Was sonst alles nebenher läuft in Ladakh, Juli 07

von Nicole van Gansewinkel

Es gab jetzt länger schon keinen Bericht mehr für die Webseite darum will ich einmal von den Aktivitäten berichten, mit denen wir uns gerade beschäftigen, wenn wir nicht mit Trips, Hausbesuchen und dem MAC beschäftigt sind. Denn es gibt so viele organisatorische Angelegenheiten, die einen Großteil unserer Zeit in Anspruch nehmen und die sehr wichtig sind.

Vor allem hat uns der Kauf des ersehnten Jeeps auf Trab gehalten und tut es immer noch.
Wir hoffen sehr, bald nicht mehr auf das Taxi angewiesen zu sein. Zwar hat das "headbangersmobile" auch seine Vorzüge... vor allem mit Younten als sehr verlässlichen und sicheren Fahrer. Für die ehemaligen Volunteers: auch die tollen Ladakhi LoveSongs...
Aber mit Tundup haben wir gleichzeitig einen guten Fahrer und Mitarbeiter, so können wir Kosten sparen und effektiver arbeiten. Leider ist es hier nicht so einfach ein Auto zu kaufen. Es gibt in Leh einfach keine Autohändler, wo man sich ein Modell aussuchen kann. Der nächste Autohändler ist eine mindestens 2 Tagereise weit entfernt. Wir haben schon Angebote, aber leider noch nichts Konkretes. Die Devise heißt WARTEN. Unser realistisches Ziel ist: Mitte August mit dem eigenem Jeep ein Follow up nach Zanskar zu starten.

Die letzten Wochen hatten wir Unterstützung von einem Team aus Kanada. Die Verbindung zu uns wurde durch Health Inc. hergestellt. Mit Health Inc. arbeiten wir seit Beginn von Ladakh Hilfe zusammen. Cynthia Hunt hatte diese Organisation gegründet, jetzt ist Stanba (einige werden ihn kennen) der neue Direktor. Die Zusammenarbeit mit den Kanadiern hat sich für beide Seiten als sehr sinnvoll und produktiv erwiesen. Wir haben viele neue Ideen für die kommenden Jahre der Zusammenarbeit. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Nach internen Problemen haben die NIRLAC Angestellten sich unter einem neuem Namen zusammengefunden. Sie nennen sich nun PAGIR und arbeiten mit Mr. Igbal als Präsidenten an den alten Zielen der Projekte von NIRLAC weiter. Ihr Ziel ist unter anderem möglichst vielen Behinderten einen Arbeitsplatz zu bieten. Wir arbeiten mit ihnen zusammen wie gehabt.

NIRLAC unterhält im Moment das Hostel in Chuchot und sucht neue Mitarbeiter. Bis dahin läuft im Bereich der Behindertenunterstützung gar nichts.

Die lokale Registrierung liegt uns am Herzen. Wir sind dabei hier in Leh einen Verein zu gründen. Dies ist ja schon in Deutschland nicht so einfach. Aber es ist auch hier in Leh machbar. Diese Arbeit ist für die Zukunft von Ladakh Hilfe mit lokalen Mitarbeitern sehr wichtig. Es ist interessant, denn bisher haben wir von den Einheimischen viel Unterstützung bekommen, denn nur Einheimische können den Verein gründen Aber auch leider gibt es hier noch nichts Konkretes. Termin mit einem Anwalt steht und danach können wir weitere Schritte angehen.

Auch die Ausbildung von Dolker hat oberste Priorität! Nachdem Dolker im letzten Jahr unter anderem von mir eingearbeitet wurde, denke ich jetzt dass sie wirklich das Zeug dazu hat unsere Organisation als Einheimische fortzuführen. Sie ist kompetent, intelligent und verantwortungsbewusst. Nur ist sie noch keine professionelle Physiotherapeutin. Dies können wir auch ändern. Dolker hat wirklich ein großes Interesse daran Physiotherapie zu lernen und unser Ziel ist es, ihr das zu ermöglichen. Ausbildungsmöglichkeiten werden von uns im Moment überprüft. Für Unterstützung und Ideen sind wir sehr dankbar.

Um Dolker dies zu ermöglichen brauchen wir einen Ersatz für die Zeit ihrer Abwesenheit. In Ladakh gibt es viele Arbeitslose, auch viele haben entsprechende Kenntnisse. Es laufen im Moment mehrere Vorstellungsgespräche und Probephasen für eine neue Mitarbeiterin. Das schwierigste bei einer neuen Anstellung ist, die wirkliche Motivation der Bewerber durch den kulturellen Unterschied zu erkennen, denn sie sollten ein Herz für Kinder haben.

Weiter werden im Laufe des Sommers noch 2 Physio Camps stattfinden. Bis auf Durbuck Block und Nyoma Block haben dann alle Healthworker in Ladakh einen einwöchigen Kurs in Grundlagen der Physiotherapie erhalten. In diesen Kursen zielen wir auf die Früherkennung von Behinderten und geben viele praktische Beispiele, so dass die Healthworker in der Lage sind, die Behinderten durch Hausbesuche zu betreuen.
Immer noch suchen wir den Kontakt zu den Healthworkern, nehmen sie mit zu den Familien und Supervidieren ihre Arbeit.

Das waren die News über die organisatorischen Angelegenheiten.
Ansonsten geht es uns Dreien gut. Wir Freiwilligen sind im Moment Matthias aus Stuttgart, Steffi aus Luzern und Ich (Nicole) aus Luzern. Wir sind ein gutes Team und senden Grüsse aus dem heißen Leh.



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