Children need hope, they need REWA
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18. Mai 2015: Therapie mit Ergotherapeutin Gisela Eichhorn

Ein Tag aus dem Leben einer Voluntärin

12.Mai 2015 Dienstag

Um 10.30Uhr wurden wir abgeholt, die Kinder waren heute nicht da, sie kamen eine gute Std. später, warum habe ich nicht mitbekommen. Mehmoot zeigte uns die Räumlichkeiten des neuen Zentrums, die teils schon möbliert sind, die sanitären Anlagen weitgehend fertig sind. Ich kann mir das Zentrum, wenn es fertig ist, gut vorstellen.

Was tun? =>  Teaching!!!

Ich hatte mir vorgenommen, nachdem Kati und Tina in den letzten Wochen das Drehen und Aufrichten nach dem Bobath-Konzept geübt hatten (das Team hatte mir am Montag die Bilder gezeigt), diese Bilder nach Handlungsschritten gemeinsam zu sortieren, was sehr gut gelang.

Für mich stellte sich die Frage, wie sind diese Handlungsschritte in die Kultur der Ladakhi zu integrieren? Sie sitzen in der Regel im Schneider-/Buddha-Sitz auf dem Boden. Die Bein- und Gesäßmuskulatur wird nicht geübt => wie komme ich überzeugend für viele der Kinder selbständig zum Stand?

Jeder für sich übte nun das Aufstehen aus der local-Stellung. Für die Einheimischen ist das Alltag (ich hatte schon Probleme), aber sie beobachteten sehr genau, was sie können mussten, damit das Aufstehen gelang => ihre Einsicht: es ist schwer für diese Kinder. Wir versuchten dann andere Möglichkeiten wie das Aufrichten mit einer leichten, schrägen Po-Anhebung; aus einem „Therapiestuhl“ mit Sitz schräg nach hinten abfallend => Erkenntnis: für stabileres Sitzen für Kinder mit CP geeignet, die schnell in Extension kommen und last not least, das Sitzen auf einem Stuhl mit Keilkissen, was die Rumpfaufrichtung nach vorne oben fördert und die Füße Bodenkontakt erhalten. Die Winkel mussten an Knie und Hüfte leicht vergrößert sein.

Ich zeigte noch Bilder zu dem Thema, unter anderem den vielfältigen Einsatz der Hufeisenkissen nach dem CM-Konzept.

Ein anderes Thema war Essen und Trinken. Die Materialien, die ich mitgebracht hatte, lagen irgendwo im Schrank, keiner hatte eine Vorstellung, wie sie zu benutzen sind. Wir machten zuerst einen Test, wie Eltern oft die Kleinen mit Ihren Dysphagie-Problemen essen, achteten auch auf die Geschwindigkeit und schließlich die gute Haltung und das selbständige Abnehmen des Trinkens vom Spezialbecher. Weiter erklärte ich den Gebrauch der Spezial-Essgeräte.

Als die Kinder dann da waren, arbeitete ich mit einer der Therapeutinnen mit einem knapp 3jährigen Jungen (Abass Ali, 08.2012,cerebral palsy level V, Hypotonie) der klein, hypoton, mangelnde Kopfkontrolle zeigte. Ziel war zur Aufrichtung an Mamas Körper zu kommen, was wir dann auch über viel mobile Anpassung erreichten.

Da das Kind sich beim Trinken oft verschluckt und hustet, hatten wir die Gelegenheit den Gebrauch der Spezial-Sauger-Flasche zu erproben, was auch fotographisch dokumentiert wurde. Es war schön anzusehen, wie das Kind relativ gut koordiniert saugte und schluckte, sich nicht verschluckte, Pause und weiter machen zeigte und so nahezu die ganze Flasche schaffte.

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