schiene, stehend und sitzend
Die
letzte Patientin, Stanzin, wohnt ganz hinten oben im Tal mit herrlicher
Aussicht. Sie kann, wie auch Jigmet, aufgrund ihrer geistigen Behinderung
die Schule nicht besuchen. Sie erwartet uns schon in ihrem Rollstuhl
in der warmen Herbstsonne sitzend. Auch sie empfaengt uns mit einem
herzlichen Lachen und arbeitet gerne mit. Wir versuchen ihre Freude
am Stehen durch einen Blick aus dem Fenster zu verstaerken. Dann
adaptieren wir ihren etwas zu grossen Rollstuhl. Weil sie so gerne
mit dem Luftballon spielt, befestigt Judith auch gleich einen am
Rolli.

Stanzin
in der Mitte der Helfer
Nach einem guten Essen und viel Tee, dem man bei den gastfreundlichen
Ladakhis nie entgeht, verabschieden wir uns von der Familie und
von diesem schoenen Ort. Wir brechen auf mit einem angenehmen Gefuehl
im Herzen. Wir wurden von den Menschen sehr positiv empfangen, wohl
auch durch unsere zwei netten einheimischen Mitarbeiter Tundup und
Chuskit, die ihre Arbeit mit viel Herz und Engagement machen.

Temisgam
Oktober 2007