Bericht vom Trip nachTemisgang im Januar 2007 von Armin Roethlin

Die Fahrt nach Temisgang am 25. Januar 2007:

Am frühen morgen, für unsere Verhältnisse hier in Leh, geht noch nicht alles so leicht von der Hand wie es eigentlich sollte. Aber dummerweise entgleitet Kerstin die Schüssel mit heißem Wasser zum Inhalieren. Sie sitzt zu diesem Zeitpunkt an unserem kniehohen Tischchen und das gesamte Wasser fliesst ihr über die Beine. Dem Kreischen entnehme ich, dass etwas Schlimmes passiert ist. Schnell eile ich ihr zu Hilfe. Die drei Paar an Strümpfen müssen als erstes ausgezogen werden. Die erste grosse Blase an ihrem inneren Knöchel kommt zum Vorschein. Mit kaltem Wasser, welches hier oben im Überfluss vorhanden ist, kühlen wir als erstes die verbrannten Stellen. Einige grosse und kleine Blasen sind nun sichtbar. Die eine Wunde ist fast handtellergross. Wir fragen uns wie Kerstin die stundenlangen Wanderungen in Changtang überstehen wird. Sie entscheidet sich trotzdem für den Leidensweg mit Bandagen aus nicht klebenden sterilen Gazen.
Nachdem wir noch den Reiseprofiant eingekauft haben und Dolker für die Familie zwei DVDs organisiert hat, steht dem Trip mit dem Bus nichts mehr im Wege. Die Fahrt fühlt sich fast wie eine Achterbahnfahrt im Europapark an.

Es ist sehr interessant die Leute zu beobachten die ein- oder aussteigen. Man muss laut pfeifen, dann haelt der Fahrer den Bus an. Wir kommen an wunderschönen Plätzen vorbei entlang des Indus-rivers, der schlussendlich nach Pakistan fliesst. Der Fluss ist an vielen Stellen völlig zugefroren. Fast im ganzen Verlauf ist viel Eis an beiden Flussufern wie angewachsen, das manchmal sehr dick sein kann.

Die Fahrt führt über Passstrassen, manchmal aus Asphalt, aber oft auch nur aus Sand und Stein. An einigen Orten ist die Strasse noch zugefroren. Ich bin froh, dass es zuvor nicht geschneit hat, sonst wäre die Fahrt wahrscheinlich mit noch mehr Action verbunden. Einige Hänge, fast ausschließlich aus Sand und Geröll, sind zuvor auf die Strasse gerutscht. Somit muessen wir warten, bis diese "Lawine" beseitigt ist.

Beseitigung des Groells von der Strasse, mit einem kurzen Halt

Oft habe ich die Befürchtung, dass mein Gepaeck vom Dach des Buses runterfallen würde. Die Strasse ist sehr holprig, und uns hebt es immer wieder aus den Sitzen, weil der Chauffeur doch sehr rasant unterwegs ist. Aber trotzdem fühle ich mich irgendwie sicher in diesem Bus. Die Fahrer kennen die Strecke sehr gut. Mir wird nicht einmal übel auf dieser Achterbahnfahrt, wahrscheinlich nur weil man aus dem Fenster so viele schöne Landschaften bewundern darf. Ich schiesse natürlich auch viele Fotos aus dem halbverstaubten Fenster. Manchmal herrscht im Bus richtig so dicke Luft wegen dem Staub, der von draussen nach innen dringt. Der Schal vor meiner Nase hilft mir beim Atmen, damit genügend "saubere" Luft bekomme, um nicht gleich die Lunge mit Staub zu füllen.

Meine Kleider, die ich übrigens kurz zuvor frisch angezogen habe, besitzen nicht mehr die gleiche Farbe wie normal, eine Staubschicht hat sie nun überzogen.
Mitten auf der Fahrt gibt es einen "Pii" halt und naüerlich trinken wir noch einen Chaii. Ich esse ein Samosa, das sind Teigtaschen gefüllt mit Kartoffeln, Gemüse und sie sind mit Curry gewürzt, MMMMMMhhhhh.

