Erfolgreicher Abschluß der Zusammenarbeit mit dem Team aus Kanada, August 2007

Bericht von Stefanie Widmer

Nach zwei Wochen kehrten die Kanadierinnen aus Skurbuchan/Da Hanu zurueck.
Bei einem Treffen tauschten wir unsere Erfahrungen aus. Es war schoen fuer uns, viele Anregungen zu bekommen!
Sie brachten auch gleich ein Maedchen aus Da Hanu mit. Es leidet an der Glasknochen-krankheit, hat einen neuen Bruch nebst vielen alten, die oft nur sehr schlecht und bisweilen krumm zusammen gewachsen sind. Grund dafuer ist nebst der schlechten Knochenheilung an sich auch die schlechte Versorgung der Frakturen. Jetzt soll sie im Spital inLeh behandelt werden und wir sorgten auch dafuer, dass sie nicht gleich schon nach 2-3 Tagen entlassen wird, damit wir eine richtige Nachbehandlung uebernehmen koennen. Allein Gehübungen an Stücken wird hier kaum gemacht, weswegen man oft auf furchtbar zusammengewachsene, alte Brueche trifft.

Viele unserer verschiedenen Projekte liefen parallel: Die Sprachtherapeutin arbeitete im Spital mit dem HNO-Arzt zusammen, einige Ergos begleiteten uns im MAC, einige arbeiteten mit Mara, der Sonderpaedagogin zusammen, wir behandelten gezielt ein paar Kinder aus der Umgebung Leh gemeinsam und nach ein paar Tagen brachen wir fuer zwei weitere Trips auf, Nicole mit Isabelle nach Chantag, ich mit Alexis nach Timesgang.

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Unsere Teams unterwegs mit den Kanadierinnen


All diese Zusammenarbeiten waren sehr fruchtbar fuer uns, gaben uns oft eine er-gaenzende Sichtweise, vor allem der professionelle Umgang mit einfachsten Hilfs-mitteln beeindruckte uns!

Ja, die sechs Wochen mit den Kanadierinnen waren schnell vergangen. Wir trafen uns ein letztes Mal, um das Outcome zu besprechen und wie es in Zukunft weiter gehen soll.


Ich werde Euch einige fuer uns wichtige Punkte daraus notieren:

1.
Die Kanadierinnen sind auch sehr gluecklich ueber die gute Zusammenarbeit mit uns, wollen diese im naechsten Jahr noch intensivieren, d.h. dass nicht mehr unbedingt Health inc. die Planung macht naechstes Jahr, sondern wir, da wir mehr fachliches Knowhow haben vor Ort.

2.
Die Kanadierinnen werden im naechsten Jahr mehr Sprachtherapeutinnen mitbringen, da daran ein grosser Bedarf besteht. Evtl. wird auch eine Kinderaerztin oder Neurologin das Team ergaenzen, da wir oft gesehen haben, dass Probleme bei der Medikation von z.B. Epilepsie bestehen.

3.
Gemeinsame Projekte, die noch zu Ende gefuehrt wurden, sind ein Babytesting nach der Geburt und ein roter Faden fuer die Untersuchung und Dokumentation der Therapie der behinderten Kinder, um so die Frueherkennung und die Behandlung zu verbessern. Daneben wurde Filmmaterial gesammelt, um die Entwicklungsstufen aufzuzeigen.

Abschlußbesprechung - Eine der kanadischen Kolleginnen beim Unterricht

Nach dieser fruchtbaren Schlussdiskussion verabschiedeten wir uns zufrieden voneinander, die Kanandierinnen bereiteten ihre Heimreise vor und sie sind fest entschlossen, im naechsten Jahr wieder nach Ladakh zu kommen.



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