Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Artikel über Ladakh-Hilfe in der GZ, 10.12.2016

Hier finden Sie einen ausführlichen Artikel über die Arbeit von Ladakh-Hilfe, der am 10.12.2016 in der Günzburger Zeitung erschienen ist. Klicken Sie hier:

Hilfe für mehr Selbsthilfe

Der Günzburger Verein Ladakh-Hilfe möchte es schaffen, dass seine Hilfsprojekte in Indien irgendwann auf eigenen Beinen stehen können. Unser Bild zeigt die Helfer beim Basteln mit den Kindern in Leh.

PROJEKT

Hilfe für mehr Selbsthilfe

Günzburger Verein sucht in Indien nach Freiwilligen, damit die Angebote für kranke Kinder irgendwann auf eigenen Beinen stehen können. Doch es gibt Hindernisse

 
 

Das Jahr 2016 stand für den Günzburger Verein Ladakh-Hilfe unter dem Motto: Veränderungen, Organisation und Zukunftsplanung. Vorsitzende Karola Wood freut sich, wie viel in Deutschland und im Himalaya erreicht wurde: Mit Herz und Können, so Wood, haben die Freiwilligen unglaublich viel geschafft, stolprige Hindernisse überwunden und effizient gearbeitet.

Veränderungen ergaben sich personell: Sonderschullehrerin Archo hat Ende des Jahres in ein entlegenes Dorf in Indien geheiratet und verlässt den Tochterverein Rewa. Auch die leitende Physiotherapeutin Kunzang möchte aus gesundheitlichen Gründen zum Ende des Jahres aufhören. Die Verantwortlichen sind jedoch zuversichtlich, dass einheimische Therapeuten für Rewa gefunden werden. Das Wintertraining der Ladakhis in Hamburg mit allen begleitenden Aktionen, der Freiwilligentreff und das Benefizkonzert waren erfolgreich und eine große organisatorische Leistung von Mitarbeiterin Barbara Forst. Insgesamt 16 Freiwillige wurden dieses Jahr vorbereitet und waren effizient in Ladakh tätig, davon zehn Deutsche, eine Schweizerin, eine Österreicherin und vier Inderinnen.

Der neue Jeep kam in Kargil an und viele Fieldtrips in entlegene Dörfer wurden unternommen, neue kleine Patienten gefunden und behandelt. Der Snoezelen-/Einzelbehandlungsraum im RAC Kargil wurde mit Hilfe von Freiwilligen fertiggestellt und in Betrieb genommen. Äußerst schwierige Patienten wurden mit Erfolg und Geduld in Zusammenarbeit der Freiwilligen mit den Einheimischen therapiert. Im August operierte das Team von „Kinderfüße brauchen Hilfe“ in Kargil vier Kinder und half ihnen buchstäblich auf die Beine. Mirjam Schlecht aus Günzburg und Karola Wood organisierten einen großen Hilfsgütertransport nach Ladakh, der von der Augsburger Firma Kuka und anderen Firmen finanziert wurde (wir berichteten). Eine weitere Freiwillige lief in Davos einen Marathon und machte damit auf die Arbeit von Ladakh-Hilfe aufmerksam.

In Ladakh fand dieses Jahr auch wieder der große Ladakh-Marathon statt, an dem ein speziell vorbereitetes Team aus Therapeuten und Kindern öffentlichkeitswirksam teilnahm. Mitarbeiterin Barbara Forst war im September in Ladakh und kümmerte sich um die fachliche Unterstützung der Therapeuten, Karola Wood war im Juni in Ladakh und kümmerte sich um Organisation, Personalversammlung und Zukunftsplanung.

Hilfe zur Selbsthilfe, das strebt der Verein an. Eine Vorgabe für den einheimischen Verein Rewa war, dass er bis 2023, 20 Jahre nach der Gründung der Ladakh-Hilfe, weitgehend selbstständig arbeiten soll. Aber ganz so leicht ist das nicht.

Unter anderem bemüht sich der Verein um die Erlangung des sogenannten 80G Zertifikats für gemeinnützige indische Vereine. Das würde den Verein dazu berechtigen, Spendenquittungen für indische Staatsbürger auszustellen. Doch die indische Bürokratie, die Unruhen in Srinagar, dem Regierungssitz von Ladakh und das undurchsichtige Netz von Anträgen machen es schwer. Seit zwei Jahren arbeiten die Rewa-Verantwortlichen an dieser Sache, bisher ohne Erfolg, besonders wegen den Unruhen in Srinagar. Ladakh-Hilfe und Rewa suchen zudem nach mehr indischen Freiwilligen für Ladakh, um das Ganze immer mehr in einheimische Hände abzugeben. „Bis das alles steht, werden wir weiterhin diese wichtige Arbeit von Deutschland aus unterstützen müssen“, sagt Karola Wood.

Seit 2015 unterstützt Ladakh-Hilfe offiziell die Arbeit der Emmanuel Foundation in Nepal. Die Vereinsvorsitzende reiste im April dort hin und besuchte zusammen mit Sanze, dem einheimischen Mitarbeiter, die entlegenen Dörfer im Rasuwa Gebiet, die vom Erdbeben stark betroffen waren. Die beiden fanden 16 Vollwaisenkinder in den Dörfern, für die Hilfe aus Deutschland und Günzburg gesichert werden konnte. Die Sponsoren bezahlen die Schulkosten und die Kinder können in der Dorfgemeinschaft bleiben und werden von Verwandten oder Nachbarn großgezogen. Die Ladakh-Hilfe will sich weiterhin um das Wohlergehen dieser Kinder und deren Pflege-Familien kümmern. (zg)

Mehr Informationen unter

www.ladakh-hilfe.de

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Renovierung im RAC Leh abgeschlossen!

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An der Schiessmauer 53
89359 Koetz, Germany

 

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