Je
nach Interesse der zukünftigen Freiwilligen halten wir
ein gemeinsames Treffen ab, an dem auch Ehemalige teilnehmen
und so ihre Erfahrungen weiter geben können. Johanna
Hamprecht und Julia Blach wollen im Dezember 2007 als Team
gemeinsam für einige Monate nach Ladakh. Die Therapeutinnen
hatten sich insbesondere für einen Einsatz bei unserem
Projekt entschieden, weil es ihnen Eigenverantwortung und
-Initiative abfordert.
Anfangs dieses Jahres erhielt ich ein Mail von den Beiden
mit der Bitte um ein Treffen mit mir. Sie hatten etwas von
einer "super Pizza" gehört, die es bei den
Freiwilligentreffs in Günzburg geben würde. In der
gemeinsamen Planung fanden wir das Pfingstwochenende als möglichen
Zeitpunkt eines Freiwilligentreffs.
Jule und Johanna fuhren am Freitagnachmittag von Göttingen
per Anhalter nach Ulm.
Jürgen, unser Koch, stromerte noch recht unbekümmert
im Haus herum, als ich meinte, dass er doch mit der Zubereitung
der Pizza anfangen sollte. "Ach was, wen die von Göttingen
runter stoppen, kommen die noch lange nicht an!"
Als sie dann um 17:30 Uhr vergnügt aus Ulm anriefen,
dass ich sie um 18 Uhr am Bahnhof Günzburg abholen könnte,
war auch ich überrascht. Ich hatte nicht damit gerechnet,
dass sie so pünktlich ankommen würden. Nun musste
sich Jürgen aber sputen, denn der Hunger war groß.
Zur gleichen Zeit klopfte auch Eike Dammann aus München
an unsere Türe. Eike, gerade mal zwei Wochen aus Ladakh
zurück, brachte ihren Laptop mit neuen und anschaulichen
Bildern aus Ladakh und einen Rucksack voll mit Informationen
mit, den Jule und Johanna begierig auspackten und betrachteten.
Der laue Abend auf der Terrasse wurde spät mit den vielen
Fragen und Erzählungen, einem vollen Pizzabauch und dem
Duft unseres blühenden Jasmin-strauches in der Nase.
Eike fuhr an diesem Abend noch nach Hause, da sie am Samstag
Wochenenddienst hatte.

Karola, Jacky, Johanna, Jule und Matthias
(von links nach rechts)
Am
nächsten Morgen ging es weiter, wegen dem schönen
Wetter immer im Freien auf der Terrasse. Im Laufe des Vormittags
stieß Matthias Ziegler aus Leonberg/Stuttgart zu uns,
der als Freiwilliger ab 1.7. in Ladakh arbeiten wird. Er sprang
kurzfristig für eine ausgefallene Therapeutin ein, obwohl
er gerade erst vor einem Einsatz im Norden Indiens bei einem
Projekt von Heiner Jansen zurückgekommen war. Matthias
erzählte uns von seiner Arbeit mit den behinderten Kindern
in Biuhar, wir tauschten Erfahrungen und Informationen aus
und planten für die Zukunft.
Die Zeit verging zu schnell und Jule und Johanna mussten wieder
zum Bahnhof, um ihren Zug zu erreichen, Matthias fuhr nach
Stuttgart zurück.
Jürgen und ich waren sehr dankbar über diese Möglichkeit,
wieder ein paar unserer Freiwilligen für Ladakh kennen
zu lernen und ihnen durch dieses Treffen bei ihrer Vorbereitung
zu helfen und das gegenseitige Verstehen zu fördern.
Karola
Kostial, 28.05.2007