Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Eröffnungsfeier des neuen RAC in Kargil am 30.08.2015

 

Die Einweihung des neuen REWA Zentrums, der REWA Sonderschule und des Neubaus der Munshi Habibullah Mission Schule fand mit einer großen Feier am Nachmittag der 30.07. statt. Umgezogen war das Team bereits in der Woche vor unserer Ankunft, aber trotzdem erforderte die Situation unterschiedliche Anpassungs-, Verbesserungs- und Ausstattungsmassnahmen, wie z.B. Deko und Regalorganisation. Das lokale REWA Team (zu diesem Team gehören die Physiotherapeuten Bilquees, Hamida und Mehmood, die Sonderschullehrein Archo und ihre Helferin Hassina) und Gulzar arbeitete auf Hochtouren, um die Räumlichkeiten von REWA und die der Sonderschule fertig zu gestalten. Ebenso arbeiteten die Lehrer der Munshi Schule daran ihre neuen Räumlichkeiten im besten Licht darzustellen; helle freundliche Räume, sehr schön eingerichtet, mit kindgerechten Bildern und Dekos an der Wand und solide Einrichtung machten einen sehr guten Eindruck.

Gulzar holte mich nachmittags in der Unterkunft ab. Es wurden ca. 400 Eltern und eine Reihe hoher Würdenträger erwartet. Ich galt als Ehrengast und nach den Begrüßungen und Dutzenden Katak-Überreichungen gab man mir die Schere, die mit einer gelben Schleife geschmückt war, sodass ich das Band durchschneiden konnte. Von allen Seiten lugten Kameras der Fernseh- und Radiostationen auf uns, das war ein großer Event. Ich durchschnitt das Band und alle VIPs marschierten hinter mir her. Dann kam nochmal ein gelbes Band (Gelb ist die Farbe der Schule) und das wurde von einem Mullah durchschnitten. Die Bonbons auf dem Tablett wurden übrigens von den erwachsenen Männern sofort abgeräumt, gegessen und die Papiere flogen auf den Boden.

 Dann zogen wir die Schuhe aus und besuchten unsere drei REWA Räume. Wir erklärten den Leuten den Zweck und die Einrichtung der Räume und berichteten über unsere schwer betroffenen Kinder, von denen keiner eine Ahnung hatte. Eine der Schlussfolgerungen dieser Veranstaltung war, dass wir unsere Kinder mit ihren Rollstühlen von nun an wöchentlich auf „Exposure-Trips“ in die Stadt mitnehmen, wie wir es auch in Leh machen. Dadurch lernen nicht nur die Kinder viel von ihrer Umgebung kennen, sondern auch die Bevölkerung wird mit den Kindern und ihren Problemen konfrontiert und herausgefordert.

Zurück zur Eröffnung: Alle Räume wurden nach und nach besichtigt und Gulzar drängte mich nach oben in die Versammlungshalle. Dort passen über 400 Leute rein, der Raum war voll. Dann ging es los mit vielen Ansprachen und sehr schönen Vorführungen der Kinder. Kinder aus verschiedenen Altersgruppen übernahmen die Durchführungsansagen für die Veranstaltung, sehr selbstbewusst und jeweils in der lokalen Sprache und dann in Englisch. In seiner Eröffnungsrede erinnerte Gulzar zur Tränen gerührte an den Traum seines Vater:  moderne Ausbildung für die Kinder Kargils, vor allen Dingen auch für die Mädchen. Früher durften die Mädchen gar nicht zur Schule und die Jungs erhielten größtenteils nur religiöse Ausbildung in der islamischen Schule. Gulzars Vater hatte sechs Töchter und er ließ eine Lehrerin aus Indien kommen und seine Kinder ausbilden. Deswegen wurde er von der restlichen Gesellschaft geschnitten und die Mädchen gemieden. Als die Mädchen alt genug waren, wurden sie alle Lehrerinnen in den verschieden Schulen des Kargil Distriktes und mit der Zeit weichten die Strukturen auf und die Bevölkerung nahm die moderne Ausbildung an. Mit der Munshi Habibillah Mission School wird in Kargil Ausbildung auf modernstem Niveau angeboten.

Manche der Ansprachen der VIPs waren in Englisch, andere wieder in Ladakhi. In meiner Ansprache zum Schluss erzählte ich von der Entwicklung von Ladakh-Hilfe und bat ich die Anwesenden inbrünstig, sich mit uns zusammen um die besonderen Kinder zu kümmern und diese Angelegenheit die Ihre zu machen. Der Applaus sprach für sich.

Nach der Ansprache folgten noch Ehrungen und dann ein kleines Essen, Samosas, Süßigkeiten und Pakoras, es gab Milchtee und Säfte. Gulzar bedankte sich noch persönlich bei seinem Lehrerteam und den Therapeuten für die Mitarbeit bei der Vorbereitung und dann fand ein großer Event ein ruhiges Ende.

Bericht von Karola Wood

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Renovierung im RAC Leh abgeschlossen!

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