Verpflegungs- oder "Pii"-Stopp

Nach vier Stunden reiner Fahrzeit treffen wir in Temisgang ein. Als wir uns im Zimmer gemuetlich machen wollen, bemerkt Kerstin ihre fehlende Jacke. Den Bus sieht man noch in weiter Ferne den Berg hochfahren. Unser Glück ist der anwesende Guesthouse-Besitzer. Schnell steigen die beiden in seinen grossen Jeep ein und rasen dem Bus hinterher. Kurze Zeit später kehren die beiden inklusive Jacke zurück.

Überglückliche Kerstin mit ihrer fast verlorengegangener Jacke

Temisgang ist von schönen Bergen umgeben und besitzt natürlich auch ein Kloster auf einem Hügel, den ich sogleich besteigen muss. Die wundervolle Aussicht geniesse ich in vollen Zügen und als die Sonne wieder hinter den Wolken rauskkommt, wärme ich mich an ihren Strahlen wieder etwas auf.

Kloster von Temisgang - Blick vom Kloster auf das Guesthouse

Im Guesthouse:

Zuerst werden wir im Nebengebäude einquartiert. Wenn man durch die Eingangstüre ins innere des Hauses tritt, habe ich das Gefühl in einen Kühlschrank rein zu laufen. Unser Zimmer besitzt dieselbe Temperatur, obwohl eine Gasheizung drin steht. Wir betonen einige Male die enorme Kälte in unserem Raum. Nach einigen Minuten kommt der Besitzer des Guesthouses zurueck und zeigt uns einen anderen Raum, welcher in ihrem Haus in der ersten Etage ist. Das Zimmer besitzt grosse Fenster, wo gerade noch Sonnenstrahlen reinschauen und unsere Körpertemperatur steigt sogleich wieder an.

Ausblick aus dem Fenster unseres Zimmers


Eine kleine Zwischenverpflegung kann in Ladakh nie schaden. Wir essen Datteln, oder einige versuchen es zumindest. Kerstin vergisst leider, dass Datteln manchmal auch Steine drin haben koennen. Der Stein verhakt sich glücklicherweise nicht in ihrem Rachen. Da kann man nur sagen: "Aller guten Dinge sind drei" und sie weilt immer noch lebendig unter uns.
Während der Nacht betrachten wir den Sternenhimmel und den Mond aus unserem Schlafsack. Bei einem solchen Anblick schlafen wir unbekümmert und mit schönen Träumen in unseren Gedanken ein.

Das servierte Essen ist an jedem Tag ein besonderer Genuss. Wahrscheinlich auch desswegen, weil wir nach dem Frühstueck meist nur mit Biscuit und Tee versorgt wurden. Der Zubereitung der Gerichte zuzuschauen ist ein besonderer Leckerbissen. Die eine Frau knetet den Teig auf einem Brett am Boden. Daraus werden Cookies gemacht, welche am anderen Tag in eine Nachbarsfamilie gebracht werden, da dort eine Person gestorben ist, zum Zeichen des Mitfühlens (so denke ich). Wenn ich so am Boden arbeiten müsste, würde ich gleich hinten raus fallen, aber ich bin ja kein Ladakhi.
Jeden Abend werden andere vielfältige Gerichte aufgetischt (am Boden versteht sich).
Oft dürfen wir Reis, Dahl, diverse Gemüseeintöpfe und Chiabatti geniessen.
Zum Frühstueck serviert man uns ein typisches Ladakhi-Brot, dieses sieht aus wie ein Ballon. Der flache runde Teig wird über der Flamme des Gaskochers nur ganz kurz auf jeder Seite einige Male angebacken. Langsam geht dieses Brötchen auf und wird ganz kugelrund. Zum Essen schneidet man es auf und streicht Butter und Apriosenmarmelade, welche hier oben besonders lecker ist, rein.


