Temisgam
Fieldtrip am 12.10.2011
Da
am Vortag des Fieldtrips unser Jeep zur Reparatur musste,
wurde entschieden, den Fieldtrip von 2 Tagen auf einen Tag zu verkürzen.
Am Morgen fuhren, wie im Team besprochen, Othzer, Sandra und ich
früh los, um nach einem kleinen Frühstück in Nimmu
frühzeitig Timosgang zu erreichen. Die Abzweigung von dem "Highway"
war mir schon gut bekannt, da ich Anfang August in der Tserkarmo
Monastry bei der Einweihungsfeier der neuen Gompa für mehrere
Tage teilnehmen durfte. Nun ging es also nach Timosgang hinauf und
dann immer weiter und weiter bis tatsächlich fast zum letzten
Haus hoch in dem Tal.

Othzer,
Sandra und Philip
Hier lebt Stanzin Yangdol, der wir einen neuen Rollstuhl mitbrachten.
Die Familie und speziell Stanzin freuten sich sehr darüber.
Wir erlebten Stanzin sehr lebhaft und freudig erregt. Die Stunde
mit der Physiotherapie machte ihr viel Spaß und ich spielte
lange mit ihr mit einem Luftballon, während Othzer und Sandra
ihre Beine mobilisierten. Ihre Eltern berichteten, dass Stanzin
nie so fröhlich sei, wenn ein Familienmitglied mit ihr die
Übungen durchführt. Als wir schließlich gingen war
Stanzin sichtlich traurig.


Rollstuhl
für Stanzin - Stanzin bei den Übungen
Unser 2. Patient, Sangay Jegmet, war nicht zuhause anzutreffen.
Dafür konnten wir 2 Paar neue Schuhe bei seiner Familie abgeben.
Später trafen wir ihn dann aber noch in seiner Schule und eine
Mobilisierung seines verkürzten Beines wurde durchgeführt.
Jegmet Tsewang trafen wir zuhause an. Sie ist von einer Cerebralparese
betroffen. Ihre Arme und Beine wurden von Othzer und Sandra mobilisiert.
Wir stellten fest, dass der Bau eines neuen Corner Chairs für
sie versäumt wurde und dringend bis zum nächsten Fieldtrip
nach Timosgang nachgeholt werden sollte. Zudem halten wir es für
nötig, ihr einen speziellen Trinkbecher beim nächsten
Besuch mitzubringen.
Eine weitere Stanzin Yangdol trafen wir in ihrer Schule an. Umringt
von vielen neugierigen Schülern führten wir mit ihr die
Übungen durch. Im Vordergrund standen Gleichgewichtsübungen,
sowie Übungen zur Dehnung und Kräftigung ihrer schwachen
linken Seite. Zudem stellten wir fest, dass Stanzin auch eine Sprachförderung
benötigt. Ihre Mundmuskulatur ist sehr schwach ausgebildet
und daher spricht sie undeutlich. Beim nächsten Besuch sollte
darauf geachtet werden, dass die anderen Schüler nicht mit
ins Klassenzimmer dürfen, zumal Stanzin von sich aus schon
sehr unsicher und schüchtern wirkt.

Othzer
und Sandra mit Urgyan
In einer weiteren Schule in Timosgang trafen wir dann Sangay Jegmet
und Urgyan Chospel. Mit Urgyan führte Othzer die Mobilisierung
der Beine durch.
Nach Beendigung unserer Homevisits besuchten wir noch das Kloster
Tserkarmo und besichtigten die neue Gompa. Ich konnte weitere bauliche
Fortschritte entdecken und war froh nochmals dort zu sein. Nach
kurzem Vesper machten wir uns dann auf die Heimfahrt zurück
nach Leh (ca. 2 ½ Stunden).
Bericht
von Philip Hoheisel