Es
gab jetzt länger schon keinen Bericht mehr für die
Webseite darum will ich einmal von den Aktivitäten berichten,
mit denen wir uns gerade beschäftigen, wenn wir nicht
mit Trips, Hausbesuchen und dem MAC beschäftigt sind.
Denn es gibt so viele organisatorische Angelegenheiten, die
einen Großteil unserer Zeit in Anspruch nehmen und die
sehr wichtig sind.
Vor
allem hat uns der Kauf des ersehnten Jeeps auf Trab gehalten
und tut es immer noch.
Wir hoffen sehr, bald nicht mehr auf das Taxi angewiesen zu
sein. Zwar hat das "headbangersmobile" auch seine
Vorzüge... vor allem mit Younten als sehr verlässlichen
und sicheren Fahrer. Für die ehemaligen Volunteers: auch
die tollen Ladakhi LoveSongs...
Aber mit Tundup haben wir gleichzeitig einen guten Fahrer
und Mitarbeiter, so können wir Kosten sparen und effektiver
arbeiten. Leider ist es hier nicht so einfach ein Auto zu
kaufen. Es gibt in Leh einfach keine Autohändler, wo
man sich ein Modell aussuchen kann. Der nächste Autohändler
ist eine mindestens 2 Tagereise weit entfernt. Wir haben schon
Angebote, aber leider noch nichts Konkretes. Die Devise heißt
WARTEN. Unser realistisches Ziel ist: Mitte August mit dem
eigenem Jeep ein Follow up nach Zanskar zu starten.
Die
letzten Wochen hatten wir Unterstützung von einem Team
aus Kanada. Die Verbindung zu uns wurde durch Health Inc.
hergestellt. Mit Health Inc. arbeiten wir seit Beginn von
Ladakh Hilfe zusammen. Cynthia Hunt hatte diese Organisation
gegründet, jetzt ist Stanba (einige werden ihn kennen)
der neue Direktor. Die Zusammenarbeit mit den Kanadiern hat
sich für beide Seiten als sehr sinnvoll und produktiv
erwiesen. Wir haben viele neue Ideen für die kommenden
Jahre der Zusammenarbeit. Ein ausführlicher Bericht folgt.
Nach
internen Problemen haben die NIRLAC Angestellten sich unter
einem neuem Namen zusammengefunden. Sie nennen sich nun PAGIR
und arbeiten mit Mr. Igbal als Präsidenten an den alten
Zielen der Projekte von NIRLAC weiter. Ihr Ziel ist unter
anderem möglichst vielen Behinderten einen Arbeitsplatz
zu bieten. Wir arbeiten mit ihnen zusammen wie gehabt.
NIRLAC
unterhält im Moment das Hostel in Chuchot und sucht neue
Mitarbeiter. Bis dahin läuft im Bereich der Behindertenunterstützung
gar nichts.
Die
lokale Registrierung liegt uns am Herzen. Wir sind dabei hier
in Leh einen Verein zu gründen. Dies ist ja schon in
Deutschland nicht so einfach. Aber es ist auch hier in Leh
machbar. Diese Arbeit ist für die Zukunft von Ladakh
Hilfe mit lokalen Mitarbeitern sehr wichtig. Es ist interessant,
denn bisher haben wir von den Einheimischen viel Unterstützung
bekommen, denn nur Einheimische können den Verein gründen
Aber auch leider gibt es hier noch nichts Konkretes. Termin
mit einem Anwalt steht und danach können wir weitere
Schritte angehen.
Auch
die Ausbildung von Dolker hat oberste Priorität! Nachdem
Dolker im letzten Jahr unter anderem von mir eingearbeitet
wurde, denke ich jetzt dass sie wirklich das Zeug dazu hat
unsere Organisation als Einheimische fortzuführen. Sie
ist kompetent, intelligent und verantwortungsbewusst. Nur
ist sie noch keine professionelle Physiotherapeutin. Dies
können wir auch ändern. Dolker hat wirklich ein
großes Interesse daran Physiotherapie zu lernen und
unser Ziel ist es, ihr das zu ermöglichen. Ausbildungsmöglichkeiten
werden von uns im Moment überprüft. Für Unterstützung
und Ideen sind wir sehr dankbar.
Um
Dolker dies zu ermöglichen brauchen wir einen Ersatz
für die Zeit ihrer Abwesenheit. In Ladakh gibt es viele
Arbeitslose, auch viele haben entsprechende Kenntnisse. Es
laufen im Moment mehrere Vorstellungsgespräche und Probephasen
für eine neue Mitarbeiterin. Das schwierigste bei einer
neuen Anstellung ist, die wirkliche Motivation der Bewerber
durch den kulturellen Unterschied zu erkennen, denn sie sollten
ein Herz für Kinder haben.
Weiter
werden im Laufe des Sommers noch 2 Physio Camps stattfinden.
Bis auf Durbuck Block und Nyoma Block haben dann alle Healthworker
in Ladakh einen einwöchigen Kurs in Grundlagen der Physiotherapie
erhalten. In diesen Kursen zielen wir auf die Früherkennung
von Behinderten und geben viele praktische Beispiele, so dass
die Healthworker in der Lage sind, die Behinderten durch Hausbesuche
zu betreuen.
Immer noch suchen wir den Kontakt zu den Healthworkern, nehmen
sie mit zu den Familien und Supervidieren ihre Arbeit.
Das
waren die News über die organisatorischen Angelegenheiten.
Ansonsten geht es uns Dreien gut. Wir Freiwilligen sind im
Moment Matthias aus Stuttgart, Steffi aus Luzern und Ich (Nicole)
aus Luzern. Wir sind ein gutes Team und senden Grüsse
aus dem heißen Leh.