Therapien am 26. Januar:

Am Morgen des Republic Days in Indien, schauen wir schon während des Frühstücks im TV einen Teil der Parade in Delhi. Also eigentlich sehen wir nur die Ankunft der Regierungsvertreter und des Praesidenten. Dem Staatsoberhaupt konnten wir bereits gestern bei seiner Ansprache zum Tag der Unabhaengigkeit zuhören.
Für heute reicht das auch mit Feiertags-Fernsehen. Gerne machen wir uns auf die Socken zum ersten Patienten, denn gestern war nicht gerade ein aktiver Tag.

the walking Trio, v.r.n.l. Kerstin P., Dolker, Armin

Ein schöner Spaziergang steht uns bevor. Entlang von Feldern wandern wir singend und pfeifend. Die Sonne wärmt von hinten und zeigt uns mit den fallenden Schatten die Richtung, die uns zu Urgyan bringen soll. Einige Mauern und ein Paar staubige Felder sind schon noch zu überwinden. Kurz vor dem Haus balancieren wir noch über einen Balken um den leicht zugefrorenen Fluss zu ueberqueren.

Flussüberquerung von Armin

Von unten treten wir in das etwa dreistöckige Haus ein. Im Innern ist es dunkel wie in einer Kuh drin (in Ladakh waere das wohl eher ein Dzoh, das ist eine Kreuzung zwischen einem Yak und einem Rind). Über ein paar Treppenstufen erreichen Dolker, Kerstin und ich mit einigem Rufen die höher gelegene Etage. Wir bewegen uns viel sichere, als endlich die Türe von außen geöffnet wird und einige Lichtstrahlen den Raum erhellen.


Im Innenhof des Gebäudes treffen wir auf Urgyan, die Schwester und ihre Mutter. Hier werden die Haare gewaschen.

Urgyan beim Anfertingen der Schiene

Urgyan ist ein aufgeweckter kleiner Junge mit der Diagnose Polio. Sein rechtes Sprunggelenk ist in Supinations- und Sichelfussstellung und hat keine Aktivität, um den Fuss nach oben und in Pronation zu bewegen. Aus diesem Grund haben schon letztes Mal Kerstin B., Kerstin P. und Dolker eine Gipsschiene angepasst, welche aber nach ihren Angaben viel zu schwer sei, um zu tragen. Zuerst mobilisiere ich die Fussknochen und dehne die etwas verkürzten Muskeln auf.
Heute wollen wir eine Schiene aus schnell härtendem Plastik herstellen. Der erste Versuch, eine an der Wade anliegende Schiene anzufertigen, schlägt fehl, da irgendwie das Material nicht zusammenklebt wie es eigentlich sollte. Der zweite Anlauf gelingt in der klebenden Hinsicht viel besser. Wir haben entschieden nun das ganze Plastik rundherum zu wickeln, damit es auch wirklich hält.
Nach einigen Minuten festdrücken und anschmiegen an die Konturen des Fusses machen wir uns an die Arbei,t den ganzen Plastik wieder zu entfernen, da wir nur den hinteren Teil benötigen.

Urgyans Erlösung - endlich ist die Schiene fertig!

Mit einer Schere starten wir das Aufschneiden der Schiene. Nach den ersten Schneideversuchen mit den nicht geschliffenen Klingen geben wir unser bestes, den schon recht harten Plastik aufzuschneiden. Urgyan ist noch guten Mutes ueber die schoene Farbe der neuen Schiene. Aber wir bekunden immer mehr Muehe den dicken Polycast zu durchdringen. Unser Kopfschuetteln floesst dem kleinen Jungen nicht gerade Optimismus ein. Er Blick uns bittend an, ihn doch endlich von dieser Schiene zu befreien.

Zum Glueck haben wir noch ein anderes Multitool dabei. Das Messer nuetzt uns wenig, da wir Angst haben ihn damit zu verletzen. Die Zange taugt auch nichts für die Befreiung seines Fusses. Mit der Säge kratzen wir uns langsam durch das steinharte Plastik. Die erste Sägestelle ist jetzt durchgehend, aber der Plastik ist zu hart um ihn wegzubiegen. Wir muessen noch eine zweite Kratzspur legen. Nach etwa 2 Stunden will uns die Mutter endlich das Mittagessen servieren. Wir nehmen gerne an, aber Urgyan fängt zu weinen an, da er sich wahrscheinlich die Zukunft mit dieser Schiene am Bein vorgestellt hat. Also machen wir weiter mit Kratzen, Schneiden, Reißen und Auseinanderzwängen bis nach etwa drei bis vier Stunden endlich der erloesende Aufschrei von uns allen in der Luft liegt.

