Abschiedsbericht

von Gabi Moder, 10.01.2008

So - nach einem dreiwöchigen Urlaub im "echten" Indien und einer schönen Weihnachtszeit mit meiner Familie bin ich wieder in meiner Wohnung und meiner Arbeit in Bad Hofgastein "angekommen".

Angekommen bin ich, aber die Gedanken sind noch oft in Ladakh.


Die Frage "Wie war's?" wird mir täglich mehrmals gestellt - oft im Vorbeigehen. Aber was soll ich im Vorbeigehen, so ganz schnell, darauf antworten?! Es war schön - aufregend - anstrengend - abenteuerlich - herausfordernd - erlebnisreich - erfahrungsreich - erfüllend - erschreckend - berührend - lustig - traurig?
Es war für mich so, dass ich es nicht mit einigen Worten beschreiben kann. Ich war acht Wochen in einer anderen Welt. Durch die Treffen mit Ulli war ich schon sehr gut vorbereitet, aber wie es wirklich ist, kann man nicht erzählen. Wohl auch, weil jeder einzelne es anders erfährt.


Für mich war es auf jeden Fall eine Bereicherung - beruflich, persönlich, zwischenmenschlich. Es war oft eine Herausforderung, weil ich zuhause nicht mit Kindern arbeite. Ich danke Miriam, von der ich viel lernen konnte.


Von den Einheimischen konnte ich viel über die Religion und Kultur lernen. Auf die Frage, ob es für sie schwierig ist, sich immer wieder auf andere Menschen einstellen zu müssen, antwortete mir Dolker, dass sie kein Problem mit dem ständigen Wechsel der Theapeuten habe. Aber es störe sie, dass manche sich zu wenig anpassen und glauben, dass hier alles so läuft wie zuhause. Das sollte jeder Freiwillige beherzigen. Nicht auftauchen, seinen Senf dazugeben und wieder abhauen, sondern helfend eingreifen. Ohne zu urteilen oder gar zu verurteilen und Dinge mit allen Mitteln an unsere Standards anpassen zu wollen. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist positive Spuren zu hinterlassen ohne etwas zu "zertrampeln".


Gabi Moder, im Jänner 2008



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