Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Annis erster Report, 16.10.2016

 

 

Meine ersten Tage bei Rewa waren auch gleichzeitig meine ersten Tage im Arbeitsleben einer ausgebildeten Physiotherapeutin. Und bisher muss ich wirklich sagen:
Es hätte keinen besseren Start ins Arbeitsleben geben können.

Die ersten 2 Wochen war ich in Leh und konnte dort im RAC schon ordentlich mit anpacken!
Und nicht nur dort! Zu meinem Glück war gleich in meiner ersten Woche ein 3tägiger Fieldtrip ins Nubra Valley geplant an dem ich direkt mitwirken durfte.
Gemeinsam mit Kunzang, der anderen Freiwilligen Nele und einem Driver sind wir früh morgens aufgebrochen, haben den höchsten befahrbaren Pass der Welt überquert: Kardong La, der über 5600m hoch ist. Und da erstreckte sich das unglaublich schöne Nubra Valley vor uns, wo unsere Patienten schon auf uns warteten.
Noch am selben Tag haben wir 3 Patienten besucht, am nächsten 4 plus einen kleinen Patienten den wir neu dazugewonnen haben.
Zusammen mit Kunzang haben wir die vom letzten Feeldtrip aufgegebenen  Übungen der Patienten überprüft, wiederholt und bei Bedarf neue Aufgaben hinzugefügt.
Außerdem hatten Chuskit und Kunzang vorher ein paar Klamotten, Mützen, Schuhe sowie speziell auf die Patienten abgepasste Trainingsgeräte, wie zb. Therabänder oder Luftballons zusammen gepackt. So hatten wir für jeden noch ein kleines Mitbringsel worüber sich jedes Mal aufs Neue wahnsinnig gefreut wurde!

Besonders im Gedächtnis wird mir ein Junge aus Boktang bleiben.
Als wir ankamen saß er ganz alleine in der Ecke auf einer Decke. Er konnte nicht selbstständig laufen, sprechen oder seinen Urinabgang kontrollieren, weswegen er keine Hose trug. Wir haben ihm Hose, Jacke, Mütze und einen Rollstuhl mitgebracht. Ab dem Zeitpunkt wo wir ihn in den Rollstuhl gesetzt hatten und er die Welt aus einer anderen Perspektive sehen konnte, hat er gestrahlt wie ein kleiner König. Das ganze Dorf hatte sich mittlerweile um uns versammelt  und wir konnten uns richtig mit ihm freuen.
Das war ein richtig schöner, unvergesslicher Moment!

Solche Momente hatte wir viele auf dem Fieldtrip was ihn zu etwas ganz besonderes gemacht hat.
Fast bei jedem Patienten waren immer zahlreiche Familienmitglieder anwesend welche uns liebevoll mit Tee, Keksen oder Chapati versorgten, nebenbei begeistert zuguckten und versuchten die Übungen mit aufzunehmen. Dies war besonders gut, da sich so später nach unserem Besuch alle gemeinsam an die Aufgaben erinnern und den Patienten beim Üben unterstützen können.

Neben der Arbeit hatten wir sogar auch ein bisschen Zeit uns die Sanddünen mit ihren Kamelen anzugucken und mit Kunzang und unserem Driver gemeinsam die Monastery zu besuchen. Das war auch sehr spannend da wir so die ganzen buddhistischen Rituale, die die beiden beim Durchgehen der Monastery durchgeführt haben, miterleben durften.

Der Fieldtrip und generell die ersten 2 Wochen in Leh haben mir schon einige tolle Momente und Erinnerungen mitgegeben!
Jetzt sind wir nach Kargil gefahren und starten nun hier in unsere 3. Woche als Volontäre.
Also: Neue Stadt, neue Religion, neue Therapeuten, neue Kinder, neues Abenteuer! :)

 

Physiotherapeutin Anni

 

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