Freiwilligentreff in Würzburg im Februar 2006

Am 3.2.2006 fand in Würzburg der 3. Freiwilligentreff statt. Da wir genügend Zeit für die Vorbereitung hatten und mein Outlook diesmal nicht an wichtiger Stelle der Entwicklung streikte, kamen 24 Physios zu dem Treffen. Gabriele Wittkowski stellte ihr Haus für dieses Treffen zur Verfügung. Sie versorgte uns großzügig mit Mittagessen und Getränken; viele der Freiwilligen brachten Snacks und Kuchen mit. Uns fehlte ans nichts, außer an Stühlen. Deshalb übten wir gleich, wie es denn so in Ladakh ist: Wir saßen auf dem Wohnzimmerboden und versuchten unsere Beine irgendwie zu überkreuzen. Manchen von uns (den Ehemaligen) gelang das ganz gut. Die "Zukünftigen" waren deutlich an ihrer Zappelei zu erkennen: Unbequem rutschen sie auf dem Boden herum, manche flüchteten sich auf die wenigen Stühle.


Einige Freiwillige waren schon am Abend vorher angereist und hatten sich in der Jugendherberge in Würzburg einquartiert. Andere kamen erst am Samstag an und blieben dann über Nacht bei Katrin und Bea oder wieder in der Jugendherberge. Mich überwältigte das Interesse an dieser Arbeit und die Bereitschaft zu helfen. Als dann am Samstag morgen alle so langsam eintrudelten, war ich wieder einmal sprachlos. Ein weiterer prominenter Gast war angemeldet: Johanna Komp, das erste Glied in der mittlerweile langen Kette der Ladakh-Hilfe Engagierten. Sie entdeckte vor 5 Jahren das behinderte Kind Rigzin in Lingshed und schrieb den ersten Artikel in der KG-Zeitung. Johanna nahm begeistert Kontakt mit den Freiwilligen auf und informierte sich aus erster Hand über das Geschen in Indien.

Nach der Begrüßung und der Danksagung an Gabriele Wittkowski für ihre Gastfreundschaft fingen die "Ehemaligen" an zu erzählen und es hörte nicht auf. Die vielen Fragen wurden ausführlich beantwortet und ein Kommentar gab Impulse für die nächste Frage und Antwort. Es erwies sich als äußerst wertvoll, daß von den Anwesenden viele schon einen Einsatz in Ladakh hinter sich hatten und ihre persönlichen Erfahrungen schildern konnten. Dadurch kamen die "Zukünftigen" in der Lage, sich ein buntes und realistisches Bild von der Arbeit in Ladakh zu bauen. Dorina und Renè, die knapp eine Woche nach dem Treffen nach Ladakh fliegen würden, nutzen die Gelegenheit, um sich noch gründlich "moralisch" und praktisch vorzubereiten.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war der PowerPointVortrag von Katrin Scheurer, die erst vor zwei Wochen aus Leh zurück kam.Sie verbrachte vier Monate in Ladakh und war maßgeblich an der Gründung der neuen Sonderschule für Behinderte beteiligt. Katrin und ihre Kolleginnen aus Hamburg scheuten die lange Anreise nicht, um sich in Würzburg mit KollegenInnen zu treffen und ihre Erfahrung mitzuteilen. Mit sehr viel Gelassenheit vermittelte sie realistisch Tatsachen aus dem fernen Ladakh und stellte die aktuelle Situation und Arbeitsbedingungen anschaulich dar.

Unsere Freiwilligen trafen auch Nicole van Gansewinkel, die ab Mai 06 für 1 ½ Jahre in Ladakh vor Ort die Einsätze leiten wird. Jürgen und ich erzählten noch von der Vereinsarbeit und der Notwenigkeit der Mitgliedschaften. Die Zeit verging im Fluge und für uns hieß es Abschied nehmen, da wir Beide noch den Weg nach Bad Füssing antreten wollten. Wir verblieben mit dem Beschluß, das nächste Treffen im Oktober im Norden Deutschlands abzuhalten, vielleicht sogar in Hamburg. Der Abschied fiel uns schwer: aus dieser herzlichen und warmen Atmosphäre hinaus in eine Winternacht, die uns mit Schnee und Eis bis in den Osten Deutschlands begleitete.


Nochmals vielen herzlichen Dank an alle Anwesenden für ihre Zeit, Mühe und menschliche Wärme. Ladakh-Hilfe wächst mit euch, jeder von euch ist ein Teil dieser Arbeit, ein Baustein in der Brückenarbeit, eine Inspiration und ein Licht. Für uns seid ihr eine große Ermutigung, diese Arbeit weiter zu führen.


Karola und Jürgen Kostial

 

Interessierte Zuhörer lauschen den Erzählungen


 

 

Katrin Scheurer berichtet über ihren Einsatz in Ladakh



 

Weitere Neuigkeiten über die neue Sonderschule

Dorit Schulz zeigt ihre Bilder

Die Fragen nehmen kein Ende

 

 


 




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