Eishockey
und unsere Kinder in der Öffentlichkeit
Februar
2011
Wie
jedes Jahr fanden hier in Leh von Mitte Januar bis Mitte Februar die
Ladakhischen Eishockey Meisterschaften statt. Es wurde viel trainiert,
sogar unten am zugefrorenen Indus wurde trainiert. Die Meisterschaften
fanden dann im Eishockeyring direkt vor der Türe unseres Therapiezentrums
(RAC) statt.
So hatten wir immer wieder die Möglichkeit mit unseren Kindern
raus zugehen und dem bunten Treiben zuzusehen. Natürlich zogen
wir dabei immer viele Blicke auf uns, den es ist doch in Ladakh noch
immer nicht selbstverständlich das man Kinder mit Handicaps auf
der Strasse sieht!
Beim Finale der Meisterschaften füllte sich der Platz vor dem
RAC schon früh am Morgen und die Menschen versammelten sich um
den Eishockey Ring. Auch wir und die Kinder wollten dieses Finale
natürlich live miterleben! Vom Dach des RAC hatten wir zwar einen
guten Überblick, doch lieber wollten wir mitten hinein in die
Menschenmassen. Es war nur leider so voll, dass keines der Kinder
etwas sehen konnte, denn in Ladakh gibt es so etwas wie "Behindertenparkplätze"
oder extra Plätze für Rollifahrer nicht. Also fragte Mr.
David kurzerhand bei der Band, die mit guter Ladakhi Live Musik die
ganze Zeit über für gute Stimmung sorgte, ob wir mit den
Kindern auf der Bühne sitzen könnten. Kein Problem, da wurden
Stühle gerückt und Platz für die Rollis geschaffen.
So saßen wir zwischen Gitarristen, Schlagzeug und Verstärkern
für jedermann sichtbar und hatten einen super Überblick
über das Eishockeyspiel! Auch unsere Kinder (Sonam, Norbu, Stanzin
Namdol, Stanzin) hatten große Freude. Namdol zeigte dies auch
lautstark mit zujubeln und fröhlichem Klatschen. Immer wieder
sprang er zwischen den Musikern herum, klatschte in die Hände
und alle hatten ihren Spaß mit ihm.

Das
Eishockey-Spiel direkt vor unserem Zentrum

Unsere
Kinder schauen fasziniert zu

Der
fröhliche Namdol sorgt für Stimmung
Ja manchmal ist es ganz gut die Ladakhis mit unseren "special
children" zu konfrontieren, zu zeigen was für wundervolle
Menschen diese Kinder sind und das sie sehr wohl gesellschaftsfähig
sind. Wir alle hatten einen riesigen Spaß bei dieser "Öffentlichkeitsarbeit".
Bericht
von Jule Blach