Children need hope, they need REWA
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Fieldtrip in das Nubra Tal am vom 29.06.-01.07.2016

Am Morgen des 29.06 machten wir uns auf den Weg ins Nubra Valley. Die Crew bestand aus Norbu, Andrea (Ergotherapeutin) sowie mir, Karolin (Physiotherapeutin).

 

Die beeindruckende Fahrt  über den höchsten befahrbaren Pass der Welt war der Höhepunkt der Hinfahrt. Im Tal angekommen, wollten wir einen Patienten besuchen, konnten ihn jedoch leider nicht antreffen. Er befand  sich zu diesem Zeitpunkt in Leh.

 

In Diskit wurden wir in einem tollen Guest House untergebracht, wo uns kurz nach der Ankunft schon der erste Patient erwartete.

T. D., ein 1978 geborener Mann mit einem inkompletten Querschnitt ist REWA schon seit 2008 bekannt. Zu diesem Zeitpunkt wurde mit wenigen vorsichtigen Übungen die Therapie begonnen. Aufgrund seiner unwahrscheinlichen Motivation und dem reichen Repertoire von mittlerweile über 100 Übungen, die sich mit den Jahren angesammte haben, aus denen er sich je nach Bedarf sein tägliches Programm zusammenstellt und modifiziert, bestand kein Bedarf an neuen Übungen oder dergleichen. Er ist nun komplett selbstständig und erledigt derzeit auch alle Hausarbeiten allein. Es ist eine unwarscheinliche Freude ihm beim Aufsteigen auf seinen umgebauten Dreiradroller zu beobachten. Geschickt verstaut er seinen Gehbock im Fussraum und braust lachend davon. Hier bestand der Auftrag lediglich zu überprüfen wie der Status quo ist und ob es aktuelle Probleme gibt.

 

Die nächste Patientin besuchten wir zu Hause. D. A., 1999 geboren, mit der Diagnose unilaterale CP. Hier war ebenfalls der Auftrag nach aktuellen Problemen zu fragen und gegebenenfalls die Eigenübungen zu modifizieren. Diskit gab als aktuelles Hauptproblem Schmerzen in den Beinen an, die beim täglichen Zurücklegen des Schulweges von 3 km aufkommen. In der Schule sowie auf dem Schulweg trägt sie Halbschuhe, die ihr wenig Halt und Stabilität geben. Aufgrund dessen schlugen wir vor, in der Schule nachzufragen ob für sie auch anderes Schuwerk gestattet sei. Am nächsten Tag konnte Nurbu diese Anliegen mit der Schule erfolgreich klären. Auserdem haben wir zusammen Übungen zum Beinachsentraining erarbeitet, in Kombination mit den vorherigen Übungen. Ebenso gestalteten wir für den linken Arm funktionelle Übungen und ein Stretching-Programm. welches wir gemeinsam schriftlich festgehalten haben. Dabei fiel noch auf dass die linke Hand wenig als Assistenzhand eingesetzt wird. Sie selbst gab aber keinerlei Probleme im Alltag an. Jedoch wäre es schön dies beim nächsten Fieldtrip bei Bedarf genauer zu überprüfen.

 

Als letzter Patient für diesen Tag kam I. P., 2012 geboren, mit seiner Mama. Die Diagnose ist eine fragliche CP. Erfreulicherweise hat I. die Kurzzeitziele wie eigeniniziiertes Bewegen, Kopfkontrolle, freies Sitzen sowie die Positionswechsel vom Liegen zum Sitzen laut Mama fast erreicht. Er braucht deutlich weniger Unterstützung. Er zieht sich mit wenig Unterstützung an Möbeln hoch, steht dann mit hyperextendierten Beinen und gekrallten Zehen. Paldan kann einige Seitschritte an Möbeln entlang machen. Auserdem ahmt er laut Mama gerne seine Geschwister nach und lerne dadurch sehr viel. Die Familie hat einen Walker zu Hause mit dem sie allerdings nicht ganz zurechtkommen und gerne Unterstützung hätten. Aus diesem Grund und dem Langzeitziel, freies Gehen, näher zu kommen, empfahl Norbu nach Leh zu kommen und dort über einige Zeit das Therapieangebot wahrzunehmen, wovon der kleine Junge sicherlich sehr profitieren würde. Abschliesend gaben wir der Mama noch einige Ideen für zu Hause, auch im Bezug auf die Nutzung des Walkers mit.

 

Am nächsten Tag starteten wir nach dem Frühstück zunächst in eine Schule, wo wir S. A., geboren 2001, einen Besuch abstatteten. Seien Diagnose ist Zustand nach Klumpfuss OP. Die OP war erfolgreich, zum derzeitigen Zeitpunkt hat A. weder Schmerzen noch jegliche Probleme im Alltag. Auch beim wilden Toben mit seien Schulkameraden komme er gut mit. Laut Aussage der Lehrkräfte sei sein Hauptproblem, die auch von den Geschwisterkindern bekannte herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit sowie das Lesen und Schreiben. Dies versucht die Schule im Rahmen des Unterrichts soweit als möglich aufzufangen. Die mitgebrachten Schuhe, die eigentlich für A. bestimmt waren, waren leider zu klein und wurden deshalb seiner jüngeren Schwester gegeben.

 

Die nächsten beiden Patienten sind Brüder, G. und M. A.. Wir besuchen sie zu Hause. Wir hatten Kleidung für die beiden dabei. Die Jungs werden von der Mama draussen auf eine Matte gesetzt und Norbu berichtet erstaunt dass Gulzar beim letzten Besuch noch in der Lage war zu laufen. Laut Mama ist dies Gulzar seit einem Treppensturz nicht mehr möglich. Auch diesen beiden Jungen wurde von Norbu dringenst empfohlen nach Leh ins Therapiezentrum zu kommen, um ein optimales Therapiekonzept, eine ausrechend intensive Therapie, sowie geeignte Hilfsmittel anbieten zu können.  Ich erarbeitete mit der Mama noch Positionen im angelehnten Stand, hohen Sitz und Kniestand um die Stehfähigkeit wiederzuerlangen und hoffentlich zu erhalten.

 

Generell möchte man während des Fieldtrips noch viel mehr tun, als das was in dieser begrenzten Zeit möglich ist. Jedoch ist es überhaupt phantastisch, dass die Kinder wenigstens einige Male im Jahr besucht werden können. Schon allein das scheint den Kindern und Familien Kraft und Hoffnung zu geben. Es war eine wunderbare bereichernde Erfahrung, bei diesem Fieldtrip dabei zu sein. Danke REWA und Ladakh Hilfe!

 

Bericht von Karolin Müller, PT

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