Children need hope, they need REWA
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Aus Kargil berichtet Ergo Martina Wechselberger über Hausbesuche

Zubin Nissa und Hawa Banoo – ein berührendes Schicksal

 

Hawa (21 Jahre) und Zubin (16 Jahre) sind zwei Schwestern und wohnen gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder in Chanegone.

Chanegone ist von Karil aus in etwa 30 Minuten erreichbar, es liegt abgeschieden aber sehr idyillisch am Berg innerhalb einer atemberaubenden Bergkulisse und wir besuchen es jeden Freitag im Rahmen eines Hausbesuches.

Denn alle drei Geschwister leiden alle an einer mittelmäßig bis schwer ausgeprägten Behinderung und können aufgrund der Lage ihres Dorfes weder die Schule noch das Therapiezentrum erreichen und können somit kaum am Alltagsleben teilnehmen wie Gleichaltrige.

Die drei sind seit 2014 in therapeutischer Behandlung.

 

Hawa und Zubin sind beide an einer bilateralen spastischen Cerebralparese erkrankt, das heisst sie können aufgrund der hohen Muskelspannung in ihren Extremitäten weder gehen noch die notwendigen Aktivitäten des Alltages (z.B. waschen und anziehen) ausführen. Das heisst eigentlich, sie konnten, denn 2015 wurden sie von dem österreichischen Chirurgenteam betreut und die starken Kontrakturen und Bewegungseinschränkungen konnten verbessert werden. Nach den Operationen wurden sie durch die einheimischen Therapeuten Mehmood, Bilques und Hamida (mit Unterstützung der Volontäre) optimal betreut, denn das Bewegungsausmass und die Eigenaktivität in den Beinen hat sich um einiges verbessert.  Weiters haben die drei der Mutter der Geschwister ein Heimübungsprogramm gezeigt, dass diese regelmässig durchführt.

 

Als ich die Familie Anfang September das erste Mal kennenlernte, warteten Zubin und Hawa in ihrem Zimmer auf uns Therapeuten. Durch die intensive Behandlung des letzten Jahres können sie mit Hilfe aufstehen und ein paar Schritte gehen und man merkt jede Woche Verbesserung beim Bewegungsausmass, bei der selektiven Bewegung ihrer Extremitäten und der Rumpfkontrolle.

 

Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir die gewonnene Bewegungsfreiheit denn im Alltag einsetzen können. Im Gespräch fanden wir heraus, dass die Mädchen gerne der Mutter beim Kochen helfen würden, denn bis vor Kurzem war es ihnen nicht möglich eine selbständige Tätigkeit auszuführen.

So erweiterten wir das Therapieprogramm und liesen die Mädchen unter Anleitung Obstsalat machen, sie schälten und schnitten die Kartoffeln für das Mittagessen und bereiteten Tsampa (traditonelle einheimische Speisse) zu.

Das Schöne an diesen Aktivitäten ist, dass die Mutter ganz erstaunt über das Können ihrer Töchter ist und sie auch während der therapiefreien Zeit bei kleinen Aufgaben mithelfen lässt- das erste Mal in ihrem Leben erleben Zubin und Hawa was es heißt selbständig aktiv zu sein, am Alltag teilzunehmen und selbstwirksam zu sein.

Ein berührendes Schicksal, aber auch eine kleine Erfolgsgeschichte.

 

 

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