Danach ist auch Urgyan wieder ums Essen zumute. Ohne Dolker wäre das ganze Abenteur für den freundlich lachenden Jungen noch viel unerträglicher gewesen, denn sie hat ihn die ganze Zeit ueber in diversen Schulfächern unterrichtet, um ihn damit etwas abzulenken.

Nach dem leckeren "Skew" (Eintopf) brechen wir auf, um noch bei Stanzin Yangdol vorbeischauen zu können bevor es wirklich dunkel wird.
Stanzins Haus erreichen wir nach ungefähr einer halben Wanderstunde. Ihr Hauptproblem ist Muskeldystrophie mit schlechter Koordination und Gleichgewichtsstörungen. Wir führen mit ihr verschiedene Hüpf- und Gleichgewichtsübungen durch. Ebenfalls kontrollieren wir die Atmung, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Wir genießen den abendlichen Spaziergang, nachdem das "Demontieren" der Schiene alle unsere Rücken ganz schön strapaziert hat. Gerade noch vor dem Einbruch der Dunkelheit treffen wir im Guesthouse ein.

Nach dem gestrigen Harry Potter DVD, den Dolker mitgebracht hat, steht heute Shrek auf dem Programm. Es versteht sich, dass wir das ganze in Hindi anhören und anschauen dürfen. Danach gehen wir mit vielen Eindrücken, über die wir noch länger schmunzeln werden, schlafen.

Therapien am 27. Januar

Am Morgen brechen wir ebenfalls früh nach Tia auf. Die Wanderung führt uns ganz in die hinterste Region dieses Tales. Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen wir nach einer kurzen The- und Biscuitpause Stanzin Yangdols zu Hause.

Frauen am "Khambir" Ladakhi-Brot backen

Zu unserem Erstaunen backen mehrere Frauen sehr viele Ladakhi-Brot, denn vor einigen Tagen ist Stanzins Grossvater gestorben. Wir fühlen uns etwas fehl am Platz, da wir von all dem nichts wussten. Die Familie hat während dieser Zeit viel zu erledigen und wir versprechen nur kurz zu bleiben. Da die Familie sehr arm ist, schenken wir Stanzin eine Jacke mit Daunenfedern für die kalten Wintermonate.

Bild: Stanzin-Yangdol im Rollstuhl

Stanzins Diagnose lautet C.P., sie ist 10 Jahre alt und sitzt die meiste Zeit in ihrem Rollstuhl. Unsere Therapie nach dem ersten Tee und Biscuits besteht v.a. aus einem Stretching der Kontrakturen in den Beinen.
In letzter Zeit habe sie vermehrt gehustet. Aus diesem Grund nehmen wir einen kurzen Atembefund vor und therapieren diese Lungenabschnitte, damit sich der Schleim besser lösen kann.
Nach den Therapieeinheiten erhalten wir noch ein Glas Chang, das ist übrigens meine erste Erfahrung mit diesem Gerstenbier. Bier habe ich eigentlich nicht gerne, aber dieses frische, leicht alkoholhaltige Getraenk mundet mir sehr. Ich empfinde es eher als eine Art Apfelsaft. Nach dem ersten Schluck muss immer nachgegossen werden, das ist irgenwie Tradition, also lassen wir noch einmal auffüllen. Für den Rückweg zur nächsten Patientin erhalten wir noch ein duftendes warmes Ladakhibread. Mmmmhhhh das ist lecker.

Jigmet-Tsewang hat ebenfalls die Diagnose C.P. Die Behandlung ähnelt der vorherigen insoweit, dass wir ebenfalls eine Atemtherapie ausführen und die Kontrakturen in den Beinen und Armen aufzudehnen versuchen.

Jigmed im angelehnten Sitz

Wir sind erstaunt, als wir die Behandlung auf allen Vieren fortführen. Sie wirkt ganz aufgeweckt, schaut umher und stützt sich relativ gut mit den Armen ab und wir versuchen sie zum Kriechen zu animieren.
Auch hier erhalten wir wieder einen Chai-Teee und Biscuits, was wir auch immer gerne annehmen, denn trinken ist in dieser Höhe sehr wichtig.
Der Heimweg zum Guesthouse führt immer leicht nach unten einer Asphaltstrasse entlang. Diese Art des Gehens ist sehr ermüdend. Man merkt es uns vor allem daran an, dass wir nicht mehr so viel sprechen, dafür versuchen wir uns wieder mal mit Singen und Pfeiffen.

