Bericht
von Stefanie Widmer
Nach
zwei Wochen kehrten die Kanadierinnen aus Skurbuchan/Da Hanu
zurueck.
Bei einem Treffen tauschten wir unsere Erfahrungen aus. Es
war schoen fuer uns, viele Anregungen zu bekommen!
Sie brachten auch gleich ein Maedchen aus Da Hanu mit. Es
leidet an der Glasknochen-krankheit, hat einen neuen Bruch
nebst vielen alten, die oft nur sehr schlecht und bisweilen
krumm zusammen gewachsen sind. Grund dafuer ist nebst der
schlechten Knochenheilung an sich auch die schlechte Versorgung
der Frakturen. Jetzt soll sie im Spital inLeh behandelt werden
und wir sorgten auch dafuer, dass sie nicht gleich schon nach
2-3 Tagen entlassen wird, damit wir eine richtige Nachbehandlung
uebernehmen koennen. Allein Gehübungen an Stücken
wird hier kaum gemacht, weswegen man oft auf furchtbar zusammengewachsene,
alte Brueche trifft.
Viele
unserer verschiedenen Projekte liefen parallel: Die Sprachtherapeutin
arbeitete im Spital mit dem HNO-Arzt zusammen, einige Ergos
begleiteten uns im MAC, einige arbeiteten mit Mara, der Sonderpaedagogin
zusammen, wir behandelten gezielt ein paar Kinder aus der
Umgebung Leh gemeinsam und nach ein paar Tagen brachen wir
fuer zwei weitere Trips auf, Nicole mit Isabelle nach Chantag,
ich mit Alexis nach Timesgang.


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Unsere
Teams unterwegs mit den Kanadierinnen
All diese Zusammenarbeiten
waren sehr fruchtbar fuer uns, gaben uns oft eine er-gaenzende
Sichtweise, vor allem der professionelle Umgang mit einfachsten
Hilfs-mitteln beeindruckte uns!
Ja,
die sechs Wochen mit den Kanadierinnen waren schnell vergangen.
Wir trafen uns ein letztes Mal, um das Outcome zu besprechen
und wie es in Zukunft weiter gehen soll.
Ich werde Euch einige fuer uns
wichtige Punkte daraus notieren:
1.
Die Kanadierinnen sind auch sehr gluecklich ueber die gute
Zusammenarbeit mit uns, wollen diese im naechsten Jahr noch
intensivieren, d.h. dass nicht mehr unbedingt Health inc.
die Planung macht naechstes Jahr, sondern wir, da wir mehr
fachliches Knowhow haben vor Ort.
2.
Die Kanadierinnen werden im naechsten Jahr mehr Sprachtherapeutinnen
mitbringen, da daran ein grosser Bedarf besteht. Evtl. wird
auch eine Kinderaerztin oder Neurologin das Team ergaenzen,
da wir oft gesehen haben, dass Probleme bei der Medikation
von z.B. Epilepsie bestehen.
3.
Gemeinsame Projekte, die noch zu Ende gefuehrt wurden, sind
ein Babytesting nach der Geburt und ein roter Faden fuer die
Untersuchung und Dokumentation der Therapie der behinderten
Kinder, um so die Frueherkennung und die Behandlung zu verbessern.
Daneben wurde Filmmaterial gesammelt, um die Entwicklungsstufen
aufzuzeigen.


Abschlußbesprechung
- Eine der kanadischen Kolleginnen beim Unterricht
Nach
dieser fruchtbaren Schlussdiskussion verabschiedeten wir uns
zufrieden voneinander, die Kanandierinnen bereiteten ihre
Heimreise vor und sie sind fest entschlossen, im naechsten
Jahr wieder nach Ladakh zu kommen.