Bericht über Ladakhaufenthalt vom 15.3.-15.5.06 von Jessica Ahlborn:

Nach einer unendlich scheinenden Reise von Neuseeland nach Nordindien mit 17 Stunden Aufenthalt in Dubai war ich endlich angekommen auf 3500m Höhe in Leh. Reichlich erschöpft wie man annehmen kann. Daraufhin bin ich der folgenden Woche zuerst der Höhenkrankheit und dann einer Erkältung erlegen. Dabei war ich Catherine, Dorina und Rene sehr dankbar, die mich nicht nur herzlich willkommen haben, sondern auch anschließend sehr gut versorgt haben.
Kurz gesagt: die Anpassung war recht schwer für mich. Denn das Leben dort oben ist doch wirklich anders! Sehr positiv ist mir aufgefallen wie zufrieden die Menschen dort wirken, obwohl sie doch scheinbar wenig haben. Da kann sich hier so mach einer eine Scheibe abschneiden.
Die Arbeit mit den Menschen dort hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe es nicht so empfunden, dass ich ihn so viel Neues geben könnte. Es war eher ein Austausch von Erfahrungen und ein Miteinanderarbeiten. Die Kinder im MAC haben alle einen glücklichen Eindruck gemacht und ich hatte das Gefühl sie wären auch gut in ihre Familie integriert. Mir erschien es nie als würden sie vor anderen versteckt werden. In der Mittagspause haben sie immer für Aufregung auf dem Schulhof gesorgt. Gelernt habe ich dadurch auch das die Uhren dort oben langsamer oder einfach anders laufen!
An den anderen Wochentagen haben wir dann Kinder in den umliegenden Dörfern behandelt. Was auch ungemein interessant war, da man die unterschiedlichen Lebensweisen genau sehen konnte. Alle Familien waren sehr freundlich und es gab immer Tee und Gebäck.

Jessica bei der Arbeit

Obwohl ich meinen Aufenthalt als sehr bereichernd empfand steht für mich doch fest, dass ich nicht zurückgehen werde! Es ist einfach nicht mein Lebensstil. Ich bewundere die Leute die ein ganzes Jahr dort bleiben! Seit dieser Zeit habe ich viel über Entwicklungshilfe nachgedacht. Es ist immer eine Gradwanderung! Man möchte geben und helfen, gleichzeitig soll aber auch keine Abhängigkeit entstehen, sondern Eigeninitiative der Menschen gefördert werden. Dies ist schwer zu vermitteln und wird häufig missverstanden.
Sehr schade fand ich auch, das ich 2 Wochen alleine von Ladakh-Hilfe dort eingesetzt war. Froh war ich daraufhin als Kathrin kam und wir uns auch noch so gut verstanden haben.

Ich wünsche allen Leuten die noch vorhaben nach Ladakh zu gehen ganz viel Spaß und viele neue Erfahrungen! Es beeindruckt einen wirklich!

Lieben Gruß, Jessica

 

 



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