Wohnen
in Ladakh
Renovierung
unerer Wohnung im Oktober 2006
Die Einrichtung
musste aufs Neue verbessert und aufgestockt werden. Vorhangschienen
fehlten überall, Vorhänge wurden genäht, Sitzpolster
und -Teppiche gekauft und der Bau eines speziellen Schreibtisches
in Auftrag gegeben. Eine neue Solarlampe soll im Winter bei Stromausfall
besseres Licht spenden als tropfende Kerzen. Holzleisten an den Wänden
bieten die Möglichkeit, Bilder und Utensilien aufzuhängen,
ohne Löcher in die Wände schlagen zu müssen. An jeder
Türe wurden innen und außen Schienen mit Metallhaken für
Kleidung angebracht. In beiden Bädern gibt es nun eine warme
Matte aus wasserfestem Schaumpolyester (wie bei uns in Deutschland),
ein richtiger "Luxus".

Blick
auf die untere Wohnung nach der Renovierung Ende Oktober 06

Beide
Wohnungen sind jetzt winterfest mit dicken Vorhängen und Plastik
vor den Fenstern (Nov. 06)

Blick
auf die obere Wohnung Ende Oktober 06
Die Möglichkeit
zur Renovierung bot sich nur noch in dieser
letzten Woche im Oktober denn die ganzen angeheuerten Arbeiter ziehen
in der ersten Novemberwoche zurück ins "Valley", in
den Süden. Dorje war es möglich, zwei indische Maler anzustellen,
die auch den ganzen Tag beaufsichtigt werden sollten. Aus zwei veranschlagten
Arbeitstagen wurden durch den schlechten Zustand der Wohnung insgesamt
fünf.
Es ist erstaunlich,
dass diese Leute für 250 INR (ca. 5 Euro) am Tag so eine gute
Arbeit leisten. Es wurde gespachtelt (die Wände bestanden nur
noch aus Löchern) und vergipst, die verrußten Holzdecken
lackiert und alle Wände, Türen, Regale und Fenster gestrichen.
Sehr zufrieden mit der Arbeit der Männer schauten auch die Nachbarn
herein und fingen an, in ihren Wohnungen zu streichen und zu werkeln.
Während der Renovierung erzählte uns ein Nachbar, dass diese
Wohnung seit ihrer Erbauung noch nie gestrichen oder renoviert worden
war.
Beide
Wohnungen mussten winterfest gemacht werden. Dorje brachte Plastikfolien
an den Fenstern außen an, um den Zug zu stoppen (in Ladakh so
üblich). Außerdem wurde in der oberen und unteren Wohnung
je ein Bukhuri-Holzofen aufgestellt und genügend Holz für
den ganzen Winter besorgt. Brennmaterial sollte man rechtzeitig und
ausreichend anschaffen, denn während des Winters gibt es nichts
mehr. Zusätzlich
steht in jeder Wohnung ein Gasofen, der nur in Ausnahmefällen
genutzt werden soll. Die Türen wurden mittels dicken Vorhängen
innen und außen winterfest gemacht.

Blick
vom Wohnzimmer in die Küche Ende Oktober 06

Die
Küche ist jetzt auch fertig (Nov. 06)

Blick
auf die Sitzecke Ende Oktober 06

Blick
ins untere Bad Ende Oktober 06

Blick
in das Wohnzimmer Ende Oktober 06

Im
Wohnzimmer hängen nun die Holzleisten (Nov. 06)

Blick
auf den neuen Schreibtisch, eine Spezialanfertigung, um Raum zu sparen
Oktober 06

Dem
Schreibtisch fehlt noch der Anstrich, der bis nächstes Jahr warten
muß (Oktober 06)


Blick
ins untere Schlafzimmer Nov. 06 = Der Holzofen steht und alles ist
wohnlich
Bericht
von Karola Kostial, 12.11.2006