Der
Kontakt zu einem Team von Therapeuten (Ergo- und Sprachtherapeuten)
entstand letztes Jahr im Oktober bei meinem letzten Besuch
in Ladakh. Wir planten eine mehrjährige, interdisziplinäre
und interkulturelle Zusammenarbeit für jeweils 6 Wochen
im Sommer, die wir in den letzten Monaten mit vielen E-Mails
vorbereiteten. Jetzt sind sie endlich da und Stefi Widmer
berichtet von den ersten Begegnungen. Karola Kostial
Die
Kanadierinnen sind in Leh angekommen!
Kate (Sprachtherapeutin), Isabelle, Theresa, Alexis, Deborah
(Ergotherapeutinnen), Lea (Ergotherapie-Praktikantin) sowie
Eric (Ehemann und Kuenstler) sind nun da! Das erste von Health
inc. organisierte Treffen findet im grossen Rahmen statt,
anwesend sind eine ladakhische Frauenaerztin, ein ladakhischer
Allgemeinpraktiker, die sieben Kanadierinnen, Mara (Sonderpaedagogin),
sowie Dolker und ich von Ladakh Hilfe. Die Frauenaerztin haelt
ein interessantes Referat ueber Womenshealth mit einer mich
erstaunenden Emanzipiertheit. Sie erzaehlt ueber die Wichtigkeit,
dass die ladakhische Bevoelkerung mehr Gesundheits-bewusstsein
entwickeln muss. Seit sich die Ernaehrung mehr dem Westen
und dem restlichen Indien angepasst hat, essen die Ladakhis
mehr Fett und weniger Vitamine, wobei es im Winter schon von
jeher monatelang kein frisches Gemuese oder Fruechte in Indien
gibt. Oder dass die schwangeren Frauen mehr Sorge zu sich
tragen sollten, indem sie weniger strenge Feldarbeit leisten
wuerden waehrend dieser Zeit, oder indem sie mehr medizinische
Check-ups machen liessen. Der Allgemeinarzt sprach anschliessend
darueber, mit welchen ladakhischen Kontaktpersonen medizinische
Entwicklungshilfe verknuepft werden sollte und welche Schwierigkeiten
dabei bestehen.


Erstes
offizielles Treffen mit den KanadierInnen und den einheimsichen
Ärzten zur Planung des Einsatzes
Nach diesem allgemeinen Teil setzen wir von Ladakh Hilfe uns
mit den Kanadiern an einen Tisch, um ihnen ueber die Kinder,
die sie bald in den Doerfern besuchen werden, zu erzaehlen,
damit sie ihre Arbeit moeglichst nahtlos an unsere anfuegen
koennen.
Ich freue mich sehr darueber, wie sich unsere Arbeit interdisziplinaer
verzahnt und somit um wertvolles Knowhow erweitert wird! Auch
die Kanadierinnen sind gluecklich darueber, dass sie konkrete
Informationen erhalten und sind von unserer Arbeit in Ladakh
sehr beeindruckt!Nach einem weiteren organisatorischen Treffen
begleiten uns Cathie, Isabelle und Lia ins MAC. Ziel ist es,
dass Cathie ein paar ausgewaehlte Kinder sprachtherapeutisch
abklaert, eine Ergo mit einem autistischen Jungen arbeitet,
wir gemeinsam die Esssituationen anschauen und dass sie mehr
Ideen
einbringen koennen fuer die Gruppenspiele am Nachmittag.




Der Tag im MAC wird ein gelungenes Unternehmen,
alle, Kinder, Eltern und wir, haben viel Spass zusammen und
der interdisziplinaere Austausch ist spitze!




Heute begleiten sie uns in einige Doerfer, um so einen ersten
Einblick in die Arbeit abseits von Leh zu bekommen und uns
bei der Hilfsmittelversorgung zu unterstuetzen.
Die weiteren Plaene sind, dass die Kanadierinnen mit Health
inc. fuer zwei Wochen nach Domkhar, Skurbuchan und Da Hanu
fahren, um dort mit behinderten Kindern zu arbeiten, einen
Lehrfilm ueber normale geistige Entwicklung zu drehen (welcher
sich super ergaenzt zu unserem Film ueber koerperliche Behinderungen)
und eventuell ein Camp fuer die lokalen Healthworker zum Thema
normale geistige Entwicklung zu veranstalten.Sobald sie zurueck
sind, werden wir uns wieder zusammensetzen und besprechen,
ob sie auf einen weiteren Trip mit uns kommen, Mara in die
Behindertenschule in Chuchot begleiten oder sich uns nochmals
im MAC anschliessen werden.
Auf jeden Fall ist es ein klasse
Projekt, die Zusammenarbeit sehr fruchtbar und auf alle Seiten
motivierend!
Stefanie Widmer, 22.06.2007