REWA Registrierung

REWA Society, Ladakh Disabled Children Group ist seit Anfang März 2011 von der indischen Regierung als gemeinnützig anerkannte NGO (NichtRegierungsOrganisation - Verein)

 

Ladakh - drei Jahre später, was sich alles getan hat und die Geschichte einer Registrierung

Bericht von Jule Blach


Es ist spannend und schön nach drei Jahren wieder nach Leh zu kommen: heimkommen, ankommen, so vieles wieder zu erkennen, Menschen wieder zu treffen, die sich an einen erinnern, Patienten und ihre Familien wieder zu sehen. Nicht nur im Market in Leh hat sich einiges verändert, sondern auch bei REWA.
Als ich im Juli 2008 Ladakh verlassen hatte, war gerade vieles im Umbruch: die Unterkunft für die Freiwilligen wurde ins Palu Haus nach Changspa verlegt zu Dolkers Mutter, die nun für alle Freiwilligen wie eine Mutter ist und ein familiäres zu Hause bietet.

Herzlichen Glückwunsch!


Und auch die Therapieräume sollten in ein größeres Gebäude verlegt werden. Als ich dann im November 2010 wieder hier nach Ladakh komme, bin ich überwältigt als ich die neuen Therapieräume sehe, bunt, hell, mit viel Platz und super Ausstattung an Therapiematerial und Möglichkeiten, und vor allem mit Zentralheizung! Ich war auf einen kalten Winter eingestellt, denn im Winter 2007/08 war es normal bei Temperaturen weit unter 0 im MAC in einem winzigen Raum zu therapieren und zu frieren. Um so schöner diesen Fortschritt zu sehen. Hatten wir Freiwilligen beim letztenmal noch fast alles geplant, die Finanzen geregelt und vieles an Organisation in der Hand gehabt, so läuft dies mittlerweile weitestgehend über die Locals. Die komplette Organisation liegt bei ihnen, die Finanzen werden selber geregelt, Fieldtrips geplant, Kontakt zu den anderen NGOs gehalten, therapiert und die Kontakte zu den Familien gepflegt. So bleibt für mich als PT viel Zeit für Supervision und Praxisanleitung, Hilfsmittelkontrolle und neue Therapieimpulse.

Eine Party wird gefeiert - REWA ist nun offiziell registriert


Aber nicht nur im Hinblick auf die Therapieräume und die Organisation hat sich einiges getan, sondern auch die Registrierung von REWA ist vollendet. Vor gut drei Jahren hatten wir begonnen Mitglieder für die Gründung von REWA zu finden, Treffen wurden abgehalten, Papiere und Formulare ausgefüllt…und dann nahm die endlose Geschichte ihren Lauf. Als ich 2010 wieder kam, war die Registrierung voran geschritten, aber noch keine wirklichen Resultate zu sehen. Ich half den Locals mit neuen Impulsen, fragte nach Papieren, übte sanften Druck aus, das Problem lag an der indischen Bürokratie, die für uns Deutsche unverständlich ist, man wird vertröstet, wir sollten warten. Karola rief immer wieder an, schlug vor, daß die einheimischen Verantwortlichen von REWA selbst nach Jammu oder Srinagar fliegen sollten, um die Sache durchzuziehen. Deswegen flog Dolker mitsamt den Papieren selber nach Jammu, um persönlich nachzuhaken und den Prozeß zu beschleunigen. Immer wieder mußten wir von Leh fehlende Papiere nachsenden, bis schließlich alles beisammen war und Dolker genügend Kontakte geknüpft hatte, denn ohne gute Beziehungen läuft in der indischen Bürokratie gar nichts. Dolker kam wieder, noch immer ohne die Registrierung, doch guter Dinge und mit viel Zuversicht und Vertrauen in die Kontakte die sie geknüpft hatte. Und wirklich, drei Wochen später hieß es plötzlich, REWA ist registriert!!!! Da war der Jubel groß und Partytime war angesagt und wir feierten im kleinen Rahmen mit dem momentanen REWA Team.





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