Zusammenarbeit mit dem Team aus Kanada, Sommer 2007

Der Kontakt zu einem Team von Therapeuten (Ergo- und Sprachtherapeuten) entstand letztes Jahr im Oktober bei meinem letzten Besuch in Ladakh. Wir planten eine mehrjährige, interdisziplinäre und interkulturelle Zusammenarbeit für jeweils 6 Wochen im Sommer, die wir in den letzten Monaten mit vielen E-Mails vorbereiteten. Jetzt sind sie endlich da und Stefi Widmer berichtet von den ersten Begegnungen. Karola Kostial

 

Die Kanadierinnen sind in Leh angekommen!


Kate (Sprachtherapeutin), Isabelle, Theresa, Alexis, Deborah (Ergotherapeutinnen), Lea (Ergotherapie-Praktikantin) sowie Eric (Ehemann und Kuenstler) sind nun da! Das erste von Health inc. organisierte Treffen findet im grossen Rahmen statt, anwesend sind eine ladakhische Frauenaerztin, ein ladakhischer Allgemeinpraktiker, die sieben Kanadierinnen, Mara (Sonderpaedagogin), sowie Dolker und ich von Ladakh Hilfe. Die Frauenaerztin haelt ein interessantes Referat ueber Womenshealth mit einer mich erstaunenden Emanzipiertheit. Sie erzaehlt ueber die Wichtigkeit, dass die ladakhische Bevoelkerung mehr Gesundheits-bewusstsein entwickeln muss. Seit sich die Ernaehrung mehr dem Westen und dem restlichen Indien angepasst hat, essen die Ladakhis mehr Fett und weniger Vitamine, wobei es im Winter schon von jeher monatelang kein frisches Gemuese oder Fruechte in Indien gibt. Oder dass die schwangeren Frauen mehr Sorge zu sich tragen sollten, indem sie weniger strenge Feldarbeit leisten wuerden waehrend dieser Zeit, oder indem sie mehr medizinische Check-ups machen liessen. Der Allgemeinarzt sprach anschliessend darueber, mit welchen ladakhischen Kontaktpersonen medizinische Entwicklungshilfe verknuepft werden sollte und welche Schwierigkeiten dabei bestehen.

Erstes offizielles Treffen mit den KanadierInnen und den einheimsichen Ärzten zur Planung des Einsatzes

Nach diesem allgemeinen Teil setzen wir von Ladakh Hilfe uns mit den Kanadiern an einen Tisch, um ihnen ueber die Kinder, die sie bald in den Doerfern besuchen werden, zu erzaehlen, damit sie ihre Arbeit moeglichst nahtlos an unsere anfuegen koennen.


Ich freue mich sehr darueber, wie sich unsere Arbeit interdisziplinaer verzahnt und somit um wertvolles Knowhow erweitert wird! Auch die Kanadierinnen sind gluecklich darueber, dass sie konkrete Informationen erhalten und sind von unserer Arbeit in Ladakh sehr beeindruckt!Nach einem weiteren organisatorischen Treffen begleiten uns Cathie, Isabelle und Lia ins MAC. Ziel ist es, dass Cathie ein paar ausgewaehlte Kinder sprachtherapeutisch abklaert, eine Ergo mit einem autistischen Jungen arbeitet, wir gemeinsam die Esssituationen anschauen und dass sie mehr Ideen
einbringen koennen fuer die Gruppenspiele am Nachmittag.



Der Tag im MAC wird ein gelungenes Unternehmen, alle, Kinder, Eltern und wir, haben viel Spass zusammen und der interdisziplinaere Austausch ist spitze!



Heute begleiten sie uns in einige Doerfer, um so einen ersten Einblick in die Arbeit abseits von Leh zu bekommen und uns bei der Hilfsmittelversorgung zu unterstuetzen.
Die weiteren Plaene sind, dass die Kanadierinnen mit Health inc. fuer zwei Wochen nach Domkhar, Skurbuchan und Da Hanu fahren, um dort mit behinderten Kindern zu arbeiten, einen Lehrfilm ueber normale geistige Entwicklung zu drehen (welcher sich super ergaenzt zu unserem Film ueber koerperliche Behinderungen) und eventuell ein Camp fuer die lokalen Healthworker zum Thema normale geistige Entwicklung zu veranstalten.Sobald sie zurueck sind, werden wir uns wieder zusammensetzen und besprechen, ob sie auf einen weiteren Trip mit uns kommen, Mara in die Behindertenschule in Chuchot begleiten oder sich uns nochmals im MAC anschliessen werden.
Auf jeden Fall ist es ein klasse Projekt, die Zusammenarbeit sehr fruchtbar und auf alle Seiten motivierend!

Stefanie Widmer, 22.06.2007



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