vom
30.08. - 05.09.07
Von Kathrin Koller
Wir machten
uns am 29.08. auf den Weg. Wir, das waren: Thundup, Chuskit, Norboo,
ein Healthworker, der mit Hilfe kanadischer Spenden, das Camp finanziert
hat, Stefanie und ich. Es ist immer wieder erstaunlich, wie alles
im letzten Moment doch noch klappt. Es wurde nämlich erst ca.
12 Stunden vorher geklärt, wie wir nun eigentlich nach Nyoma
kommen und wer es finanziert..........
Netterweise bekamen wir den Jeep vom Koenig, ein kleiner weißer
Chipsy, für eine holprige Strecke von 180 km. Auf jeden Fall
besser als zu Fuß!
Die Abreise verzögerte sich natürlich, da am Morgen noch
viel zu organisieren war, und somit verließen wir Leh gegen
13 Uhr.
Die Landschaft ist wunderschön und man konnte wie immer träumen
und Pläne schmieden für die kommende Zeit.
Wir kamen gegen 19 Uhr in Nyoma an und das Problem mit der Unterkunft
begann. In Nyoma gibt es kein "Guesthouse", was wohl daran
liegt, dass es in der "Restricted Area" liegt und nie Fremde
kommen. Nun, wir waren jedoch da und wussten nicht wohin......
Nach langem hin und her wurde uns ein Bett angeboten, um uns darin
auszuruhen, bis sich die Frage mit der Unterkunft geregelt hat. Nyoma
liegt auf 4.600 m und das ist schon eine Umstellung. Mit grinsender
Miene nahmen wir die Einladung an und ruhten uns ca. für 45 Min.
aus.
Dann endlich war klar, dass Platz im "Resthouse" war und
somit gab es nur noch das Problem mit dem Abendessen.....
Gegen 22 Uhr war das Essen fertig und Stefanie und ich befanden uns
natürlich schon im Tiefschlaf. Was wir in der Zwischenzeit ebenfalls
nicht mitbekommen hatten, war, dass uns die Einwohner während
des Schlafens neugierig beobachtet hatten. Na ja, wenn schon mal Fremde
da sind, dann muss man das schon ausnutzen, oder??
Am nächsten Morgen wurde uns klar, dass das Resthouse voll war
und für unser Frühstück und Abendessen nicht gesorgt
wurde. Aber wie immer gibt es für alles eine Lösung, man
muss nur die nötige Geduld dafür auf bringen.
Das Camp lief sehr gut und die Healthworker waren sehr interessiert.
Für die Healthworker war auch nicht klar, dass das Camp 7 Tage
dauern soll. Sie wurden nicht informiert und manche waren um die 150
km von ihrem Heimatdorf entfernt. Aber sie nahmen es nach großer
Aufregung erstaunlich gelassen.
Es war praktisch, dass wir diesmal nicht in Leh waren, da wir die
Healthworker von Nyoma gleich mit den Behinderten in ihrem Dorf vertraut
machen konnten.
Anstatt 7 Tage dauerte das Camp nur 5 Tage, da einige der Ärzte
doch nicht kamen. Und somit machten wir uns nach einer gelungenen
Abschlussparty früher als erwartet auf den Heimweg.
Wir nahmen alle Behinderten auf den Weg nach Leh auf: Wir hielten
einfach an und fragten, ob in dem dementsprechenden Dorf welche leben.
Das letzte behinderte Kind schockierte uns ein wenig, da es nur jeweils
einen Finger und eine Zehe hat, wie die Contergankinder in Europa.
Auf Nachfragen, ob die Mutter vielleicht Medikamente während
der Schwangerschaft genommen hatte, erhielten wir ein klares "Nein"......
Etwas bedrückt von der dort herrschenden Situation fuhren wir
weiter und kamen spät abends im vertrauten Leh an.