Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Orthopädietechnikerin Hannah berichtet über ihren Einsatz

 

Wie in den meisten Fällen geht die Zeit viel zu schnell um. Wie auch in meinem Fall!

Ich habe mich sowohl in Kargil als auch in Leh sehr wohl und willkommen gefühlt.  Nachdem ich von Leh nach Kargil gekommen bin, habe ich deutlich gemerkt, dass dort der Wissensstand über Orthesen und ihre Anwendung noch ganz am Anfang steht. Vielleicht liegt dies auch daran, dass ich die erste Freiwillige als Orthopädietechnikerin in Kargil war und das Zentrum jünger ist als das in Leh. Ich hoffe beiden Teams die Welt der Orthesen etwas näher gebracht zu haben und dass sie etwas mitgenommen haben für ihre tägliche Arbeit.  Im Bereich der Orthopädietechnik ist mehr zu tun als ich gedacht habe. Besonders im Korsett Bereich. Sehr viele Kinder weisen sehr schwere Skoliosen auf. Diese verschlimmern sich mit der Zeit da die entsprechende „Führung“ fehlt. Eine Versorgung in diesem Bereich stellt sich jedoch als sehr schwierig heraus so wie ich dieses wahrgenommen habe. Da man von einer Anpassung der Orthesen durch die Fachkräfte der externen Hersteller vor Ort nicht wirklich sprechen kann. Die betroffenen Personen werden ausgemessen und die Orthese wird extern gefertigt.  Von einer Orthese nach Mass kann man in diesem Fall nicht wirklich sprechen, da diese eher nach Größen ausgesucht wird S, M,L .

 

Ich habe mir ein Zentrum in Jaipur angeschaut wo diese Art Orthesen hergestellt werden. Auf meine Frage ob Korsetts überhaupt hergestellt werden, wurde mit nein geantwortet. Des Weiteren wäre relativ viel mit einfachen Einlagen zu erreichen. Gerade für Kinder, weil man dort wirklich noch etwas verändern kann. Leider war kein passendes Material auf dem Markt oder im RAC zu finden um selber welche herzustellen. Oft bekommen die Kinder einfach orthopädische Schuhe, was natürlich besser ist als nichts, da diese mehr Halt geben, aber das Grundproblem wird somit nicht bekämpft.  Wenn Orthesen für fieldtrip Patienten benötigt wurden, war es relativ schwer für mich dieses umzusetzen oder eine gute Versorgung im Nachhinein zu gewährleisten. Denn man benötigt immer den Patienten um Änderungen vor zu nehmen auf Druckstellen einzugehen und das ganze so gut wie möglich anzupassen. Da die fieldtrips teilweise in sehr entlegende Regionen führen, habe ich versucht so genau wie möglich die betroffene Extremität auszumessen und zu fotografieren. Um dann selber für diejenigen etwas herzustellen oder etwas schon Vorhandenes zu modifizieren. Teilweise werden die Regionen wie Zanskar nur einmal im Jahr angefahren was es natürlich noch schwieriger macht, da die Patienten ständig wachsen oder sich die Krankheitsbilder verschlechtern. Die grosse Frage bleibt natürlich, ob die Orthesen überhaupt zuhause genutzt werden?

Ich bin sehr dankbar für die Zeit mit REWA und hatte wunderbare Erfahrungen. Ich wurde sehr gastfreundlich aufgenommen und habe mich immer wohl und sicher gefühlt. Ich hatte eine tolle Zeit in Ladakh und wollte mich dafür noch einmal bedanken

 

Orthopäditechnikerin Hannah Bischoff

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