So -
nach einem dreiwöchigen Urlaub im "echten" Indien und
einer schönen Weihnachtszeit mit meiner Familie bin ich wieder
in meiner Wohnung und meiner Arbeit in Bad Hofgastein "angekommen".
Angekommen
bin ich, aber die Gedanken sind noch oft in Ladakh.
Die Frage "Wie war's?" wird mir täglich mehrmals gestellt
- oft im Vorbeigehen. Aber was soll ich im Vorbeigehen, so ganz schnell,
darauf antworten?! Es war schön - aufregend
- anstrengend - abenteuerlich - herausfordernd - erlebnisreich - erfahrungsreich
- erfüllend - erschreckend - berührend - lustig - traurig?
Es war für mich so, dass ich es nicht mit einigen Worten beschreiben
kann. Ich war acht Wochen in einer anderen Welt. Durch die Treffen
mit Ulli war ich schon sehr gut vorbereitet, aber wie es wirklich
ist, kann man nicht erzählen. Wohl auch, weil jeder einzelne
es anders erfährt.
Für mich war es auf jeden Fall eine
Bereicherung - beruflich, persönlich, zwischenmenschlich. Es
war oft eine Herausforderung, weil ich zuhause nicht mit Kindern arbeite.
Ich danke Miriam, von der ich viel lernen konnte.
Von den Einheimischen konnte ich viel über die Religion und Kultur
lernen. Auf die Frage, ob es für sie schwierig ist, sich immer
wieder auf andere Menschen einstellen zu müssen, antwortete mir
Dolker, dass sie kein Problem mit dem ständigen Wechsel der Theapeuten
habe. Aber es störe sie, dass manche sich zu wenig anpassen und
glauben, dass hier alles so läuft wie zuhause. Das sollte jeder
Freiwillige beherzigen. Nicht auftauchen, seinen Senf dazugeben und
wieder abhauen, sondern helfend eingreifen. Ohne zu urteilen oder
gar zu verurteilen und Dinge mit allen Mitteln an unsere Standards
anpassen zu wollen. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist positive Spuren
zu hinterlassen ohne etwas zu "zertrampeln".
Gabi Moder, im Jänner 2008