Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Fieldtrip nach Drass, Kargil, am 22.07.2016

Am Freitagmorgen ging die Fahrt nach Drass, der zweitkältesten Stadt der Welt. Aber so kalt wars gar nicht, jedoch regnerisch. Unsere erste Patientin fanden wir, als wir eigentlich einen anderen Patienten suchten, der aber nicht anzutreffen war. Ein kleines 1,5 Wochen altes Baby, A. G. s/o G. N. Mit der Diagnose Klumpfuss links, korrigierend eingegipst. Der Gips wird in regelmässigen Abständen abgenommen und kontrolliert. Mehmood nimmt die Daten auf und gibt auch die REWA Daten an die Eltern weiter, sodass das Baby später physiotherapeutisch betreut warden kann.

 

Danach fuhren wir in ein Dorf oberhalb von Drass. Dort betreut REWA ein Mädchen das hauptsächlich sprachliche Probleme hat. Die Frauen im Dorf kündigen uns bereitwillig bei der Mutter an. Das Mädchen bekommt neue Schuhe, die von den Frauen bestaunt warden. Es herrscht eine wunderbare Atmosphäre in diesem Dorf. Eine weitere Behandlung scheint nicht erforderlich.

Auf dem Weg zurück fragen wir wieder in den Dörfern ob es eventuell Patienten gäbe, jedoch wird dies verneint.

 

Die nächste Patientin ist S. B., 12 Jahre alt mit einer uniilateralen CP links, GMFCS 2. Die Mutter gibt als aktuelles Hauptproblem die Sturzanfälligkeit ihrer Tochter beim Rennen an.  Beim Befund fällt auf dass die Kraft und Beweglichkeit kaum Seitendifferenzen aufweist. Lediglich eine leichte Fussheberschwäche sowie ein erhöhter Tonus im linken Bein festzustellen ist, wodurch sie nicht in die volle Streckung in Knie und Hüfte kommt. Dies scheint ihr beim Rennen hinderlich zu sein. Ausserdem benötigt sie dadurch eine breite Basis um ihr Gleichgewicht zu halten. Ein leichter Beckenhochstand sowie eine Hyperlordose ist zu erkennen. Wir geben ihr einige Übungen und Lagerungsmöglichkeiten und Eigendehnungen, um die Beweglichkeit zu erhalten. Ausserdem Ideen wie Kraft und Gleichgewicht trainiert warden können. Ein Nachbarsmädchen sitzt fasziniert daneben. Die Mama ist sehr interessiert und frägt viel nach. So macht Behandeln Spass. Wir geben dem Mädchen Schuhe die über das Sprunggelenk gehen, um ihr beim Rennen mehr Halt zu geben und hoffen die Sturzgefahr wird dadurch minimiert. Feinmotorisch gibt sie derzeit keine Probleme an.

 

Die Fahrt geht weiter und bei jedem Dorf stoppen wir und fragen nach beeinträchtigten Kindern. Schliesslich führt uns ein Mann, der gerade von der Arbeit zu kommen scheint, durch sein Dorf bis ganz nach oben wo er einen Patienten kennt. Mehmood ist verblüfft, denn er kennt den Patienten von letztem Jahr. Er ist wohl umgezogen. Viele interessierte Kinder folgen uns auf unserem Weg. Die Offenheit der Kinder werde ich sehr vermissen. Der 15 jährige I. A. s/o M. I. kommt auf dem Popo rutschend und freudig lachend uns entgegen. Nach einem kurzen Gespräch mit der Mama befunden wir Ali. Er weist an der unteren Extremität in Knie und Hüftgelenk beidseits deutliche Kontrakturen auf. Es wurde vor drei Jahren einen Sehnenverlängerung vorgenommen, die jedoch postoperativ nicht behandelt wurde. Die Kraft reicht aus, um sich an der Säule im Wohnzimmer kurz in den Stand zu bringen. Das Gehen ist mit viel Unterstützung möglich, jedoch nur im Nachstellschritt, die gebeugten Beine verhaken sich sonst. Wir zeigen der Mama und dem sehr interessierten Lehrer, wie sie die Beine bewegen und dehnen können. Lagerung in Bauchlage, Kniestand und Bewegungsübergang, Kniestand zum Stand. Es ist sehr wichtig ihn schnellstmöglich mit Schuhen, Orthesen und einem Stehständer zu versorgen, so dass später das Gehen besser trainiert werden kann.

Der Lehrer frägt noch viel nach und bietet sich an weiterhin nach beeinträchtigten Kindern umzuschauen und dies Mehmood mitzuteilen.

 

Ein wunderschöner und erfreulicher Fieldtrip. Leider ist der Tag so schnell vergangen, dass wir die restlichen Patienten an einem anderen Tag behandeln werden.

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