Children need hope, they need REWA
Children need hope, they need REWA

Abschlussbericht PT Eva-Maria Ranzinger, 1.8.2015

Abschlussbericht, meine Arbeit in Kargil im Juni und Juli 2015

 

Mein physiotherapeutischer Einsatz in Ladakh neigt sich langsam dem Ende zu. Hinter mir liegen wunderbare zwei Monate mit sehr wertvollen und interessanten Eindrücken, vielen neuen Erfahrungen und zwei Monate, die ich mit großartigen Menschen verbringen durfte.

Nach meiner Ankunft in Kargil hieß es, sich erstmal an das muslimisch geprägte Kargil zu gewöhnen, sich einzuarbeiten und die Kinder kennenzulernen. Von Montag bis Freitag kommen die Kinder ins RAC und werden dort behandelt. Ein- bis zweimal pro Woche werden drei Schulpatienten nach dem Unterricht physiotherapeutisch behandelt. Montags und freitags werden drei unserer Patienten zu Hause besucht und dort behandelt und am Samstag stehen Fieldtrips in die verschiedensten Orte und Regionen auf dem Programm, wie zum Beispiel nach Drass, Panikar oder Sanku..

Die Behandlungen im RAC:

Jedes Kind wird circa zweimal pro Woche mit dem Schulbus zu Hause abgeholt und ins RAC gebracht. Sie kommen gegen halb elf im RAC an. Nachdem jedes Kind im „good-morning-Song“ begrüßt wird beginnen die Behandlungen. Wir haben meistens zu zweit ein Kind behandelt und versucht, dass immer ein Local und ein Volunteer gemeinsam arbeiten. Das hatte den Vorteil dass man voneinander lernen kann und sich gegenseitig kennen lernt. Regelmäßig ins RAC kommen circa 12 Patienten unterschiedlichen Alters und mit Diagnosen, wie zum Beispiel bilateraler oder unilateraler spastischer Cerebralparese.  So unterschiedlich die Kinder sind, so vielfältig sind die Behandlungen. Manchmal stehen die Atemtherapie und die Dehnung bestimmter Muskeln, beziehungsweise Mobilisation der Gelenke im Vordergrund. Oder der Schwerpunkt liegt auf dem Training der Feinkoordination, des Gleichgewichts, der Kräftigung bestimmter Muskeln, der Gangschule mit bestimmten Hilfsmitteln wie Unterarmgehstützen, der Körperwahrnehmung und noch vielem anderen. Nach der Behandlung werden sie gegen ein Uhr wieder nach Hause gebracht.

Homevisits:

Nach den Behandlungen im RAC fuhren wir zumeist montags und freitags zu Hussnia, Ali Mohammed und Muzzumil nach Hause um sie dort zu behandeln, da sie leider nicht ins RAC kommen können. Hussnia ist 12 Jahre alt und hat eine bilateral spastische Zerebralparese (GMFCS Level IV). Bei ihr liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Rumpfaktivität und der Kopfkontrolle. Hussnia ist ein unglaublich fröhliches Kind, das immer lacht und auch uns immer zum Lachen gebracht hat. Ali Mohammed hat ebenfalls eine bilateral spastische Zerebralparese, Muzzamil hat eine MR.

Teaching:

Zweimal wöchentlich haben wir nach der Arbeit das Teaching gehalten. Unser Auftrag war, bestehendes Wissen zu wiederholen und zu festigen. So haben wir die ICF-Klassifikation wiederholt und sie auch an den verschiedensten Patientenbeispielen zur Anwendung gebracht. Die SMART-Regel für die Zielformulierung war ebenfalls ein großer Bestandteil unseres Teachings. Wir haben für jedes Kind die Longtherm- und Shorttherm-goals verfasst und sie nach Rücksprache mit Barbara in den neuen Assessment-Formularen festgehalten. Die letzte Zeit haben wir damit angefangen, die Anatomie der Unteren Extremität zu wiederholen. Gemeinsam haben wir ein Mindmap erstellt mit Knochen, Gelenken und Muskeln der UEX und haben dann anschließend auch über den Verlauf und die Funktion bestimmter Muskeln gesprochen.

Fieldtrips:

Eine wunderschöne Erfahrung für mich waren auch die beiden Fieldtrips nach Sanku und Panikar - umgeben von einer atemberaubenden Landschaft. Man bekommt hautnah mit wie die Familien leben und arbeiten. Die schwerst betroffenen Kinder in den entlegenen Regionen haben wir so gut es ging behandelt, die Eltern angeleitet und mit Schuhen, Kleidung sowie ein paar Spielsachen ausgestattet.

 

In der letzten Zeit wurde sehr viel im neu erbauten RAC gearbeitet sodass wir jetzt zum Schluss sogar umziehen konnten und auch noch im neuen, hellen und geräumigen RAC behandeln konnten.

Neben der Arbeit war es auch wunderschön in entlegenen Bergregionen zu wandern, Srinagar, Rangdum (Zanskar) und Hunderman zu sehen, Rad zu fahren,  und noch vieles andere zu unternehmen.

Ich bin froh das alles erlebt zu haben und sehr viele nette Menschen kennen gelernt zu haben.

Spenden über PayPal hier:

Donations with PayPal here:

World Disability Day in Kargil 2017

Ladakh-Hilfe e.V.
An der Schiessmauer 53
89359 Koetz, Germany

 

Tel.: +49 8221 273802
Fax: +49 8221 273706

E-Mail  

kinder(add)ladakh-hilfe.de

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ladakh-Hilfe e.V.