Die
Regierung in Ladakh ist endlich so richtig auf uns aufmerksam geworden.
Nach vielem Hin und Her und großen Durcheinander schafften es
unsere einheimische Angestellte Dolker und die Physiotherapeutinnen
vor Ort im Auftrag der Regierung von Ladakh ein großes Physio-Camp
im Nubra-Valley auf die Beine zu stellen. Sie werden in
erster Linie die "Healthworker" in die Grundlagen des Umgangs
mit behinderten Kindern einweisen. Diese "Healthworker"
sollen sich dann um die Kinder kümmern und unsere Therapeuten
bei ihren bislang nur sporadisch möglichen Einsätzen begleiten,
um von ihnen zu lernen. Ganze Gebiete im Nubra-Valley sind für
werstliche Besucher gesperrt. Die Eltern müssen entweder die
Kinder herausbringen, oder die "Healthworker" reisen zu
diesen Familien und kümmern sich um sie.
Durch
den "hochoffiziellen" Charakter des Einsatzes werden alle
Kosten von der Regierung getragen. Für Unterkunft und Essen unseres
Teams wird gesorgt. Das gesamte Team ist
dabei: Dolker und Tundup, unsere einheimischen Angestellten,
und unsere Feiwilligen derzeit vor Ort: Eike Dammann, Helene Fleißner
und, gerade aus Österrreich angereist, Ulrike Fünfleitner.
Am
13.04. ging es bei strahlendem Sonnenschein los.

Schönes
Nubra Valley, Foto von Nicole van Gansewinkel 2006
Das
Nubra-ValleyNubra liegt nördlich von Leh zwischen der Ladakh-
und der Karakorum-Kette. Der Name bedeutet Garten", da
die Talauen üppiger bewachsen sind als in Oberladakh. So bilden
Gruppen von Weiden und Pappeln, Rosenbäumen und Dornengebüsch
einen reizvollen Kontrast zu den wüstenartigen Hängen und
schroffen Bergkämmen. Durch seine Lage an der Karawanenstraße
zwischen Leh und Zentralasien kam Nubra von alters her eine besondere
Bedeutung zu. Kernbereich ist das 10 km breite Mündungsdelta
des aus dem Norden kommenden Nubra in den Shyok. Dieser verläuft
nach Nordwesten, vom Indus durch die Ladakh-Kette getrennt, und vereinigt
sich in Baltistan mit dem Indus. Im Delta auf 3.200 m Höhe überraschen
riesige helle Sanddünen und wild grasende Kamele vor schneebedeckten
Sechstausendern. Da beide Flüsse eine sehr wechselhafte Wasserführung
haben, werden die Felder von den umliegenden Gletscherbächen
aus bewässert.
Von Leh aus reisen unsere Physios mit einem Jeep, der von der Regierung
zur Verfügung gestellt, wird in abenteuerlicher Fahrt über
die teils geteerte Piste hinter der Lehburg vorbei. Die Route führt
die Hänge des Fuchu-Tales empor und zuletzt in Serpentinen auf
den Khardung La (5.606 m), einen der höchsten befahrbaren Pässe
der Erde. Oft ist diese Strecke nicht passierbar, weil es auch im
Sommer schneit. Aber ein kurzer Stop mit Fernblick lohnt sich immer.
Danach folgen sie dem Lauf des Khardung Rong abwärts bis zur
Mündung in den Shyok-Fluss. Hinter dem Dorf Khalsar (3.300 m)
verzweigt sich die Straße: Ein Strang folgt dem Shyok-Tal abwärts
nach Deskit und Hundar, der andere zieht nach Semur und Panamik das
Nubra-Tal aufwärts. Die Fahrstecker für 140 km einfach beträgt
ca. 7 Stunden.
Bereits
2006 reisten Nicole van Gansewinkel, Kathrin Koller und Dolker ins
Nubra-Valley, um ein allererstes Camp in Zusammenarbeit mit einer
lokalen Organisation abzuhalten. Siehe Bericht
Nubra-Valley 2006.
DAS
TEAM IST SEIT 22.4.07 WOHLBEHALTEN ZURÜCK UND ARBEITET AM BERICHT,
DER IN KÜRZE FOLGEN WIRD!
Karola Kostial,
25.4.2007