Bericht Homevisits Timosgang

25.-26. Oktober 2007

von Gabi Moder

Teilnehmer: Tundup, Chuskit, Judith, Gabi

Neben den Aufgaben im MAC und den Homevisits in und um Leh stehen auch regelmaessige Besuche der Patienten in den entlegeneren Doerfern Ladakhs auf dem Programm. Nun ist es wieder an der Zeit die Kinder in Tingmogang (die Einheimischen sagen "Temisgang") zu besuchen, ihnen diverse Hilfsmittel zu bringen und sie zu behandeln. Temisgang liegt 89 km westlich von Leh, das heisst also gute drei Stunden Fahrt mit unserem komfortablen Jeep. Wir duesen durch die herbstliche Berglandschaft - unser staendiger Begleiter der tiefblaue wolkenlose Himmel.

Temisgam im Herbst


Am ersten Tag besuchen wir Urgyal, der so gerne zur Schule geht und deshalb erst am Nachmittag besucht werden moechte. Und so gewissenhaft und gern er zur Schule geht, so macht er das auch mit seinen Uebungen. Es macht Spass ihm Bewegungs- und Atemuebungen zu zeigen. Er wird dann auch belohnt mit einem flotten Fussballmatch.

Urgyan am Kippbrett, bei Übungen und mit Gabi und Chuskit


Am naechsten Morgen starten wir frueh, weil auch Stanzin, unsere naechste Patientin, eine gewissenhafte Schuelerin ist, noch vor der Schule behandelt werden soll. Sie ist etwas schuechtern und macht die Koordinations- und Uebungen fuer die Feinmotorik zuerst etwas zoegerlich mit. Doch beim Volleyballspielen mit dem Nachbarn und Tundup taut sie langsam auf.

Gleich ein paar Haeuser weiter besuchen wir Jigmet, die neue Schienen zum Stehen bekommen soll. Leider ist das Anfertigen dieser fuer sie eine Tortour und wir alle sind froh, als wir sie fertig haben. Auch sie ist ein Sonnenschein und schenkt uns zum Schluss schon wieder ein Laecheln.

Jigmet mit Schiene, stehend und sitzend

Die letzte Patientin, Stanzin, wohnt ganz hinten oben im Tal mit herrlicher Aussicht. Sie kann, wie auch Jigmet, aufgrund ihrer geistigen Behinderung die Schule nicht besuchen. Sie erwartet uns schon in ihrem Rollstuhl in der warmen Herbstsonne sitzend. Auch sie empfaengt uns mit einem herzlichen Lachen und arbeitet gerne mit. Wir versuchen ihre Freude am Stehen durch einen Blick aus dem Fenster zu verstaerken. Dann adaptieren wir ihren etwas zu grossen Rollstuhl. Weil sie so gerne mit dem Luftballon spielt, befestigt Judith auch gleich einen am Rolli.

Stanzin in der Mitte der Helfer



Nach einem guten Essen und viel Tee, dem man bei den gastfreundlichen Ladakhis nie entgeht, verabschieden wir uns von der Familie und von diesem schoenen Ort. Wir brechen auf mit einem angenehmen Gefuehl im Herzen. Wir wurden von den Menschen sehr positiv empfangen, wohl auch durch unsere zwei netten einheimischen Mitarbeiter Tundup und Chuskit, die ihre Arbeit mit viel Herz und Engagement machen.


Temisgam Oktober 2007



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