Children need hope, they need REWA
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2. Nubra Fieldtrip im September 2015

Bericht von Physiotherapeutin Luna Lampertsdörfer

Am 14.09.15 ging es zusammen mit Rinchen und einem Driver von Leh nach Diskit im Nubra valley. Zunächst über den Kardungla Pass, welcher mit 5.340m die „highest motorable road in the world“ sein soll. Hier liegt das ganze Jahr über Schnee, die Straße war aber frei. Teilweise sahen wir immer noch zerstörte Häuser und Straßen aufgrund der Flut von Anfang August. Die Landschaft ist ein Wechselspiel von lila, grün und Sanddünen und über Allem wacht der riesige Chamba-Buddha.

Unseren ersten Patienten trafen wir in seinem wunderschönen Blumengarten. Er ist 37Jahre alt und 2007 von einem Dach gefallen. Er brach sich den zwölften Brustwirbel und hat seither vor Allem Probleme beim Laufen. Er benötigt dafür einen Rollator. Erfreulich war zu hören das langsam mehr Gefühl in die Beine kommt sowie auch mehr Muskelmasse. Die Nerven regenerieren sich also langsam. Er übt fleißig drei Mal täglich.

Der nächste Patient ist 16Jahre alt mit einer Hemiplegie und besucht seit Kurzem die high secondary school in Sumur. Wir wiederholten seine Übungen und gaben ihm ein Sweatshirt.

Als letztes für heute besuchten wir einen 10-jährigen Jungen mit bilateraler Cerebralparese. Er war in guter Stimmung und machte bei den Übungen für die obere Extremität als auch für die Rumpfstabilisation gut mit.

Am nächsten Tag starten wir früh Richtung Bogdang. Das ist ein muslimisches Dorf, welches idyllisch an und in einem steilen Hang liegt. In der Schule trafen wir einen 14 Jahre alten Jungen mit beiderseitigen Klumpfuß. 2012 wurden beide Füße operiert und die Narben sind gut verheilt. In der Schule wurde uns dann auch noch ein 3-jähriges Zwillingspärchen vorgestellt. Die Mädchen haben O-Beine mit hyperextendierten Knien und Plattfüßen. Wir nehmen sie mit in unsere Kartei auf.

Vor einem kleinen Haus sitzt unser nächstes Geschwisterpärchen: M. (16Jahre alt) mit starken Deformitäten der Wirbelsäule sowie der Beine und G. (6Jahre alt) mit Balanceproblemen. G. macht einen guten Eindruck und besucht inzwischen die Schule. Leider hat er sich vor kurzem bei einem Sturz den linken Arm gebrochen. Wir geben ihm und M. Wollsocken. Die Eltern sowie Geschwister sind den ganzen Tag nicht zu Hause und die Jungs somit auf sich alleine gestellt. Sie sitzen ohne Hose und Schuhe draußen, damit sie nichts einnässen. Trotz dieser für mich schwer akzeptierbaren Situation sind sie gut gelaunt und freuten sich sehr über unseren Besuch.

Unser letzter Patient ist 3 Jahre alt und wohnt mit seiner Familie in Diskit. Sie kümmern sich sehr um ihn und sind gegenüber jedem Vorschlag sehr aufgeschlossen. Er ist ein so genanntes Floppy-Kind mit wenig Rumpfkraft. Die Therapie gestaltet sich schwierig da er sehr schüchtern ist und sich die ganze Zeit vor uns verstecken will. Seine Mutter möchte unbedingt das er laufen kann und dafür einen kleinen Rollator besorgen. Dieser ist leider nicht so einfach zu bekommen. Wir sagen ihr welche Übungen sie mit ihm machen soll und verabschieden uns.

Am 16.09. treten wir wieder die Rückreise nach Leh an. Auf dem Pass entdeckt Rinchen mit den Adleraugen Wolfgang Günter aus Oy/Mittelberg in einem entgegenkommenden Taxi. Wir halten an und freuen uns sehr ihn noch zu treffen. Wolfgang brachte zwei Rollstühle aus Deutschland sowie einen guten Schwung Klamotten in das Leh-RAC. Er ist nun schon das sechste Mal hier und wir sind sehr dankbar für seine tatkräftige Hilfe!

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