Nach einer unendlich
scheinenden Reise von Neuseeland nach Nordindien mit 17 Stunden Aufenthalt
in Dubai war ich endlich angekommen auf 3500m Höhe in Leh. Reichlich
erschöpft wie man annehmen kann. Daraufhin bin ich der folgenden
Woche zuerst der Höhenkrankheit und dann einer Erkältung
erlegen. Dabei war ich Catherine, Dorina und Rene sehr dankbar, die
mich nicht nur herzlich willkommen haben, sondern auch anschließend
sehr gut versorgt haben.
Kurz gesagt: die Anpassung war recht schwer für mich. Denn das
Leben dort oben ist doch wirklich anders! Sehr positiv ist mir aufgefallen
wie zufrieden die Menschen dort wirken, obwohl sie doch scheinbar
wenig haben. Da kann sich hier so mach einer eine Scheibe abschneiden.
Die Arbeit mit den Menschen dort hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Ich habe es nicht so empfunden, dass ich ihn so viel Neues geben könnte.
Es war eher ein Austausch von Erfahrungen und ein Miteinanderarbeiten.
Die Kinder im MAC haben alle einen glücklichen Eindruck gemacht
und ich hatte das Gefühl sie wären auch gut in ihre Familie
integriert. Mir erschien es nie als würden sie vor anderen versteckt
werden. In der Mittagspause haben sie immer für Aufregung auf
dem Schulhof gesorgt. Gelernt habe ich dadurch auch das die Uhren
dort oben langsamer oder einfach anders laufen!
An den anderen Wochentagen haben wir dann Kinder in den umliegenden
Dörfern behandelt. Was auch ungemein interessant war, da man
die unterschiedlichen Lebensweisen genau sehen konnte. Alle Familien
waren sehr freundlich und es gab immer Tee und Gebäck.

Jessica bei der Arbeit
Obwohl ich meinen
Aufenthalt als sehr bereichernd empfand steht für mich doch fest,
dass ich nicht zurückgehen werde! Es ist einfach nicht mein Lebensstil.
Ich bewundere die Leute die ein ganzes Jahr dort bleiben! Seit dieser
Zeit habe ich viel über Entwicklungshilfe nachgedacht. Es ist
immer eine Gradwanderung! Man möchte geben und helfen, gleichzeitig
soll aber auch keine Abhängigkeit entstehen, sondern Eigeninitiative
der Menschen gefördert werden. Dies ist schwer zu vermitteln
und wird häufig missverstanden.
Sehr schade fand ich auch, das ich 2 Wochen alleine von Ladakh-Hilfe
dort eingesetzt war. Froh war ich daraufhin als Kathrin kam und wir
uns auch noch so gut verstanden haben.
Ich wünsche
allen Leuten die noch vorhaben nach Ladakh zu gehen ganz viel Spaß
und viele neue Erfahrungen! Es beeindruckt einen wirklich!
Lieben
Gruß, Jessica