In unserem Zimmer angekommen, erholen wir uns erst einmal von dem langen Spaziergang. Das Abendessen wird uns erst spät serviert, aus diesem Grund sehen wir noch einmal die gleichen DVDs wie die Tage zuvor, weil die Tochter so lange quengelt bis die Mutter nachgibt. Auch jetzt verstehen Kerstin und ich immer noch gleich wenig in Hindi-Language.

: Guesthouse Familie v.l.n.r. Kerstin, Grossmama, Cousine, Dolker, Mutter, Tochter

Die Rueckfahrt am 28. Januar von Temisgang nach Basco:

Die letzte Nacht in Temisgang ist schnell vorbei. Früh müssen wir aus den Federn um den Bus nicht zu verpassen. Zum Frühstück kriegen wir Omletts, Chiabatti und Aprikosenmarmelade. Die ist in Ladakh besonders gut, da hier im Sommer viele Aprikosen wachsen.
Die Busfahrt ist kurz, aber in den Morgenstunden ist es so kalt, dass uns fast die Füsse abfrieren. Wir sind froh in Basco aussteigen zu können, um uns die "Eisklötze" von den Beinen zu schütteln.
Beim zweijährigen Tsewang-Chosdup müssen wir noch zuerst den Befund durchfuehren, da das die erste richtige Kontaktaufnahme ist. Er hat zum Glueck noch keine Kontraturen. Die Mutter ist schon recht geübt beim Ausführen des Stretchings. Er nimmt die Umgebung nur gering wahr und hat noch keine ausgebildete Kopfkontrolle. Wir zeigen der Mutter, wie sie ihn noch besser fazilitieren könnte, um u.a. auch die hyperextendierte HWS aufzudehnen.

Tserwang-Chosdup

Nach der Therapie bekommen wir den ersten Lunch. Die Momos (mit Gemüse gefüllte Teigtaschen) genießen wir in vollen Zuegen.
Wir verlassen diesen Ort zu Fuss, bis wir nach kurzer Zeit von Freunden von Dolker mit dem Auto abgeholt werden. Bei ihrer Schulkollegin werden wir zum Lunch eingeladen, denn wir sind ziemlich hungrig, da wir ja schon lange nichts mehr zwischen den Zähnen hatten .....:-) Ihre Kollegin ist vor kurzem Mutter geworden.

"Mutter" Dolker mit Baby

Nun machen wir uns auf den Weg zum letzten Patienten unseres Trips. Nach kurzem bergab Gehen, was nicht immer ohne Sturz ueber die Runden geht, können wir auch schon den 18 jährigen Tsowang-Yountain begruessen. Er kommt uns in Socken entgegen gelaufen. Sein X-Bein-Gang ist so ausgesprochen stark, dass er fast auf dem inneren Knöchel steht, wenn er seinen Fuss belastet. Demzufolge gross sind auch die Kontrakturen an beiden Beinen.

Yountain beim Gehen

Die Therapie besteht v.a. aus Behandlungen der Kontrakturen. Wir messen auch noch seine Fußlänge um nächstes Mal ein Paar passende Schuhe mitbringen zu koennen.

Nach einem weiteren Tee begeben wir uns auf den Heimweg. Yountain, unser Fahrer, der uns meistens auf die Homevisits rund um Leh hinbringt, ist mit Kerstin Becker und Claudia nach Alchi gefahren. Dies liegt nur unweit von Basco entfernt. Netterweise holen sie uns auf dem Weg nach unten ab. Nach kurzer Zeit zu Fuss kommen die drei uns auch schon mit dem Kleinbus entgegen. Da um diese Abendzeit kein öffentliches Verkehrsmittel mehr fahren würde, hätten wir uns sonst noch um eine Übernachtungmoeglichkeit umschauen muesse. Dies hat natuerlich Dolker auch schon organisiert gehabt. Die Heimfahrt mit Yountain ist entspannend, da wir seinen Fahrstil und seine schönen indischen Songs aus der Musikanlage bereits kennen.
Gegen Abend treffen wir muede und gluecklich in Leh ein.



designed by aha-graphics